Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1722668
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Franz 
Dejuinne , 
Ludwig. 
Dekker , 
Cornelius. 
Die Marmorstatue des heil. Sebastian, das Aufnahmsstück in die 
Akademie; Ajax und Cassandra; Philopöriien; Catiuat den Plan 
zur Schlacht vorzeichnend; den Ruhm, eine 25 Fuss hohe Sta- 
tue für das Pantheonausgeführt; die colossale Satue des G. 
Desaix; Alexanders "Buste, für die Gallei-ie Napoleon gefertiget. 
Dejouiüs Werke verkünden Sßwßhl in der Audassung als in der 
Ausführung einen gereiften Künstler, welcher der trefflichen 
Schule, aus welcher er hervorging, Ehre machte. Man darf 
ihn daher unter die geschicktesten französischen Bildhauer 
zählen. 
Deimnne, Franzdludwig, Historienmaler, geb. zu Paris 1786. 
ein sehr ausgezeichneter Schüler Girodefs, und gegenwärtig einer 
der vorzüglichsten Künstler Frankreichs. Er studirte mit grüsstein 
Eifer und daher erhielt er schon 1393 einen zweiten großen 
Preis. liii Jahre 1819 wurde ihm eine grosse goldene Medaille zu, 
Theil und später betrat er zur Vollendung seiner Ausbildung die 
Hauptstadt der Künste. Nach seiner Ruckhehr wurden seine Ver- 
dienste allgemein anerkannt und der König ertheilte ihm 1824 dHS 
Kreuz der Ehrenlegion. 
Ein wahres Meisterstiick ist jenes Gemälde, welches Girodet vor- 
stellt, wie er beim Lampenschimmer sein berühmtes Bild der Ga- 
lathea malt, im Besitz des Grafen Sommariva. Der Künstler brachte 
hierauf das Bilduiss des Grafen und sein eignes an. Auch das 
Haus Michel-An elo's, wovon er in Rom die Skizze machte, er- 
hielt den Beifall üer Kenner; eben so das Gegenstück: Die An- 
sicht vom Hause des Tasso zu Sorrent. Vorzüglich ist auch sein 
Priamus, der den Tod des Hektor beweint, ein grosses Bild in 
der GallerieLuxeinbourg. Künstler und Iiuiistheiiner zollten diesem 
Werke Beifall. Ein anderes trelTliches Gemälde: Das Innere des 
Zimmers einer berühmten Frau, kam 1825 in den Besitz des Prin- 
zen August von Preussen. 
Besondere Erwähnung verdienen noch: 
Christus, der die Blinden und Kranken heilt in der Kirche St. 
Vincent und Paul; St. Fiacre verweigert die Krone, in St. Sulpicc; 
die vier Jahreszeiten im Schlosse Trianon. Sein Gemälde, vielches 
Ignez zu den Füssen Childe HaruldÄs vorstellt, hat A.Lecuinte 1829 
lithographirt. Im Vierten Saale des Staatsraths malte er über der 
Thüre den Genius des Friedens und gegenüber den des Krieges. 
Delschs lwatthäus; Kupfersteclier mit der Nadel und in Schwarz- 
kuust, geb. zu Augsburg 1718, lieferte eine Menge Bildnisse und 
Sammlungen von geätzten Prospekten und Ausruferii. Er lebte 
noch 1789 zu Danzig, wo er grösstentheils sich aufhielt. 
Dehlier, GQTÜÜIIS , Landschafts- und Geurexnaler, der um die 
Mitte des 17ten Jahrhunderts in den Niederlanden lebte. Seine 
Lebensverhältnisse sind unbekannt und auch van Eynden und van 
der Willigen wissen in der Gesch. der vaderlandsche Schilderkunst 
l. 156 über ihn nichts Näheres zu bestimmen. Ein Gleiches ver- 
hält sich mit Adrian Dekher, den man unter Everdingexfs Schüler 
zahlt. 
Cornelis zeichnete und malte verschiedene schöne Bilder, die in 
den Niederlanden beliebt sind, denn sie sind gut geordnet, cor- 
rekt in der Zeichnung und von kräftigem Tone. Seine Landschaf- 
ten mit Gebäuden ähneln denen des E. Murant; auch sind einige 
im RuysdziePs Geschmack ausgeführt. 
Man hat von diesem Künstler auch mehrere Blätter in der 
Manier des Roman de Hooge geätzt, unter denen jene in
        

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