Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1724250
Doycr, Jakob.  Draeger, Joseph Anton. 471 
vor, niid zvrei andere grosse Stiiche, die Veiitis, welche von Dio- 
mcdes verwundet wird, und Ulysses, der den jungen Astianax auf- 
siicht, malte er fiir den Herzog von Panne. Grosses Aufsehen cr- 
regte 01' 1767 mit einem 22 Fass hohen Bilde, das, unter dem Na- 
men „lVIiracle des Ardons" bekannt, diehLGeiiovefa vorstellt, wie 
sie Paris durch ihre Fürbitte von der Pest (nach der Legende vom 
Blitze) befreit. Dieses Bild kam in die Kirche St. Roch, und es 
wurde damals als das Meisterstiicli Doyens und sogar als eines der 
schönsten Gemälde der französischen Schule betrachtet. In Lan- 
don's Annales III. 18. ist es im Umriss gegeben. 
Fast gleiches Lob erhielt auch ein anderes gi-osses Gemälde von 
diesem Iiiinstler: St. Ludwig, der zu Tunis von der Pest ergriffen 
wird. Beide Bilder sind gut in der Anordnung, aber das Colorit 
fällt im letzteren zu sehr ins Grüne und daher sagt das Eloge des 
tableaux exposes au Louvre Paris 1773 p. 23., dass es scheine, als 
hätten alle dargestellten Personen des Gemiildes die Pest, von wel- 
cher Ludwig befallen ist. Doyeii verzierte auch die Kapelle des 
heil. Georg im Hotel der Invaliden, nach Vauloo's Skizzen, und bei 
der Krönung Ludwigs XVI. (1774) zu Bheiins ordnete er die De- 
korationen, woliei es nicht an scliuieichelhaften Allegorien gefehlt 
haben dürfte, denn man ertlicilte ihm den Titel eines Baumeisters 
des Herzens. Auch der Graf von Arteis ernannte ihn hierauf zu 
seinem ersten NIaler und bei der Alaadcmii: erhielt der Iiiinstler 
eine Lehrstelle. Dennoch folgte er 1791 dem ltufe Cathariiieiis 
nach St. Petersburg, wo er bis in sein 75. Jahr als Direktor der Alia- 
deniie wirkte. Jetzt wurde er in den Ruhestand versetzt, mit Bei- 
behaltung seines Gehaltes und seiner VVohiiung. Auch seine älte- 
ren Mitbürger in "Paris vergossen den Iiiinstler nicht. Sie ernann- 
ten ihn in seiner Abwesenheit zuni ersten Professor der neuen Spe- 
zialscliiilc. 
Von Doyen sieht man zwei Gemälde an der Deche des Georgen- 
saals im kaiserlichen Wiiiterpallaste und ein Deckengemälde in der 
Eremitage, nämlich eine Allegorie, wie die Tugenden die Jugend 
der russischen Nation der Nliiierira vorstellen. 
Charpcnticr hat nach ihm zwei Blätter gestochen: Die Anbetung 
der Dlagier, und Astianax, auf Ulysses Befehl aus Ilclttors Grub ge- 
waltsam hervorgezogeii. 
DÜYQT; dakÜb, S. Schiiiiiiiaclier-Doyer. 
Drilßke; Nütllilnilßl, Portrait- und Genrenialcr zu London um 
1750. Es wurde Einiges nach ihm gestochen. 
DFZIGgOP, JOSGPlI AUIIOH, Illistorienmaler von 'l'rier, bildete sich 
zu Dresden unter der Leitung des unglücklichen Kügelchen zum 
Iiiinstler, und lieferte schon in dieser Stadt einige schiitzbare Idil- 
dcr. Im Jahre 1820 brachte er seinen Evangelisten Matthäus, eine 
edle kräftige und ausdrucksvolle Figur, zurAusstelliing. hilanruhmte 
den grossartigen Faltcnwurf, den tiefen und feurigen Earlienton; 
der Engel aber entging dein 'l.'zidcl nicht.  1m Jahre 182.) finden 
wir den hoffnungsvollen jungen Iiiinstlei- in Rom mit seiner Aus- 
bildung besehiiftiget und mit Eifer der Vollkoinmßllllfllb entgegen- 
sti-ebeinl, allein schon 1355 setzte zu Rein der Tod seinem Streben 
ein Ziel. In Horn malte er eine heiligeCiicilin, eine höchst anzie- 
lieiide Gestalt, licblichiund doch voll Iiraft der liarbe, rein in der 
Zeichnung und gerliegen in der Behandlung, wie noch mehrere 
andere Bilder dieses zu friih geschiedenen Iiuiistlers. Diese C1191- 
 lia machte ihn 1823 riihnilichst bekannt und auch sein Schiilßl Wild 
seine Schiiferin fanden 1826 vollen Beifall.
        

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