Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1724015
Donner, 
Georg 
Raphael. 
Donner, 
Ignatz. 
447 
nier, unter dem Titel: "Künste durch Schrift in Verbindung mit 
Zeichnung versinnlicht." Es erschien bisher nur ein Blatt: "Die 
Musik." Er ist Inhaber einer lithographischen Anstalt. 
DOIIDCF, Georg Bäpllaßl, einer der vorziiglicbsten Bildhauer 
seiner Zeit, wurde im österreichischen Dorfe Esslingen im Mai-eh- 
felde 1695 geboren. Sein angebornes Kunsttalcnt wurde im Stifte 
Ileiligenkreuz geweckt und hier machte er unter Ginliani und 
Brenner auch seine ersten Schiilerarbeitcn, liess aber nach weni- 
gen Jahren schon die Meister zurück. Jetzt setzte er in der von 
Joseph I. erölfneten NIaler- und Bildhauerakademie unter dem 
Protektoi-ate des Grafen Ph. L. von Sinzendorf zuWien seine Stu- 
dien fort, arbeitete nach der Natur und nach der Antike und 
gründete in kurzer Zeit seinen Iluf. Allein. das Glück war ihm 
nie besonders günstig und das Schicksal hatte ihm nur Nahrungs- 
sorgen und Hindernisse aller Art bereitet, bis zu seinem iin Jahre 
1741 erfolgten Todestage. Erst nach seinem Tod erkannte man 
sein 'l'alent, aber es bleibt zu bedauern, dass der Kampf mit dem 
iiussern Leben auch auf seine Iiunst einwirkte: Seine_ Phantasie 
ward darnietlergedriickt und oft trat kalte Schuuhteriiheit an ihre 
Stelle. Ueberall aber zeigt sich in seinen Werken tietes Studium 
der Natur, Richtigkeit der Zeichnung, Sinn für Ebenmass und 
grosse technische Fertigkeit.    
Von Donner's Kunst zeugt die Iieiterstatue des heil. Martin im 
Dome zu Presburg und das Altarbasrelief mit dein Priinas Emme- 
rich Esterhazy daselbst; die Statue Iiarl VI. im Belvedere zu Wien; 
Andromeda von Perseus gerettet, aus weichem Metalle für den 
Rathhausbruniien auf liusten des Magistrates der österreichischen 
Kaiserstadt gefertiget, und die herrlichen Bilder an dem grosseil 
Brunnen des neuen Marktes, unter denen besonders die allegori- 
schen Gestalten der Flüsse Lob verdienen. In vielen Gärten und 
Höfen Wien's betinden sich Büsten und Statuen von seiner Hand, 
und in der k. k. Schatzkammer sind Basreliefs von ihm. 
Donner bildete auch Schüler, die ihm Ruhm erwarben, darunter 
seine beiden Brüder Mathias und Sebastiamdaiin Oeser,_ Rossier und 
die beiden Moll. 
Ticozzi nennt ihn Ralfaello Donnes und sagt, dass seine Werke 
„di eattivo gusto" seien. De Luca nennt ihn in seinem gelehrten 
Ocsterreich einen Tyroler. 
DOÜÜÜT; luathlass Bruder des obigen, lernte ebenfalls die Bild- 
hauerkunst, machte sich aber besonders als Medaillenr Ruhm. 
Er brachte die SLeiiipelsclineidekunst auch wirklich zu einer bedeu- 
tenden Vollkominenheit. Desswegen ernannte ihn der Iiaiser zum 
Hufinedailleur und zum Professor an der Akademie, um die er 
sich später als liector besonders verdient machte.  
Dieser Iiiinstler lebte noch 1765. Seine Medaillen sind mit D 
oder mit M. D. bezeichnet. Er arbeitete für mehrere Fürsten. 
Neben andern ist von ihm die Schaumiinze auf Karl Albert von 
' Bayern, mit dem Jahre 1727; vor allen aber hat er die Ziige der 
grossen Maria Theresia auf die niannigfaltigste Weise in Münzen 
verewiget. 
 Sein Bruder Sebastian war ein talentvoller Bildhauer. Von ihm 
sind die bleiei-nen Statuen an den Brunnen zu Wien. Das Tyra- 
ler-Iiunstler-Lexicon sagt, dass er von Innsbruck gewesen sei. 
DOIIIICF, llgnatz, lliledailleur zu Wien und erster Gravenr im _li. 
Mü-nzaiiite. Ei: schnitt Münzsteinpel und fertigte auch Schaumbu-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.