Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1723739
Hiacynth. 
Disegnß , 
Distclli , 
Blartin. 
419 
sich aber in der Folge nicht ausschliesslieh an dessen Manier. Er 
war nach Lanzi ll. 446, einer der wahrsten, stlirhsten, saftigstexi 
Coluristen seiner Zeit, ein getreuer Nachahmer der Natur, aber 
zum Ideal konnte er sich nicht erheben. ln lYlailaxld sind ver- 
schiedene Bilder von ihm, besonders in S. Carlo eine sehr kunst- 
reiche Vorstellung des Fegefeuers. Vieles ist in Lugano und in 
dessen Gebiet. In Cmno hält man nach Lanzi's Versicherung das 
Gemälde mit der heil. "fheresia, in ihrerliirche für eines der besten 
Bilder der Stadt. In der Gallerie zu Mailand ist ein sehr schönes 
Bild mit der Anbetung der Könige. 
 Diseepuli starb 16430 im Tosten Jahre. "l 
P. Ghitti stach nach ihm die Madonna mit dem Iiinde und St. 
Joseph. l 
Disegnß, Hlacynth; Maler zu Bologna, genanntSilwoga, ein Schii- 
ler Gnidrfs. Dieses Künstlers und eines Angele Disegna erwähnt 
Malvasia. Der erstere diente dem Meister zum Modelle, wenn er 
trauernde Weiber- oder Iiapuzinerköpfe malte; letzterer lebte 
11111 1577 und dieser ist vielleicht Hiacyntlfs Vater. Ein Stuccatu- 
rer Anton Disegna, war L. Vaecards Schüler. Dieser arbeitete mit 
Beifall zu Neapel.  
DlShOCLÄB, Jilk0b Will, Medailleur, von welchem man eine Denk- 
miinze auf den Frieden von Nimwegen 1673 hat, die bei 31201 
(hiit. mötallique 11.509) abgebildet ist. Bei liöhler VIII. 3115 lin- 
det man von ihm das Brustbild des" berüchtigten Balthasar Becher, 
und in der Numism. hishxp. 251 ist die 1702 gefertigte Scheu- 
miinze auf Melchior von Hazfeld genannt.  
Dist. s. Diest. 
Distellmrth, Frlßdrlcll, königlicher Hofbildhauer zu Stuttgart 
und Professur an der Kunstschule, wurde um 1780geburen. Schnn 
von Jugend an sich zur Iiunst gezugen fiihlcnd, wählte er dieselbe 
zum Berufe seines Lebens. Sein Lehrer war der berühmte Dann- 
cchcr und Distelbarth einer der vorziiglichsten Schüler dieses Mei- 
sters. Er iiihrte mehrere schöne VVerlie aus, unter denen die lie- 
liefs der beiden Frontons des königlichen Landhauses ltosenstcin 
hei Stuttgart die umlhngreichstcn sind. 
Die Zeichnung zu diesen Bildwerken fertigte Professur Dietrich 
und in der Ausführung in Stein bewies Distelhnrth sich als tüchti- 
gen Meister. Die Darstellungen sind aus der griechischen Nlythe 
von Helius und Artemis Selene genommen. S. Dietrich. 
DlStClblUHL S. C. van Voglar. 
DiStBli , lldäfllln ; Zeichner und Maler, geb. zu Olten im Cnntun 
Solothuril 1802, ein seltenes Talent für die Carrilzaturmalerei. 
Zum Staatsdienste bestimmt widmete er sich in Luzern den Stu-_ 
dien, {und sich aber stets mit besonderer Vorliebe zur Iiuust ge- 
zogen. Er fertigte Umrisse und Zeichnungen und hatte sich durch 
eine Carricatur, die sich auf luzerner Verhältnisse bezog, schon 
einigen Ruf ervvorfen, als er die Universitat Jena bezog. Hier fand 
er in einem xuuntern Leben die vielfältigste Nahrung undAufmun- 
terung und so ging ilichts Bedeutendes im Studentenleben oder in 
der Politik vor, ohne von irgend einem genialen Einfall des i'm" 
gen Künstlers begleitet und in seinem Iireise hewundert zu wer- 
den. Der Congress von Verona und der spanische Feldzug waren 
die bedeutendsten. Auf diese Weise hzun ihm ulliniihlig sein Be- 
ruf immer mehr zum ßesvusstscyn.
        

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