Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719981
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Colin , 
Alexander. 
Colin. 
man in der silbernen Kapelle der Hofkirche zu Innsbruck, unweit 
des eben beschriebenen ihres Gatten, bewundert. Es ist ein grus- 
ser weisser Marmorstein in einem niederen, am Rande mit Genien 
und Engelsliöpien verzierten Bogen an der Iiirchinauer. Auf der 
horizontalen Fläche des Steins liegt der Seliger) liebliches Bild auf 
Paradekissen, zu beiden Seiten der Inschrift sind zwei schon ge- 
arbeitete Basreliefs, die lVerke der Barmherzigkeit vorstellend. Ei- 
nes der Säulchen trägt die Jahreszahl 1581. Auch die beiden Grab- 
mäler sind in HerrgoLFs Taphographia abgebildet und beschrieben. 
Ein vorzügliches liunstsverk ist der Grabstein des Bischofs Jo- 
hann Nas in lebensvrosser Figur, aus schönem weissen Marmor, 
welchen Erzherzog lderdixiaxidl diesem Prälaten, seinem elunaligen 
ÄMinisler, durch Colin meiseln liess. Dieser geschickte, aber 
leidenschaftliche und heftige Mann, war in seiner Jugend ein 
Schneider und verdankt nur seinem unerhörten Fleiss und keiner 
fremden Unterstützung seine Erhebung. 
Ausser diesen besitzt Innsbruck noch drei Grabmiiler von Colin's 
Hand, oder nach seiner Angabe: das schöne lebensgrosse Bildniss 
der Frau von Loxan, das Grabmal der Familie Hohenhauser, wel- 
ches mit zwei trefflichen Basreliefs geziert ist und des Meisters ei- 
gehen Grabstein auf dem G-ottesaclser zu Innsbruck. Das Basrclief 
stellt die Erweckung des Lazarus dar. 
Colin verschmähte es auch nicht, die kleinlichsten und miihsam- 
sten Arbeiten aus Wachs zu verfertigen und kleine l-Iochbiltier aus 
Holz zu schnitzen, dergleichen in der Ambraser-Sainmlung von 
ihm gezeigt werden, z. B. ein längliches Viereck, nur wenige Zoll 
hoch und breit, den Raub der Sabinerinnen vorstellend, mit un- 
gemeiner Iiunst und Genauigkeit in Cedernholz geschnitten. In der 
Kapelle und i1n Saale des griiflich Wolltensteinischeu Schlosses zu 
Trossburg sind mehrere zwei bis drei Schuh hohe Statuen von Co 
lirfs Hand. Auch wird ihm zu Status gemeiniglich das sinnvolle 
Basrelief in Holz am Altar der kleinen unterirdischen Todten- 
kapelle, die weiterhin in die Fiirstengruft führt, die Begegnung 
mit dem Priester auf der Jagd, zugeschrieben. 
VViener-Jahrbiicher 1825 und Tiroler-Almanach 1803. 
COHU, 301131111, Iiupferstecher zu Rheims, stach von 1660 
xschiedene Bildnisse. 
96 ver- 
001111; Alexander, Geschichts  , Genre- und [inndschaftsmaler zu Pa- 
ris, geb. 1798, Schüler von Girodet. Er wählt seine Gegenstände 
aus der Geschichte und Romantik und gewinnt damit den Beifall 
des Publikums. Mehrere derselben sind in Privatgallcrien und in 
den Händen der Knnstfretixide. Im Jahre 1853 brachte er ein un- 
geheures Gemälde zur Ausstellung, welches Francisca von Rimini 
vorstellt, nach Dante's Hölle. Er zeigt grosse Vorliebe für die 
dunklen Gründe und vcrnachliissiget oft die Ausführung. 
Sein Bruder Paul Hubert ist Bildhauer und Schüler von Basic. 
A. Colin ist auch durch ein Werk bekannt, welches nach seinen 
Gemälden gestochen wurde, unter dem Titel z, Historical illnstrations 
 of Lord Byrozfs worlas, iu_a series of etchings by lleveil irmn ori- 
ginal paintings by A. Colin. Dieses Werk erschien von 1831 an 
 Heftweise in 8. jedes Heft zu 5 Stahlstichen. 
Im Jahre 1855 erschien selbes zu Paris, unter dem Titel; Qeuvre; 
de Lord Byron. Gravures ä Peauforte par Beveil (Paprbg 135 des. 
sins de A. Colin. Das Heft besteht aus 4 Bl. in 3. 
Ob Colin sich jetzt selbst in England aufhalte, wissen wir nicht. 
C0113; ein Medaillen: zu Anfang des vorigen Jahrhunderts. Man hat
        

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