Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1723005
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Denon , 
Dominique  Vivant. 
mal gestochen, einmal von Ambroise Tarclieu (Description de lü 
colomle de la grande armöe, graswie p. A. T.  Paris 1822), C135 
zvveiternal von Baltard in gr. fol. Da Denon auch Direktor dßS 
Medaillen-Cabinets geworden war, so liess er eine grosse Anzahl 
Medaillen schlagen, die eine numismatisehe Geschichte der Zeit voll 
der Schlacht bei Montelwtlelfigö) bis zum Gefecht von hlontinirail 
(1814) bilden. Diese Medaillen, 134 an der Zahl, durch die ge- 
schicktesten Iiiinstler unter Denorfs Leitung erfunden, machen eine 
"isehr merkwürdige ued seltene Folge aus. Es ist die Geschichte 
Napoleoifsyda die Gegenstände aus seinem ödentlichen Leben ge- 
nommen sind. Die Porzellainfabrilrzu Sevres gehörte ebenfalls 
ixnter die Verwaltung des GeneraY-Direcktors. Er benutzte diess, 
um ein prächtiges Thfelgeräth verfertigßen zu lassen, an Welchem 
aller Reiehthuin dieser Kunstart entlhlitetwurde. Ausgezeichnete 
Künstler widmeten sich dieser Arbeit. Dieses Tafelgeriith hiess von 
den Malereien, die es zierten, dasolynipisehe, und es wurde von 
Napoleon nach dem Tilsiter Frieden dem, Kaiser Alexander go- 
scl-ienkt. In derselben Fabrik liess Denon eine Pm-zellausätile von 
beträchtlicher Griisse machen, deren Piedestal mit vier grossen von 
Conpin de Lacouprie gemalten Cameen verziert war. Er hatte 
auch den Plan entworfen, auf dem Wall des Pontneuf einen hohen 
Obelisk zu errichten und die äiussere Bekleidung des Walls mit 
Granit war schon ihst vollendet, als die politischen Ereignisse die 
Arbeit unter-brachen. Die Statue Heinriclfs IV. kam an die Stelle 
des Obelisken. 
Die Ereignisse von 1815 gehen Denon dem Privatleben zurück. 
In den letzten Jahren seines Lebens fasste er den Plan, eine Ge- 
schichte der Kunst, von den ältesten Zeiten bis auf unsere Tage, 
zu bearbeiten; seine so mannigfaltige, reiche und interessante Samm- 
lung lieferte ihm dazu alle nöthigen Materialien. Er wählte den 
Steindruck; viele geschickte Männer, wie Mauzaisse; Bouillon u. 
a. arbeiteten daran, und es blieb ihm nur noch die Fertigung des 
Textes übrig. Das Werk ist unvollendet geblieben; aber seine 
Neffen führten den Plan ihres Obeiins aus. Es erschien 132g zu 
"Paris unter dem Titel: Monumens des arts du dessin chez. les peu- 
ples, tant banciens que modernes, reeueillis par le Baron de Denon, 
bpour servir ä histoire des arts; döcrits etexpliques par Amaury- 
Dnval, [l Voll. fol. 
Als Schriftsteller hinterlässt er seinen leider zerstiickelten Reise- 
bericht aus Neapel, Calabrien, Sizilien und Malta; seine Reise 
in Aeg (den; eine kleine Novelle unter dem Titel: Pnint de lende- 
inain, lzaris 1812, und endlich einige historische und biographische 
Notizen über verschiedene französische Maler, die in die Gallcrie 
des hommes celebrcs eingerückt worden sind. Seine lillpferstiche, 
in denen er beständig den Rembrandt nachgeahmt hat, belaufen 
sich auf eine beträchtliche Anzahl. Der Catalog derselben, den er 
1393 hat drucken lassen, enthält ohngefiilu" 525 Blätter, die man 
in der Challaoeraphie des Museums findet. 
Darunter befinden sich i? Bildnisse der berühmtesten Maler, H re- 
Publikanisehe Costiime nach David und 62 andere Bildnisse. Das 
xibrige sind COPIBII nach Meistern verschiedener Schulen, von 
denen die besten: 
Eine Madonna mit dem Christuskind, nach Hannibal Carracci. 
Zwei Löwen und eine Löwin, nach Quadal. 
Eine Interim-e mit Iierzenbeleuchtuug und zwei lesenden Frauen, 
nach Rembrandt. 
Zwei Frauen im Bade, nach demselben. 
Die Erweckung des Lazarus, nach Querciilo.
        

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