Volltext: Cleomenes - Dumesnil (Bd. 3)

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Diaz 
Dies, 
oder 
Nhnuel. 
Dickinson , 
WVilliam. 
malte er für die_lVIisericorc1ia die berühmte Ausgiessung des heil. 
Geistes, die Guarxenti 1754 Tßsmürirte. 
Diaz malte mit zartem Pilßßl, besnss die Gabe den Ausdruck 50T 
Leidenschaften auf bewunderunässvürdige Weise zu tässen und auch 
seine Zeichnung ist correkt. er Tod ereilte ihn 1571 zu Ll5' 
sabon.  
I Ä 
Dlaz Oder D135: Manllel; Historienmaler, genannt o Romano, 
wurde zu St. Sebastian in Brasilien geboren. Mit grossem Talente 
begabt kam er im letztenDecennium des vorigen Jahrhunderts nach 
Rom, um sich in der portugiesischen Akademie zum Künstler zu 
bilden, wo Antonio Cavallucci ihn nicht unter die letzten seiner 
Schüler zählte. Später ging er nach Portugal und hierauf nach 
Brasilien, wo er zu Rio-Janeiro Professur der Zeichenkunst und 
 Malerei wurde, eine Stelle, die er lange Zeit, und noch 1827 be- 
kleidete. In dieser-Stadt bewahrt die k. Gallerie auch seine schön- 
sten Gemälde und auch in verschiedenen Pallästen übte er seine 
Kunst; denn Diaz ist ebenfalls ein vorzüglicher Dekorationsmaler. 
Ob er sich noch am Leben befinde, konnten wir nicht erfahren. 
Dlbutades, ein Töpfer von Sicyon, der zu Corinth lebte, doch 
weiss man nicht zu welcher Zeit. Durch ihn verbreitete sich von 
Corinth aus die Erfindung erhobener Arbeit in Thon, wie denn 
überhaupt Coriuth von frühester Zeit an die Mutter wichtiger Er- 
findungen im Gebiete der Iiunst gewesen. 
Seine Tochter Corinthia zeichnete den Schatten ihres Abschied 
nehmenden Geliebten an die Wand, wornach der Vater von Thon 
ein Bild geformt und es mit andern gebrannt haben soll. Diese 
Kunstwerke waren aus rother Erde gefertiget oder gefärbt, ein Ge- 
brauch, der nachher beibehalten wurde. 
Dichtel, Martin, Maler und Iiupfersteeher in Schwarzkunst, der 
zu Nürnberg arbeitete. Er scheint Genrebilcler gemalt zu haben . 
denn der WVinlsleiJsche Catolog führt ein schönes Nachtstück an, 
welches von diesem liünstler gestochen wurde. Es stellt eine Frau 
mit der Kerze in der einen und mit Trauben in der andern Hand 
vor. Er selbst hat sein eigne-s Bildniss in kleinen": Formate ge- 
stachen. 
Dieses Künstlers erwähnt Heineelae und Fiissly, ohne seine Le- 
benszeit zu hestimmen. Brulliot glaubt, dass er zu Axitang des 
ißten Jahrhunderts gelebt habe, was er aus seinen Werken schliesst. 
Diese sind mit einem Monogramme bezeichnet und auf dem be- 
zeichneten Nachtstiick liest man: M. Dichtl pinx. et fec. 
Dlßk; Davldp Historien- und Landschaftsmaler von Bern, der. im 
vorigen Jahrhunderte lebte. Er besass viel technische Fertigkeit, 
aber wenig Erfindungsgabe, daher er sich häufiger Plagiate schul- 
dig machte. Indessen lieferte er doch mehrere Werke, die in Zeich- 
nung und Farbe alles Lob verdienen. 
DiCRlIISOII, William, Zeichner und Stecher in Schwarzkunst und 
in Punktirmanier, ein zu seiner Zeit berühmter Künstler zu Lon- 
don, der um 1746 geboren wurde, und gegen das Ende seines 
Jahrhunderts starb. Diclsinson verdient alle Achtung der Iiunst- 
liebhaber und es werden seine Werke auch noch gesucht, nur sind 
mehrere in guten Abdriickcn selten. Er stach eine bedeutende An- 
zahl von Pdrtraiten, nach J. Reynolds, alle in grossezn Formate, 
wie Georg III. von England; Mr. Barwell und sein Sohn; J.-
	        
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