Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1723149
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Desmaräes 
etc. 
Desmoles , 
Arnold. 
Desmarees, auch Demaree und des Mares, Georg J 
einer der gerühxntesten Coloristeil seines Jahrhunderts, wurde 1697 
gu Stockholm geboren. Er lernte die Malerei bei P. M. Meytens 
und stand diesem 14 Jahre als Gehülfe zur Seite, Während welcher 
Zeit er das k. schwedische Haus und die Reichsräthe malte. 1111 
Jahre 1724 reiste er nach Amsterdam, wo er ebenfalls Bildnisse 
fertigte und später ging er nach Nürnberg, um die Preussler- 
sehe Akademie zu besuchen , bei welcher Gelegenheit er sich Iiu- 
petzkyÄs Freundschaft erwarb. Hierauf begab er sich nach lViiin- 
eben, Innsbruck, Padua und Venedig, malte in letzterem Orte in D11" 
niatur und Email, und ging endlich nach Rom, um in der damals 
berühmten Schule des Piazetta seine Bildung zu vollenden. Piach 
seiner Rückkehr in Venedig erhielt er den Ruf nach Nürnberg und 
- in dieser Stadt malte er jetzt mehrere Bilder, die B. Vogiel in 
schwarzer Kunst bekannt gemacht hat. 
Nach einem kurzen Aufenthalte in Augsburg wählte erMiinche-n 
zum festen Wohnplatze, wo er zur katholischen Religion übertrat, 
und ehurfiirstlicher Hofmaler wurde. Beständig konnte er (locll 
nicht in Bayerns Hauptstadt verweilen, denn sein Ruf hatte sich 
an verschiedene Höfe verbreitet, und so suchte man den Maler 
mehrseitig zu beschäftigen. Im Jahre 1745 berief ihn der Chur- 
fiirst von Cöln nach Bonn, wo er vier Jahre blieb, und im Jahre 
m" 1T52nialtc er den Landgrafen Wilhelm von llesscnhassel nebst 
"  seiner Gemahlin. Auch der Fürst Bischof von Bamberg und Würz- 
 burg bediente sich seiner Iiunst; endlich verliess Desmarocwr 
 München nicht mehr, wo er auch 1776 starb. 
Er malte mehr als 50 Portraite bayrisch-fürstlicher Personen, viele 
heilige und profane Bilder, Altarbliitter für die Kirchen Bayerns. 
Auch in der k. Gallerie zu München sind Proben seiner liunsti 
das llildniss des lYIalers und sein Familienbiltl, die Bildnisse Iiai- 
ser Carls VII. und seiner Gemahlin Amalia, Ferdinand Mariafs u. a. 
Mehrere Bilder dieses Künstlers, über den unsere Zeit anders ur- 
theilt als seine Mitwelt, die ihm Lob und Ehre schenkte, verzeich- 
net Lipowsky im bayer. Iiiiustlcr-Inexicon. Wir erwähnen nur 
noch, dass viele seiner Bildnisse der llerren und Daunen gestochen 
wurden, darunter von Haid die Porlraite der liiinstler J. l]. Beich, 
G. de Gabrielis und J. Schoepf. 
Desmarest. auch Desmarez und de Marcs, ein französ]. 
scher Geschiehtsmaler, trieb anfangs die Malerei nur zu seinem 
Vergnügen als Sekretär bei der lranzösischen Gesandschalit in Stoch- 
holm. Beim Ausbruche der Revolution wurde er seines Dienstes 
entlassen und nun widmete er sich ganz der Malerei und brachte es 
noch zu einem schönen Grad von Vollkommenheit. Fernow lobt sein 
Talent der Erfindung, sein Feuer und seine Energie. Er liebte 
pathetische nuftritte, colorirte aber roh und unharmoniseh. Die 
Anordnung 1st theatralisch und die Stellungen und Geherdexi über- 
trieben. Ein grässliches Bild ist sein Tod des Cato, der sich die 
Gedijrme aus dem Leibe reisst. für sein bestes in Rom gearheite". 
tes Gemälde halt Fiorillo den in Theoxenus Armen sterbenden 
Pindar.  
Demarest starb 1805 in Toscana eines frühzeitigen Todes. 
Desnlarest-  S. auch des Marais und Dumarest.  
Desmarteaux. s. Demarteaux. 
HCSITIOlCS, Arnold, ein Glasmaler, um den Anfang des löten 
Jahrhunderts. Von ihm sind die Fenstergemälde in der erzbischof-
        

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