Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1722976
Denner, 
Denon , 
Dominique a Vivant. 
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Man tadelt in einigen seiner Gemälde eine ungenaue Zeichnung 
d" hleldFP, die er manchmal durch Andere malen liess, Wßbßi ihm 
Zuletzt seine älteste Tochter, die in Miniatur malte, an die Hand 
8m? Sehr glücklich war er auch in der Darstellung von Früch- 
ten und Blumen und andern leblosen Dingen, womit er seine Bild- 
nisse ferzierte. Selbst seine Zeichnungen mit der Bleifeder waren 
von einer ungemeinen Leichtigkeit und Zartheit. 
zu den bereits erwähnten Meisterstiichen sind noch zu setzen: 
des Hunstlers eigenes Bildniss und das seiner Schwester, die Graf 
Vßn Briihl besass, und das Portrait der Frau Heinecken, der Mut- 
ter des sogenannten gelehrten" Liebacher Kindes, ein mit grosset- 
Liebe gemaltes Bild. 
_Im Jahre 1759 liess der Hofrath Weichmann zu Denneäs Ehre 
eine Medaille schlagen. Mehreres wurde auch nach ihm gestochen. 
Encyclopädie von Ersch und Gruber, u. a. 
Banner; l; der Sohn und Schüler des berühmten Balthasar, wurde 
zu Hamburg um 1720 geboren. Er fingsehr friih an, .unter der 
Aufsicht seines Vaters zu zeichnen, und malte auch in kurzer Zeit 
in Oel in der Weise seines Vaters. 
Dieser jüngere Denner malte Iiöpfe und Familienportraits, starb 
aber in der Bliithe seines Lebens. 
Seine Schwester erhielt ebenfalls Unterricht vom Vater und diese 
zeichnete sehr gute historische Stücke mit der Feder nach La Feige 
u. a. Auch schöne Purtraite in Miniatur malte sie. 
Denner! Sebastlan: Bildhauer zu Nürnberg, zeichnete sich im 17. 
Jahrhundert daselbst durch treffliche Epitaphien aus. 
Dennlng, ein geschickter englischer Miniaturmaler unserer Zeit. 
Denen, Domlnlque-Vlvant, Freiherr, Mitglied des Instituts, 
Otlizier der Ehrenlegion, Bitter des russischen St. Annen-Ordens 
und der bayerischen Krone, ehemaliger Generaldirektor der fran- 
zösischen Museen, gebuzu Chalons an der_ Saone 1745, gest. zu 
Paris 1825. 
Von seinen Eltern zur Magistratur bestimmt, sollte er die Rechte 
studieren, aber Zufall undNeigung entschied anders, und so starb 
Denon statt mit obriglteitlichen Würden bekleidet, mitten unter 
den Denkmälern der Kunst, die er gesammelt hatte, beschäftigt 
sie zu beschreiben und durch Lithographie bekannt zu machen. 
Seine liebenswürdigen und gebildeten Formen, seine Munterlicit 
und Gewandtheit des Geistes verschaEten ihm in Paris überall Zu- 
tritt und sogar das Glück, sich dem Könige zu nähern, der von 
dieser Zeit an oft mit dem jungen Denen sprach, dessen Unter- 
haltung und Manieren ihn anzogen. Einst fragte er ihn, womit 
er sich beschäftige? Denon hatte von früher Jugend auf eine hrt 
von Leidenschaft für die, Iiünste gehegt, begierig alle Iiupler- 
stiche gesammelt, deren er habhaft werden konnte, hatte Unterricht 
im Zeichnen genommen und sich von neuem und anhaltender in 
Paris damit beschäftigt; daher antwortete er, er studiere _dle schü- 
nen Iiiinste. Ludwig XV. folgte immer den Liebhabcrelen seiner 
Main-essen und da Frau von Pompadour den Einfall gehabt hatte, 
in harten Stein zu graben, legte er eine Sammlung antiker Steine 
im , und übergab dem jungen Denen die Aufsicht. Da diesem je- 
doch seine Eltern bemerhlich machten, er habe sich bis jetzt mehr 
mit seinen Vergnügungen, als mit der Zukunft beschäftigt, so ver- 
langte er als Gesandtschaftscavalier nach Petersburg geschieht zu 
werden. Sein Wunsch ward gewährt und hier beginnt seine diplo-
        

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