Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719853
Cocln, 
WVilhehn 
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SClIClI Museum zu (Ioeln. Das Christkind mit dem goldenen Rosen- 
lsranze und NIaria sind von grosser Lieblichheit, und haben H1 
W919? Hinsicht die grösste Aehnlichheit init der heil. Veronicil- 
Aussen auf den Deckeln ist die Verspottiing Christi sehr flüchtig, 
doch meisterhaft sicher im Farbenauftrage behandelt; die Behand- 
lung der TCIIIPOYEUDIIlCYCl bei den innern Bildern ist dagegen sehr 
zart und in den Uebergiingen wie in einander geschmolzen, WQS 
besonders der Carnation einen grossen Reiz verleiht. Dabei ist die 
läiirbung sehr lslar und doch lirsiflie, der Purpur und das Blau der 
(wriiiiider tief iin Tone. a  
 Diese Werke beweisen, dass unser alter liiilnischer lWIeister eine 
("gelle Vßflügliche Behandlung der 'l'eniperafarben besass, W0- 
diireh das zähe Bindungsiiiittel iiberwunden ward und schon viele 
 Oelnialcrei erhielt. 
lNoch ein schönes Bildchen, welches in der Behandlung den VVer- 
lien des Meisters XVilhelin sehr nahe, steht, obgleich es geringer 
in der Vollendung ist, besitzt der BilUlI15PGlilIOL' H. de Lassaulxi in 
Lnblenz. Es bildet einen kleinen Hausaltar, der sich ehedem in 
einem Nonnenhliastcr zu Anilernach befand. In der Mitte ist die 
Anbetung derliiiiiige und aufden beiden Fliigeln sindjezwei Heilige. 
Die Teinperanialerei auf Goldgrnnd ist oft so duiine aufgetragen, 
flaäs dieser durchscheint. Die Bildung und der Ausdruck der Köpfe 
ist iiberaus lieblich, ganz in der Art, wie das Gemälde in St. Castor. 
E111 Bild des Schwieistuclies mit der Vera Icon oder dem alttypi- 
Sehen Aiitlitze Christi, welches dem auf dem Bilde der Veronica 
Sehr ähnlich ist, besitzt Hr. Dr. Iierp in Cöln. Es ist sehr bräun- 
lich gehalten, und leider hat es zu sehr gelitten, "als dass Passa- 
Hvant entscheiden möchte, es sei auch von Meister Wilhelm gemalt, 
worden. In jedem Felle gehört es der altliiilnischen Schule an. 
"im Berliner Museum ist ein liebliches Madonnenbild mit dem 
Iullflf! und St. Durothea, und auf den Flügeln St. Elisabeth von 
Thllflllgen und St. Agnes. Dieses Bild ist in Tempera auf Gold- 
grund gemalt und von schöner Ausführung, wenn auch nicht ganz 
S? vollendet, wie die heil. Veronica und das Madonnenbild im 
Loelnei- Museum. 
 behi- flüchtig, doch in der Art des Meisters VVilhelm mit Leim- 
{flrben geinalt, ist daselbst noch eine grosse Cllafel, welche in 55 
rlGlIlCIl Bildern Darstellungen aus dem Leben Christi nebst dem 
Jüngsten Gerichte und den Bildnissen des Stifters, dessen Frau und 
Zweier Töchter zeigt. Im Berliner Museum sind überdiess noch 
mehrere Bilder aus der Schule vonlCoeln. 
 Von Ertborn, Gubernator der Provinz Utrecht, besitzt ein 
Gemälde, welches 187g zu Utrecht aufgefunden wurde und vom 
lläflätß? VYilhelin, ode.r doch aus der Coelner Schule abizustainme)! 
9'- emt- Es stellt Christus ain Iireuze vor, und zu den Seiten St. 
iggmn und Maria, und der Donator lleinrich von Piyn kniet da- 
in Qllnldlllißflllßälillläln folgende Inschrift: Anno doinini MCCCLXIII. 
Rexgasitino sanctnBonitacii et sociorunr ejus, obiit _Henricus de 
m", uluS ecclesiae praepositus et archidiaconus istiusque altaiis 
 orate pro eo. Dieses Bild ist im Messagcr des scienees 
etvcäiähalils 1850- p- 599 abgebildet. 
berühnfm vcn ßoeln wird hin und wieder auch als Meister des 
buch 111611 Colner-Doinbildes genannt, das, nach Diirer's Tage- 
Düreläs ÄEÜIESSCIÄ," einem Meister Stephan angehöret. Man glaubte, 
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hßmrlscheng Fär uile nicht geradezu fur Autoritat gelten, da er 
dem Wo scnungen in seinem Tagebiiche geflissentlich aus 
eines M59 geht. Es erhob sich daher die Meinung, das Daseyn 
eiSters Stephan beruhe nur auf einer uirsichern Malertra-
        

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