Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1722802
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Delfos , 
Abraham. 
WVillem 
Delif, 
Jakob. 
Er stach die Denkmäler Boerhavds und eine: van der Bergh; 
Antipater und Polyeuctes; Infelicitas publica, Helldunkel; etliche 
Bildnisse. 
Auf dem Blatte mit einer Gruppe von Bauern an einem Feuer 
steht die Inschrift: 
FÜMUS GLORIA MÜNDT- Dieser Stich ist in kl. fol. und 
mit A. D. fecit bezeichnet. Noch kennt man von ihm: 
Einen lachenden Bauern mit einem Iiruge, nach F. Halls. 
Drei Männer, welche trinken und rauchen, mit vier holländi" 
schcn Versen. nach Ad. Brouwer. Beide Blätter sind mit: A- 
Delfos fe. bezeichnet, und letzteres trägt die Jahrzahl 1754- 
Zwei grosse Landschaften, die eine mit einem Schilfe zur S86 
und die andere mit einer Heerde , die durch den Fluss geht. 
Auch P. Dellos hat m KuPi-er gestochen. Von ihm kennt man? 
Zomer et Winter, 2 Bl. von 1756. 
Ein Mann, der Geflügel an einen Hacken hängt, 1752. 
In den Niederlanden findet man noch schöne Zeichnungen von 
ihm, nach Gemälden grosser Meister gefertiget. Zwei grosse Schlit" 
tenfahrten, die 1'274 11m1 1775 bei Gelegenheit feierlicher Begeben- 
heiten zu Leyden gehalten wurden, hat van der Worm gestochen. 
Dßllf oder Dßlllill, Jakob Willemsz, ein berühmter holländi- 
scher Portraitmaler und Vater einer vorzüglichen Iiiinstlerfamilie- 
Er wurde 1592 zu Delft geboren, und verfertigte dort mehrere 
Gemälde für die Schiitzenhcrberge oder Docle. Zu seinen schön- 
sten Gemälden gehört: sein eignes Portrait, jenes seiner Gattin 
und seiner drei Söhne, alle in Lehensgrösse. 
Er starb in seiner Vaterstadt 1601. 
Delif, VVIIIGHIJakObSZ, Maler und geschickter Iiupferstecher, geb- 
zu Delft 1530, gest. 1633. Er lernte bei seinem Vater Jakob und 
bildete sich zum Maler, ist aber doch all emeiner als Stecher bc' 
bekannt. Seine Stiche sind mit Leichtigläeit ausgeführt und von 
ärosser Nettigkeit, und den Erzeugnissen derubesten Zeit der nicr 
erländischen Stecherkunst anzureihen. Er fuhrte den Titel eines 
Iiupferstechers des Königs. Die meisten seiner Portraite sind nach 
Mirevcld, seinem Schwiegervater gestochen, welcher der Apellei 
seiner Zeit genannt wurde. 
Die Blätter sind in guten Abdriieken selten, aber schätzbar, S0 
wohl die nach Mireveld als jene, welche er nach A. van Dycli, 
A- Mytens, van der Voort u. a. gestochen hat. Man bewundert 
in seinen Bildnissen die sichere Zeichnung, die angenehmen Stßlj 
lllngen, die künstliche Darstellung der fleischigen Theile. Dabei 
1st auch Licht und Schatten mit Geschick vertheilt. Unter seincll 
Portraiten sind die von Wilhelm I. mit Hut und Degen und de? 
Prinzen Moriz und Friedrich Heinrich, alle nach A. van der Venne 
gestochen. Er stach auch das Bildniss Iiarl Ludwigs von Bayern, 
FriedricHs von Böhmen, Gustav AdolpHs, der Königin Elisabeth 
Andere stellen vor: 
Den Dichter Cats, Johannes Hoche, Mich. Mireveld, den Gra- 
fen IIeinrich von Bergh, Hugo Grotius, F. de Sambix, Bonis 
faz Junius , Lubhcrt Geritz. Johannes Ducherus, Juh. Polien" 
der Iierlaove, Peter Plancius, klarboldus Tumbergius, Dudlcy 
Carletun, Cornelius Liens, Wilhelm de Blois, Johannes FOIY 
tanus, Iiaspar Barleus. 
Von einigen dieser Bildnisse kommen Abdrücke mit Vcränderunr 
gen vor, die als Seltenheiten zu betrachten sind: wie die Probe" 
drücke ohne Schrift von dem Bildnisse der Maria Strick, jenes 
der Amalia von Solms mit und ohnc Feder.
        

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