Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1724491
Duc. 
Duchange , 
Gaspnrd. 
1495 
mäler, die er in Rom zu studieren Gelegenheit fand, so wie durch 
seine Landhäuser bekannt machte. Man hat von diesem Künstler 
eine Arehitecture civile; maison de ville et de campagne, de tou- 
tes furmes et de tous genres projectes. Paris An. XI. (1805),;f0l. 
Von diesem Werke erschien nur der erste Band. 
Das Todesjahr dieses Iiiinstlers kennen wir nicht; wahrschein- 
lich starb er um 1810. 
DÜÜ- S. Ducq. 
D008, GIEICOIIIO del, Bildhauer und Architekt von Palermo, 
Schüler Michel Angela's, errichtete über der Kuppel von AS. Ma- 
ria di Loretto zu Rom, die nach S. Gallo's Plan erbaut wurde, die 
ungeheuere Laterne, die man als Muster des schlechten Geschma- 
ckes und des Missverhältnisscs in ihrer Art nennt. Duca war auch 
nicht glücklicher in der Zeichnung, welche er zu den Seitenpor- 
talen er Iiirche gab. Von ihm cunstruirt ist auch das grosse bi- 
zarre Fenster in der Facade des Pallastes der Conservatoren auf 
dem Capitol, und nicht viel Besseres ist vom Pallaste Pamlili 
(1585) bei der Fontaiue von Trevi zu sagen. Beifall verdient der 
kleine Pallast Strozzi bei der Villa Negroni und auch Sein Blau 
zur Villa und den Gärten Mattei ist verständig. 
In den andern liauwerlsen zeigte aber Duca, zu welchem aus- 
schweifenden und verkehrten Geschmack die Abwege des Michel 
Angela führen konnten. Duca erlangte auch zu seiner Zeit keinen 
vorzüglichen Ruf; er eilte der im 17tenJahrhundert erfolgten gänz- 
lichen Ausartung der Architektur dergestalt zuvor, dass man ohne 
historische Zeugnisse geneigt seyn wurde, seine Werke in die Epo- 
che des Bßffünllni zu setzen. S. Beschreibung Roms von Plattner, 
Buchen etc. l. 608. 
Als Bildhauer nimmt er eine geringe Stelle ein. Im Lateran ist 
das nach seinem Modelle von Ludviig Duca in Erz gegossene 
Grabmal der Helene Savelli, das jüngste Gericht vorstellend, ein 
Werk, das Baglione riihmt. Dagegen nennt Winckelmann seine 
Statue Leo X. ein wahres Ungeheuer der Kunst, und den Duca 
selbst einen der schlechtesten Bildhauer aller Zeiten. 
Ins Vaterland zuriickhcrufen wurde Duca Iiriegsbaumeister, doch 
bald darauf endete er durch Meuchelmord jämmerlich das Leben, 
doch weiss man nicht in welchem Jahre. 
Ducart: 15330, Maler von Amsterdam , malte sehr schöne Blumen 
auf Atlas und übte auch einige Zeit seine Iiunst in England, starb 
aber im Vaterlande 1697 im 07sten Jahre. 
Duccl, Vlrglllf), Maler von Cittä di Castello, ein wenig bekann- 
ter Schüler AlbanTs, der aber nachLailzi, I. 116i, vielen B010 nem 
in Nachahmung des Meisters nicht nachsteht. Er malte mit {bein- 
heit und Anmuth, um 1650. 
DÜCCIO- S. Buoninsegna. i 
Duchange, Gaspard, Kupferstecher, wurde zu Paris 1662 gebo- 
ren, und von Johann Audran in seiner Kunst unterrichtet, worin 
er es zu einer Höhe brachte, auf welcher ihn die besten französi- 
schen Steeher nachahmten. Watelet nennt ihn einen von den 
Stechern, die am meisten das Marhige der Vorbilder mit grossqr 
Nettigkeit, ohne Kälte zu geben wussten, und dabei auf geistrei- 
ehe Weise die Nadel mit dem Stichel verbanden. Besonders glüCk- 
lieh war er in Nachahmung der fleischigen Theile, vor allen in_ dffr 
reizenden Weichheit der weiblichen Carnation. Er lieferte hierin
        

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