Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1723814
Frio dr. 
Duell, 
Wilh. 
Engen. 
Docll, 
Johann 
Veit. 
427 
markt nach P. de Laar. Er stach auch ein Blatt nach C. de Witte 
und eine Dorfpliinderung nach Teniers jun. 
Mit Friese lieferte er die Blätter zu Blair's und Nowak Jgllül 
Beschreibung des St. Veitsdomes. 
Auch im Stahlstiche hat er sich versucht. In dieses Metall stach 
er 1829 eine Ansicht von Neapel nach Goldsteln.  
Er stach auch an den Neujahrskarten in Bildern aus der Bibel, 
Legende und böhmischen Vaterlandsgeschichte, nach Fuhrielfs 
Zeichnung; Stahlstiche. 
DOCH, Friedrich Vvllllßlm Engen, Hofbildhauer und Profes- 
sor der bildenden Iiiinste zu Gotha, wurde 1750 zu Hildhurghau- 
sen geboren. Unterstützt von seinem Pathen, dem Prinzen Fried- 
rich Wilhelm von SachsenJlildburghausen, lernte er fünf Jahre 
bei dem Bildhauer Ney, bis'er 1770 nach Gotha kam, wo er an 
dem Hcrzoge Ernst einen Gönner fand, der ihn nach Paris schickte 
und Gelegenheit verschaffte , hierauf in Rom seine Bildung verfol- 
gen zu können. Doell hielt sich hier achtJahre auf, studierte mit 
allem Fleisse nach der Antike und verfertigte mehrere Werke, die 
in Büsten und Basrelieis bestehen. Er führte auch für den General 
TE-chernitschef eine lebensgrosse Statue in Marmor aus, Welche un- 
ter dem Bilde [der Minerva mit Spies und Oelzweig in den Hän- 
den die liaiserin Catharina II. vorstellt. 
Hierauf arbeitete er für den General Schuwalow eine Marmor- 
Gruppe, welche wieder die Iiaiserin zeigt, wie ein Mädchen- vor 
ihr auf dem Altare bpfert. Diese beiden Stücke kamen in den 
Besitz Catharinens. Zu Bern ist in der Rotonda das Grabmal 
Winckelmanifs von seiner Hand. In dieser Stadt fertigte er auch 
die Büste des Rafael Mengs und jene der Sappho, laeide aus car- 
rarischcm Marmor und nach seiner Rückkehr in Gotha beschäf- 
tigte ihn der Herzog. Dieser besass aus früherer Zeit schon ein 
Basrelief" von seiner Hand und jetzt erhielt er die Büste Winckel- 
mann's und einen Bacchusltopf. 
Im Gartenhause des Prinzen August zu Gotha führte er die neun 
Musen in Basrelief über Lebensgrösse aus und für den Fürsten An- 
halt-Dessau anodellirte er ein Basrelief, worauf Gustav Adolph 
von Schweden zu Pferde vorgestellt ist, wie ihn der Sieg krönt; 
auch die Büste der Fürstin fertigte er zweimal. Für Rost m Leip- 
zig modellirte er die lebensgrossen Figuren der Minerva, einer 
lNIuse und der Hygea, wie auch die ,Portraite Zollikofer's, Weis- 
se's und Plattners Auch fertigte er viele Grabmonumente mit den 
Büsten der Verstorbenen und darunter sind jene der Gräfin von 
Einsiedel zu Dresden, des Herzogs Iiarl von Meiniixgen, der ge- 
heimen llathsgattiti von Baehoif zu Altenburg, des Kanzlers Stud- 
nitz in Gotha, des Obcrhufpredigers Bause daselbst, der Oberhof- 
nxeisterin von Buehwaltl u. s. w. 
Von seiner Hand ist auch das Denkmal Lessings auf der Biblio- 
thek zu Wolfcnbüttel; die Gruppe der drei theologischen Tugen- 
den iu der Ilauptlsirche zu Lüneburg, Iieppleids Denkmal zu 
Iiegenslunrg; und die Basreliefs der lieitbahn zu Dessau- 
Doell wurde 1786 Professur der bildenden Künste. Früher schon 
nahm ihn die Akademie zu Berlin als Ehrenmitglied auf und 1731 
nberärug ihm der Herzog schon die Aufsicht über die in seinem 
Lande in den Landhäusern und Lustgiirten befindlichen Kunst- 
werke. Er starli 1810 zu Gotha. 
Duell, Johann VClt, vorzüglicher Medailleur zu Suhl im Henne- 
bergischen, wo er 1750 geb. wurde. Er lernte anfangs das Büch- 
senschifteix und verdankte seine Iienntniss im Gravircn nur sich
        

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