Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1723350
Dinnti , 
Giov. 
Francesco. 
Diaz 
Dies 
Gaspard. 
381 
Dianti, Giov. Franccsco, Maler, wurde um 150Ö in Ferrara ge- 
boren. Er war B. Garofolo's Schiller, in dessen G-eschmacke er 
auch gewöhnlich arbeitete, und zwar vieles in Fresco; jedoch weiss 
man jetzt kein VVerlt dieser Art mehr mit Sicherheit von ihm an- 
zugeben. In der Kirche della Wladonniila zuFerrara ist eine werth- 
volle Tafel neben seinem Grabmale, unter welcher man liest, dass 
er 1576 gestorben sei. :   
Diaz, JElkOl) Vülßntln, Ilistorienmaler und Architekt zu Vallado- 
lid, wo er fiir die Kirche des heil. Benno und für das Franciska- 
nerkloster mehrere Werke von Bedeutung fertigte. Sein berühm- 
tnstes Gemälde aber ist die Perspektive, welches er im Hause der 
Misericordia zu Valladolid ausfiihrte. Er bediente sich nur einer 
Farbe und wusste doch die grösste Täuschung hervorzubringen. 
Er starb 1660. 
Diaz, FFQUCCSCQ, Genremaler, einer der ersten Schüler derAl-tade- 
mie St. Fernando zu iVIadritl. Diese bewahrt von ihrn die Entfüh- 
rung der Dejanira, womit Diaz 1753 den ersten Preis gewann. 
Es sind von diesem Künstler viele Gemälde vorhanden, die wegen 
der Reinheit der Zeichnung und der geschmackvollen Composition 
zu schätzen sind.  
Sein Todesjahr ist unbekannt. 
Diaz, GlnGZ, ein Maler zu Villena, malte in seinem Kloster Porta 
Coeli Scenen aus dem Leben des heil. Bruno, welche kalt von 
Farbe sind.   
D182. GOUZEIlGS, Ilistorienmaler, der 1498 in Sevilla malte , wo 
man in der Cathedrale Bilder von seiner Hand sieht, die schöne 
Parthien zeigen. Sie sind in der Zeichnung und im Colorite gut. 
DIQZ de Aragon, JOSGf, der ältere, Genremaler zuVallad0lid' 1661. 
Er lieferte, so wie sein Sohn gleiches Namens, welcher der jün- 
gere heisst, lnehrere_gute_ Bilder. Auch nahm er thätigen Antheil 
an den Streitigkeiten, welche damals zwischen den Malern und 
Bildhaucrn herrschten. Quilliet. 
Dlaz Morante, PGClTO, Genremaler und grosser Zeichner, malte 
sehr gut kleine Figuren, Vögel und andere Thiere. Er gab von 
1625  51 ein Werk heraus, unter dem Titel: Instruccion de los 
principios etc. 
Morante oder sein Sohn schrieb mit beiden Händen, yvesswegen 
er bei der Inquisition als Zauberer angegeben wurde. Sein Todes- 
jahr ist unbekannt. . 
DXEIZ oder DIES, Gaspard, ein Portugiesischer Maler, bildete 
sich zu Anfang des töten Jahrhunderts zu Rom" in RaiaePs Schule 
zum Iiiinstler.  Er hatte entschiedene Anlage zur Malerei und da- 
her machte er dann später unter Michel Angeltfs besonderer Lei- 
tung die erfreulichsten Fortschritte. Diaz alunte indessen nicht 
ausschliessencl den Buonarotti nach, es ist vielmehr in seinen Wer- 
ken IiafaePs VVeise vorherrschend, durch Michel Angela's Gross- 
heit geliehen. Auch nannte man diesen Künstler den Rafael Por- 
tugals.  
Er führte in Rom mehrere Gemälde aus, welche die Römer he- 
wunderten und nach seiner Rückkehr ins Vaterland beehrte ihn 
der König mit Aufträgen. Mehrere seiner Bilder kamen in die 
Kirche zu Belem und andere in die k. Palliiste. Im Jahre 1534
        

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