Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1723665
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Dioäorus. 
Diognetxls. 
Dlüdüruss ßill berühmter alter Goldschmied, der in getriebcxier Ar" 
beit sehr geschickt war. Plato (Antholog. Planud. IV. 12. 2.18) 91'" 
wähnt von ihm eines silbernen Satyrng. 
Ein Maler dieses Namens malte den Menodotns, aber so schlecht, 
dass er verlacht wurde. (Antholog. Gr. Palat. XI. 215 und Sillig 
Cat. art.) 
DlOdOtuS, ein Bildhauer, dem von Einigen-die Nemesis Rhnmnnsiä 
 des Agoracritus zugeschrieben wird. 
Ein Bildhauer von Nicometlia, der Sohn (lesßoetlius, fertigte wil 
seinem Bruder Menodotus einen Hcrkules. Sillig Cat. artif: 
DlOgGIlCS, ein nicht unriihmlicher Maler, der am Hufe des Deme- 
trius Püliüßrßlßä 1111191- 98 lebte. Plinius erwähnt eines Bilclhauerä 
dieses Namens, der um 50 A. C. von Athen nach Rom kam, 
Er verzierte hier das Panthcon des Agrippa und fertigte neben 
andern die Caryatiden, die aber wegen der Höhe derStcllung nicht 
nach ihrer Kunst gewürdigt werden konnten. 
Dlügg, FellX Mafia, ein trefflicher Portraitmalcr von Ursern im 
Canton Uri, ein Iiiinstler, der seinem glühenden und selbst kriil? 
tigen Genius alles zu verdanken hatte. Er fing schon im Sieben- 
ten Jahre an, Crncilixe und Ileilige zu schnitzen, Bilderchen in 
katholischen Iiirchen zu zeichnen und selbst Felsen und Biiumv 
mit Iiothstein zu cupircn. Später bemalte er Glasscheiben. die in 
jener Gegend ihre Liebhaber landen, und endlich fand der Bauern- 
knabe an dem Abtc des lilosters Disentis einen Gönner, der ihn der 
Malerschule zu Besancon empfahl, wo damals Würsch die Leitung 
hatte. Hier wählte er das Portraitfach als Hauptstudium und hatte 
es hierin in vier Jahren bereits zu der Höhe seines Meisters ge- 
bracht. Er besuchte nun Rom, um durch Betrachtung der classi- 
sehen Meisterwerke seine Kunst weiterzu fördern, verzweifelte aber 
anfangs bei dem Anblicke jener Iiunstperlen an seiner eigenen 
Kraft, die er zuletzt durch zu grosse Anstrengung auch last er- 
schöpfte. 
Das Heimweh zog ihn jezt ins Vaterland zurück, reich ausge- 
 stattet als Künstler, der geschicktesten einer seiner Landsleute. 
Zuerst kam er nach Rapperschwil, wo man ihm das Bürger-recht 
ertheilte, von da nach Zürich und zuletzt nach Bern, wo cr noch 
um 1312 seine Kunst übte. 
Diogg fertigte eine bedeutende Anzahl Bildnisse , wie jenes des 
Doctors H. K. Hirzel zu Ziirich zweimal, in verschiedenen": Ge- 
miithszustande; jenes von Sinner zu Aarbcrg; des CGIIOUlCIIS Nii- 
scheler zu Zürich; vorzüglich aber rühmte man diejenigen der bei- 
den Söhne des 1798 ermordeten Generals von Erlach, so wie nicht 
minder die meisterhafte Abbildung des sogenannten Hirzcnbcnzens 
Eschbacher, eines berühmten Jägers. 
Aus Dioggk Bildern spricht reine, ilngeschmiiclate WVahx-heit in 
Form und Farbe, getreue Auffassung des individucllcil Characters 
und eine kräftige lebenswarxne Farbe. Matthisson nennt ihn den 
{Vlaler des lieblich verschmolzenen und des markig kraftvollen Co- 
urits. 
Im Jahr 1792 erschien zu Zürich eine Schrift: Ueber Diogg den 
Maler, ein Zögling der Natur, von H. H. Hirzcl. 
Dlügnelllß, ein Architekt oder vielmehr Mcchanikus, der den Rho- 
rlicrn Während der Belagerung des Demetrius Poliorcctes heistand- 
S. Callias.
        

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