Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1723103
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Descamps , 
Gabriel. 
Alexan der 
Descourtis , 
Charles etc. 
Itönig Joachim am Bord der Fregatte Ceres und sechs GegCW 
stünde aus der Fabel der Psyche.  
iWIehrere Bilder dieses Künstlers verzeichnet Gabet. 
Descamps , Alexander Gabriel, ein gefeierter nisiorien. und 
Genremalcr zu Paris, WO er 1805 geboren wurde und bei Abel d" 
Pujol die Kunst erlernte. lVlit ausserordentlichem Talente begabt 
brachte er es zu einem solchen Grade, dass er jetzt neben lngrßß  
Dclaroche und Delacroix zu den Häuptern der modernen franzii"  
sisehen Malerschllle gehöret. Er eht eine eigene Richtung, ill  
welcher er, wie Dclaroche, augenblicltliches frappantes Lebe-n b? 
zwecht und sich mehr der lyrischen Individualität, als dem dramfV 
tischen Ausdruck nähert, obwohl er auch diesen mitunter erreicht. 
Descamps besitzt sowohl in der Art zu malen, als in der VValil 
des Sujets grusse Eigenheit. Anfangs scheinen seine Farben auf 
die Gemälde gewischt, jwgeschmiert und auf eine unliundigc VVgisß 
behandelt; wählt man aber zur Beschauuxig den richtigen Stand- 
punkt, so zweifelt man fast, dieselben Gemälde zu sehen. Die 
stark aufgetragenen Gemälde, die harten Pinsclstriche, der rotbß 
und gelbe Ocker, die Lieblingsfarben des Iiuilstlers, scheinen 50 
wvenig geeignet eine bedeutende Wirltuilg hervorznbringen und 
doch vermisst man nicht jene Feinheit tler Zeichnung, jenes wav 
me, lebendige, lichtvolle Colorit, welches den Gemälden Werth und 
Reiz verleiht. 
Er malte oft llundespitale, Schlachtenstiicke, Landschaften, Ar" 
fenl-tomedien und andere Unbedeutcnheiten, aber man bedauert, 
dass er seine Fiille von Talent und Geist auf so niedrige Bestrß" 
hungen verwendet. Besonders gerne stellt er auch OYlÜIIlIIIllllSClIC 
Sitten und Gebräuche dar, darin ist er mehr bewandert, als alle 
andern französischen Iiiinstler. Er bereiste selbst die Tiirltei und 
machte genaue Studien in diesem Lande. Seine türkische Ytfarlll" 
stnbe gehörte 183d zu den besten Bildern des Salons und die llci" 
herjagd von 1855 ist höchst geistreich. 
In den Annales du Musöe par Landen ist erstere abgebildet. 
Ileschamps, LOUIS Charles, Gfavgur in Nleml], geb, m 113,19 
178g, beschäftiget sich vorzüglich mit typugraphischen VerzierulP 
gen, welche in einzelnen Stöcken bestehen, die man unter die 
Lettern setzen. kann und welche die Franzosen "Polytypllgßä" nexr 
nen. Von ihm sind die Verzierungen in Gabefs dict. des ai-tistß? 
de Peeole frangaise. Paris 1351. Auch für die laönigl. Druckerei 
verfertigte er Vignetten. 
ÜßSChamPS, Franßläcß, Gattin des liupferstechers Beauvarlet, hßi 
nach Grenze u. a. einige Bliitter gestochen. Später verlegte sie 
sich auf das Zeichnen, und fertigte mit vielem ltuhme kleine Bild" 
nisse in weisser, rother und schwarzerlireide. 
Man kennt von ihrer Hand das in Kupfer gesteehene Brustbilll 
des Prinzen Ferdinand von Braunschweig in einem Medaillen. 
Diese Künstlerin starb 1769 im 55sten Jahre. 
DBSCOUPÜS, CllElTlßS MElClIIOT, Iiupferstechcr in Farben, geli- 
zu Paris 1755, gest. daselbst 1820. Er war ein Schüler von JiinP 
net und hatmit gutem Erfolge _in der Art seines Meisters Blätter 
geliefert. Die vurziigliclisten sind: 
Foire de village nach 'l'aunay fol. (Ladenpreis 2 Rthlr.) 
Vue de la Purte St. Bernard s Paris, nach de Machy , groß 
qu. fol. 
Deux vues des environs de Reine, nach demselben,  rund.
        

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