Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1723689
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Dionysius. 
Dioscnrides. 
Pulygnofs ausdrucksvolle und zierliche Zeichnung, aber nicht des" 
gen Großartigkeit und Freiheit erreicht habe. Den Pausen nelllll 
Aristoteles bei dieser Gelegenheit gemein. 
"In einem Fragmente tles Simonides (Anthol. Palat. IX. 758) wird 
von ihm gesagt, {lass er mit Cinmn von Cleonne den Flügel eine-i 
Clkunpels gemalt hahe, und so müsste denn auch Cimon ein Zelt" 
gOIIOSSE (los Polyvnot seyn, wogegen aber seine höhere Iiunstfer- 
tiglaeit streitetJ leleyer (Gechichte der H. 196) setzt den Diunysilli 
in die Zeit Alexander's des Grossen, allein seine Gründe ruhen mit 
keiner äicliern Basis. Zur Zeit jenes Eroberers war die lIillIlASt ill 
ihrer Blüthe, welche dem Diunysins zu brechen xiicht vcrgiimll- 
war.  
Dlonyslus! Cm Maler, der zu Rom in derzeit Ciisafs, in der Nach- 
bluthe der Malerei lebte. Er malte nur Portraite und daher er- 
 hielt er den Beinamen Avöpwzroyfiagooi. Zu seiner Zeit lebte auch 
der Bildnissmaler Lala von Cyzicos. Uebcrhaupt war zujener Zeit 
in Rom die Portraitmalerei beliebt. 
Dionysodorus, s. Dionysidorus.  
D.l0ph2lIl6S, wird von B. Rochette (lettre a M. le duc de Lllynesl 
unter die Stempelschxieider Grossgriechenlands gezählt. 
DIOSCUPIdBS, gewöhnlich Dioscurides genannt und geschrieben, ein 
berühmter Edelsteinschneider, der unter Augustus zu Rom lcbtc 
und den Plinius unter den griissten Meistern dieses Faches nennt. 
Wir können noch jetzt aus einer beträchtlichen Anzahl von ihm 
geschnittener Steine seine Iiunst ermessen. Man nennt von ihm 
1-3 Gemmen, die mit seinem Namen: AIOZIiOTZlIAOT bezeich- 
 net sind. Es ist daher die Lesart Dioscurides nicht die richtige. 
Der Name des Künstlers, der hier in den Steinen eingegraben ist, 
 entscheidet, jedoch nicht die Originalität derselben und es dürften 
nicht alle von" ihm herrühren. Seine VVerhc sind von höchster 
Schönheit, die Köpfe voll Ausdruck und Leben athmend. Einige 
 sind in Bracci Monumenta de antiquis scalptoribus II. tav. 62' (T. 
abgebildet und auch bei Stosch Pierres'grav- sind solche in Ku- 
pfer gestochen.   
In der Sammlung lVlassimi zu Rom ist ein Amethyst mit dem 
K033i? des Augustus und dem Namen des Künstlers, ein schöner 
Stein, dessen Aechtheit aber doch nicht bestiittiget ist. Abgebildet 
im Tresor deNumismatique etGlyptiqne etc. Iconographie des Ein 
pereurs rummns.    
In der Sammlung des Prinzen von Piombino ist das Bildniss An- 
gustus auf einem Sardonix von 2 Lagen, aber fragmentirt. Diese 
 schöne Gemme, die für ein ächtes Werk des Dioscurirles gehalten 
wird, hesass im verwichenen Jahrhundert der Cardinal Buoneom- 
Pagni , dessen ganze Sammlungen in den Besitz des Prinzen von 
Piombiilo kam. Der Cardinal fand den Camco in der Werkstätte 
eines Edelsteinschneiders, der ihn wegen der Schönheit des StoFfes 
vernichtete, und dessen Gegenstand auPs Neue en Caniee darstellen 
wollte. Der Cardinal rettete dieses köstliche Stück vom Unter- 
gange, aber leider ist die Hälfte des Kopfes zerstört. Dieses Sull 
das einzige Portrait en camee seyn, welches Dioseurides fertigte; 
vier andere Bildnisse des Augustus, des Mäcenas und Julius Cä- 
sars sind Intaglios; Eines solchen vortrefflichen Bildnisses bediente 
sich Augustus als Siegel und auch seine Nachfolger gebrauchten 
es zu diesem Zwecke. Der erwähnte Cameo ist im Tresor de Nu-
        

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