Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1724188
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Dossi, 
Evangelista. 
Dossier, 
Blicke] . 
legt. Die Stellung der einzelnen Iiirchenviiter, denen noch Ber- 
nard von Siena beigesellt ist, ist nicht minder grossartig, als die 
Köpfe, Ilände, Gewänder vortrel-llicli sind. llirt sagt, dass man 
hier einen Garofolo in höherer Potenz sehe. Für nicht verwerflich 
hält I-Iirl: in derselben Sammlung auch die einzelnen Figuren der 
Gerechtigkeit und der Friedensgiittin. 
Auch in Dr- Waagenäs Verzcichniss der Gemäldesanimliing des k. 
Museums zu Berlin ist dem Dosso ein dem Dresdner Bilde ähnli- 
che;- Sn-eit der Iürchenlehrer beigelegt, nur fehlt der obere Theil 
mit der Maria m der IIei-rliehkeit. 
Die  k. Gallerie zu Wien hat zwei Bilder von Dosso: einen 
heil. Hieronymus, ähnlich jenem des Titian in der Eremitage zu 
Petersburg, und das Bildniss Alphons II. in Lebcnsgrösse. Das 
erstere ist mit Dossds Monogramm bezeichnet, das in einem D mit 
durchgesteclstem Knochen besteht. 
In der Eremitage zu St. Petersburg ist ein Bild mit Maria und 
St. Joseph, wie erstere neben dem Wiegenkorbe den Schleier von 
dem schlafenden Iiinde lüftet, um es der heiligen Katharina zu 
zeigen.  
Im Cehinet der Iiönigen zu Hamptoncourt m England ist eine 
kleine liebliche heil. Familie. Dieses ist das einzige Bild Dossds, 
dessen Passavant in seiner Reise durch England erwähnt. Ueber- 
haupt sind die Gemälde dieses Künstlers selten. 
Dosso wird in den Schriften über Kunst bald mit Rafael, bald 
mit Correggio verglichen, doch behält er noch mehr als diese vom 
alten Style bei, aber in der Erfindung und in den 'l'rachten ist er 
neu. Er ist originell und unabhängig und zu einer Meisterschaft 
 und einem Aufschwung der Gedanken gelangt, die ihn den vor- 
züglichsten Meistern an die Seite stellen. Seine Stellungen sind 
grandios, so wie Bewegung und Gewänder, edel und ausdrucks- 
voll die Köpfe. In der Färbung ist er kräftig, anmuthig dabei, und 
meisterhaft im Helldunkel. 
Dosso überlebte seinen Bruder Giov. Battista mehrere Jahre, 
doch weiss man nicht genau, wann der letztere starb. Barulialdi 
setzt sein Lebensende um 1545. Der erstere erreichte ein hohes 
Alter und bildete auch Schüler, deren Erzeugnisse das Gepräge ei- 
nes jenem des Meisters ähnlichen Styles tragen. Dieser ältere 
Dossi starb um 1560. Das Geburtsjahr wird verschieden angege- 
ben; nach Einigen war es 1479, nach Andern 1490. 
DOSSI, Evangelisten, ein Schüler der Dossi, der aber ausser dem 
Namen seiner Vorgänger nichts hat. Er war ein gemeiner Pinsel. 
D955! s Franz, ein Maler der venetianischen Schule, dessen Lebens- 
verhältnisse unbekannt sind. Man findet auf historischen Gemäl- 
den die Initialen F. D. und P. mit dem Jahre 1571, welche man 
mit Francesco Dossi pinxir erklärt. 
DOSSi, ThQm-asa Maler von Verona, der seine Kunst bei J. Mu- 
rari und S. Brentana erlernte. Er malte Altarbilder und Cabinets- 
stücke und starb 1730 im 52sten Jahr. 
DOSSlßr, Mlcllßl, Iiupferstceher, wurde 168.1 zu Paris geboren. Er 
, gehört zu den guten Künstlern seines Faches und seiner Zeit. In 
der Stechweise folgte er dem Drevet, und unter der nicht grussen 
Zahl seiner Blätter findet man Bildnisse und Historien. Wir er- 
wähnen:
        

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