Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1722916
Denxetlüus. 
Demer 
oder 
Dumer, 
Johann. 
337 
selben mussten in späterer Zeit die Basilica des heil. Paulus zieren 
und der Pinienapfel, der das Werk krönte, kam in den Vatikan. 
Demetrianus ist also zu den berühmtesten Architekten zu zählen, 
und auch als Mechaniker verdient er Erhebung. Von der Trans- 
portirting des Ncronischen Culosses haben wir oben gesprochen, 
und hier kommt nur noch ixfErvs-älinung, dass er auch das Mit- 
tel fand, den Tempel der Ceres (bonna dea) ganz von seinem 
Platze zu riicken, eine schwierige, wenn auch nicht unmögliche 
Operation. 
DCmEtrluS, von Alopeke in Attica, ein Bildhauerkder zugleich mit 
Lysippus und Praxiteles gelebt zu haben scheint; denn Quintilian 
Sagt; die beiden letzteren hätten sich dem Naturgemässen auf das 
Beste angenähert; dagegen werde Demetrius darin als zu ängst- 
lich getadelt, indem er mehr der Aehnlichlseit als der Schönheit 
nachgestrebt habe. Nach dieser Zusammenstellung scheint Des 
iuetrius mit den erwähnten Meistern gelebt zu haben, allein Pli- 
nius erwähnt von ihm die Statue des Bereiters Simon, welcher zu- 
erst iiber die lieitliunst schrieb, und somit muss er ein Zeitgenosse 
des Xenophon gewesen seyn. Ausser der Statue dieses Bereiters 
nennt Plinius noch das Bild der Lysimache, die 64 Jahre Prie- 
sterin der fLVIinerva Polias zu Athen war. Doch scheint das treff- 
lich vollendete Bild nach Pausanias nur ungefähr eine Elle hoch 
gewesen zu seyn. Dann machte Demetrius eine Minerva mit dem 
Beinamen der musikalischen. 
Ein anderes Werk beschreibt noch Lucian, nämlich die Statue 
des Feldobersten Pelichus, wo der Iiiinstler vorzugsweise der Men- 
schenbildner, im Gegensatz eines Giitterbildners, genannt wird. 
Die Beschreibung der Statue sagt vollkommen dem zu, was Quin- 
tilian von dem ängstlichen Bestreben des Künstlers nach dem Wah- 
ren beibringt. Iiahlkopfig, mit vorhäng-endenl Bauch, halb nackt, 
mit einem Barte , durch welchen der Wind gefahren zu seyn schien, 
und mit stark bezeichneten Adern, war Pelichus ganz nach seiner 
Natur dargestellt. 
Hirt Gesch. der b. K. bei den Alten S. 190. 
Deml, Helllrlch , ein junger Bildhauer aus Livorno, der grosse 
 Hodnungen erregt. Er steht in- Rom unter 'l.'hortvaldsen's Leitung 
und modellirte 182g eine Statue Dante's, die selbst den Beifall des 
Meisters erhielt. 
Dcmiani, 03T]. FPlCdPlCh, Maler, geb. zu Breslau 1768, gegf, zu 
Dresden 1825. Er besuchte die Akademie zu Dresden und machte" 
als ausgezeichneter lMiniaturmaler mehrere liunstreisen, bis er ganz 
in jener Stadt, wo er seine liiinstlerbahn betrat, einheimisch wurde. 
Er malte Portraits in Miniatur und Oel, und in seiner späteren Zeit 
zeigte er auch Erlinduugsgeist und schöne Praktik im historischen 
Fache, wie dieses ein Bild beweiset, welches die Ueberliefernng 
der Briseis vorstellt. 
Demiani war seit 1816 erster Inspektor der k. Gemäldegallerie zu 
Dresden, und als solcher hatte er mannigfache Verdienste. _Er be- 
sorgte 1806 eine Beschreibung der Gallerie. Auch hinterliess er 
den Ruf eines edlen unbescholtenen Charaltters. 
Dßmiam, Carl Theodor, Sohn des obigen , ein geschickter Por- 
traituialer, bildete sich in Hartmanifs Schule. Man hat von ihm 
eine treifliche Copie von RathePs Madonna dellaSeggiola und der 
lyladonna von Gemignano. Es herrscht darin Leichtigkeit des Pin- 
sels und Aumuth der Darstellung. 
Naglerlv Künstler-Lax. III. Bd. 
22
        

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