Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1723603
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Dillenius , 
Dillis , 
G eorg 
VOII. 
seinen l-lortus Elhaimensis, der 1752 zu London in 2 Foliobl-indell 
erschien. 
Dillenius, Dr. , ein Iiunstliebhaber zu Mainz, der schöne Blumen- 
stücke malt. 
Dllllngef, Lutlwlg, ein Kupferstecher, von welchem Heineclae i'll 
Aussichten von Tübingen erwähnt.  
DllllS, GBOTg 1'071 , künigl. bayerischer Centralgallerie-Direktor 
zu München, wurde 1759 zu Giebing imLantlgeric-hte XVasserhurg 
geboren. Sein Vater, Wolfgang Dillis, Revierförster, hatte eine zahl- 
reiche Familie und daher hielt er es für eine hohe Gnade, alS 
Churfiirst Maximilian III. seinen Sohn Georg in München erzie- 
hen liess; er hatte aber bald die Betriibniss den Tod seines gW 
liebten Fürsten zu vernehmen. Der Jüngling stand jetzt auf stei- 
ncr wissenschaftlichen Bahn in Ingolstadt hiilflos da, und kehrte 
nach München zurück, um deE unter dem Vice -Direktor Dorncr 
schon früher begonnenen Zeic nungs-Unterricht Ioruiusetzen und 
zugleich die von seinem churfürstlichen NVohlthäter gestiftete hier 
leriakatlrmie zu besuchen. Dillis verschaffte sich durch Zeich- 
nungs-Lelstionen Unterhalt, bis er mit dem jungen Grafen 
Carl von Preysing, dem Sohne Maximilians und dem Staatskanz- 
ler von Vacchiery die Schweiz und die llheingcgeutleu bereiste- 
Zu dieser Zeit zeichnete er in Strassburg das Bihlniss des zivei- 
jährigen PrinzenLudwig, des nachherigen ltunstsinnigen Königs von 
Bayern, und brachte das Portrait auch in Kupfer. 
Im Jahre 1790 wurde Dillis als Gallerie-Inspel-stor zu München 
angestelltund in dieser Eigenschaft besuchte er zu seiner Ausbil- 
dung die Kunstsammlungen in Dresden, Praä und Wien und spä- 
ter fand" er auch Gelegenheit den Gilbert El iot als Gcsellschaftel" 
auf einer lieise nach Italien zu begleiten, die er nach Erhebung 
seines Gönners zum Vice-König in Corfu auf dessen Iiosten allein 
fortsetzte. Jetzt sah er auch Rum, das längst ersehnte Ziel seines 
Strebens, aber leider trübten damals kriegerische Unruhen die Lage 
des teutschen "Vaterlandes. In die Heimath zurückgelaehrt, erhielt 
er 1790 den Auftrag mit den liunstschiitzen nach Linz zu llüchten, 
die er nach neun Monaten wieder nach München znrücltbrachtcä 
allein unter Maximilian Joseph von Zweibriichen mussten sie wie- 
der neuerdings naeh Ansbach in Sicherheit gebracht werden. 
Im Jahre 1805 besuchte er, gebeugt durch den Tod seines Va- 
ters, mit seinem Bruder Cantius wieder Italien und im nächsten 
Jahre hatte er das Glück im Central-Nluseun: zu Paris die vorzüg- 
lichsten Iiunstschiitze Europsfs zu schauen und zu studieren. Ef 
genoss damals die hohe Gimde den Kronprinzen Ludwig bei dem 
Besuche der Kunstwerke zu begleiten, und später war er im Ge- 
folge desselben auf der Reise durch die Schweiz, das südliche 
Frankreich und nach Spanien, wo er überall für das Portfeuille sei- 
nes Fürsten Zeichnungen fertigte. 
Im Jahre 1803 erwarb er auf Befehl des Königs in Italien durch 
Ankauf einige Kunstwerke und zu eben dieser Zeit kam durch 
ihn auch das wdelbespruehene Bildlliss ilafaefs aus dem Pallastc 
Altuviti nach München. In demselben Jahre belohnte ihn auch 
der Iiiinig mit dem Ritterkreuz des Civilverdienstordens und drei 
Jahre darauf besorgte Georg vnu Üillis zius Auftrag Sr. k. Hoheit 
des Kronprinzen Ludwig den Ankauf der Scullvturen "aus dem Pul- 
lastr Bevilaquci zu Verona, die jetzt in der Glyptothelt zu Mün- 
chen atulgestellt sind. Im folgenden Jahre wurde er nach Rum gt?
        

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