Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1723784
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Dobson , 
William. 
Dodd, 
Robert. 
Dobson nahm die Natur und die Arbeiten van Dyclfs zum Mu- 
ster. Er malte zahlreiche Portraite und auch Historien, in de- 
nen allen ungemeine Wahrheit und Treue herrscht. 
Zu Walpolzfs Zeiten besayss Graf Arundel in Surrey eine reiche 
Composition, welche die Geschichte der Ehebrecherin vorstellt. 
Die Köpfe sind Portraite, darunter auch das des Dichters Cowley. 
"Der enthauptete Johannes in Walten soll das Portrait des Prinzen 
Robert vorstellen. Zu Blenheim ist eine interessante Familien- 
scenc, deren Hauptfigur nachEinigen der Architekt Francis Car- 
ter, nach Andern der Astrolog Lilly seyu soll. Diese Figur wird 
vßu Walpole wegen der bewunderungswviirdigen VVahrheit der 
Natur gerühmt. Eben diesen Vorzug besitzt ein anderes Familien- 
ntiick in Devonshire-House mit den Bildnissen des Sir Thomas 
Brown und seiner Familie. Walpole riihmt auch das Portrait des 
Henry Mordaunt, Grafen von Peterhorough mit einem Pagen, der 
sein Pferd am Zaume hält und einem Engel, der ihm den Helm 
überreicht, in der Sammlung zu Drayton. Sehr 53111311 ist auch 
das Bildniss des Sir Wm. Compton in Lehensgrösse und das Pur- 
trait des Marquis von Monrose galt lange fur ein Werk van Dyclfs. 
In En land sind viele schöne Bildnisse von Dobsoxfs Hand, deren 
"Vvalptiile und Fiorillo V. 567 H". erwähnen. Passavant (Iiunstreise 
S. 58) sah in der Bridgeivater Gallery das Portrait Carl I. und des 
Poeten Clcvcland. Im Northumberlantlhouse war ein Bild mit Sir 
Charles Cotteret und Sir Balthasar Gerbier, die den Iiiinstler um- 
armen. Dobsuifs eigenes Bildniss ist auch in der Sammlung des 
Lord Buckingham zu Stowe und in Osterley-parlr. 
Die Portraite dieses Künstlers haben etwas sehr Charakterisches, 
auch sind sie tüchtig in Zeichnung und Farbe. Auch wusste er 
die individuellen Grundzüge mit idealer Grazie und Anmuth 
darzustellen, und dadurch wurde er vorzüglich lJeiDmuen beliebt, 
wie Fiorillo sagt, weil er sie verschönerte, ohne ihre Aehnlichlieit 
anfzuopfern. Dabei war sein Pinsel hiihn und kräftig. Es ist nur 
zu bedauern, dass er sich in Folge seines ausschweifenden Isebcns 
und eines daraus erfolgten lriihenToales den Titel eines brittischen 
'1'1nt0retto nicht ganz verdienen konnte. 
DÜbSQÜ; Vvlulam, ein Portraitmaler um 1760, dessen im Cabinet 
Paignuu Dijonval erwähnt wird, bei Gelegenheit eines Purtraites 
des Vaters von "W. Dobson, gestochen von V. Green. 
DOCCUO, Beiname von C. Gherardo. 
DOCklßr, Dan1el Sigmund, Medailleur zu Nürnberg, dessen in 
der Sammlung berühmter lVIedailleure erwähnt wird. Einige seiner 
Werke tragen die Initialen D. S. D. 
DOÖÖ, RObGTE, ein grosser englischer Künstler, widmete sich an- 
fangs der Landschaftsmalerei, in der Felge aber der Darstellung 
von Seestiirzuen und Seegefechten, worin er es zu einer ausseror- 
deutlichen Volllaummcxiheit gebracht "hat. Er lieferte schon 1771 
als 25-jähriger Jüngling schätzbare Sijlßlie, doch (llO späteren über- 
trafen diese weit. Hieher gehören vier grosse Seestiicke, welche 
den Sturm vorstellen, wodurch die Flotte von Jamaika nebst ihrer 
Convoi, den Iiriegsschiflen Ville de Paris, Glorieux und Centaure 
1782 zu Grunde gingen. Man kann nach Fiorillo V. 711 nichts 
Sßhauderhafteres als diese Blätter sehen, die Dodd nach Bemer- 
kungen der Lady Juliana, die auf dem Schiffe war, gezeichnet und 
gemalt hatte. John Ilarris hat diese Bilder in Iiixpter gestochen. 
Zwei andere Gemälde, die Dodd ebenfalls um 1785 verfertigct hat,
        

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