Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1723701
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Dioscurides. 
Diotisalvi 
oder 
Dioti 
Salvi. 
den Bart wachsen liess. Dieses ist der Stein des Hauses Massini- 
Auch den Mhcenas scheint er und sein Zeitgenosse Solon mehr 
als einmal abgebildet zu haben. Visconti (Iconographie rom. IL 
290) behauptet, dass die kahlen Köpfe eines Alten, mit dem NT 
men dieser beiden Künstler, die Ziige des Miicenas darstellen. 
Staatsrath Iiöhler hat über Dioscurides und Solon eine AbhilnlL 
lung geschrieben. 
DiOSCIJTIClCS, ein Mosaicist von Samos, von welchem man um (U9 
Mitte des vorigen Jahrhunderts unter den 'l"riiinmern PompejTs zwei 
schöne Gexnälde ihnd. Das eine stellt drei weibliche Figuren vor, 
welche cunnsche Masken vor dem Gesichte haben und auf Instrll" 
menten splqlßll, nebst einem Iiinde; das zweite zeigt ebenfalls drei 
weibliche Figuren mit komischen Larven vor dem Geeichte, nebst 
einem Iixlaben ohne Larve. Die ausführlichere Beschreibung 5- 
Vifinclaelmannk Werke von H. Meyer VI. 296. Das erstere; im 
Museo borbon. IV.  stellt nach U. Müller Arch. S. 686 neue 
Auflage, tanzende (Chinesen ähnliche) Gulli vor, kleine Cymbalen 
und 'I'ympanen schlagend. Die Inschrift dieser Werke nennt den 
Künstler AIOZHOTPIAHZ EAIPIIOZ. 
DiOtlSalVl oder DletlSalvl, Miniaturmaler zu Siena, ein Zeitge- 
nosse Duccixfs. Seiner fand Ilumohr ltahForsch. II. 25.  
im Archive der Stadt wegen der Bemalung der Bücher des Häm- 
merlings erwähnt, in Zahlungen von 1259. 67. 69. Eines dieser 
Gemälde auf einer hölzernen Tafel befindet sich in der Gallerie 
der sienesischen Kunstakademie. Es stellt, wie aus der Beischrift 
zu ersehen, das Bildniss des derzeitigen Iiiimxnerlings Ranerio di 
Lionardo Pagliaresi vor, dessen Iiopt" schon einige Bildnissähnlicli- 
keit zeigt und in Ansehung der Zeit für lebendig und ausdrucks- 
voll gelten (larf. Das Gewand ist nur durch Umrisse und leichte 
Schraffirungen angedeutet. Im Jahre 1291 sollte er an der Wie- 
derhcrherstellung des Frauenbildes im ölfentlichen Pallaste Theil 
nehmen. 
In der akademischen Sammlung wird ihm noch eine Madonna 
mit dem Rinde und vier Evangelisten zugeschrieben. Dieses Bild 
ist im trockensten byzantinischen Styl ausgeführt und nicht mit 
Ducciois Arbeiten zu vergleichen. In Agli Servi della Madonna 
zu Siena ist ein altes Madonnenliild von 1281, das ihm ange- 
höret. 
DiOtISiT-IVI Üder Dlolll Sal-Vl; Architekt des 12ten Jahrhunderts, 
einer der wenigen lYIiinner, welche zur Wiederbelebung der Kunst 
beitragen. Die Geschichteisehwveigt von seinem Geburtsorte; Va- 
sari kannte ihn nicht, oder iiberging ihn freiwillig, nur Tirabos- 
chi zog ihn aus seinem Dunkel. Der Verfasser der Lettere Sanese 
glaubt, dass Dioti Salvi aus der pisanischen Familie Petroni stamme 
und dass er um die Mitte des 12ten Jahrhunderts das Battisterio 
zu Pisa gebaut habe, eines der schönsten Werke jenes und der 
folgenden Jahrhunderte. Seiner erwähnt auch IMorona in derPisa 
illustrata. Buschettrfs stolze Cathedrale war es, die auf die Wie- 
derherstelltxng des guten Geschmackes einen wohlthätigen Einfluss 
übte, und welche die Pisaner zum Bau der Täuiltirche bestimmte, 
wozu 1152 oder 1153 der Grundstein gelegt wurde, wie folgende 
Inschrift an einem Pfeiler besagt: 
M. G. L. MENSE AUG. FUNDATA FUIT HAEC ECCLESIA- 
Auf dem entgegengesetzten Pfeiler steht die Inschrift: 
DIOTI SALVI MAGISTEH HUJVS OPERIS.
        

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