Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719801
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Codde, 
Picter. 
Coek 
o der 
Rock, 
Pieter. 
Cüdde; Pleter, ein Maler, der nach Weyermann um 1640 im Haag 
geboren wurde. Er malte Landschaften in der Weise des Jan und 
Andreas Both und N. Berghems, schilderte aber auch Iiriegs- und 
Bürgergesellschaften. 
Dieser geschickte Iiiinstler starb 1698 in seinem Geburtsorte. i 
Es wird auch ein Ii. Codde erwähnt, der ebenfalls Maler war; man 
weiss aber nicht, ob dieser ein Sohn uderBruder unsers Künstlers ist. 
COÖÖBII oder COÖdG, 1.111035, ein niederländischer Glnsmaler um 
1455. Er malte die Fenster der Catharinen-Iiirche zu Breda, und an- 
dere Gemälde von ihm waren im Kloster der Priimonstratenser Nonnen. 
Codemann: JaHÜb; ein Maler zu Wien, der 17.17 im 59. Jahre 
starb. Näheres können wir über diesen Iiünstler nicht bestimmen. 
Cßdlbue, Älüllann BBPUSII, gin Maler zu Modena, der um 1598 
arbeitete. Lanzi II. 27g erwähnt von ihm eine Verkündigung bei 
den (larmelitern, die sehr geschützt wird, so wie ihn denn Tim. 
boschi überhaupt unter die besten Iiiinstler von Modena zählt. 
Codibue war auch Bildhauer, wie die lVlarmorarbeiten beweisen, 
die sich noch in der erwi-ihntexi Stadt von seiner IIand finden. 
Sein Geburtsjahr setzt Ticozzi um 1550. 
Coeberger, VVCIIZCl, ein lVIaler und Baumeister von Antwerpen, 
lernte bei M. de Vus, und hielt sich eine geraume Zeit zu Neapel 
auf. In der Cathedrale zn Antwerpen sieht man den lYIartyi-tud 
des heil. Sebastian von seiner Hand gemalt, ein Gemälde, das in 
der Zeichnung, Colnposition und Färbung bewundert wird. Zu 
Brüssel erbaute er die Kirche Notre-Dame de Montaigu, nach 
dem Muster der Peterskirche zu Rom, und schmückte sie mit Ge- 
mälden aus. Der Herzog Albert nahm ihn zu seinem Hofmaler an. 
Coeberger blühte noch zu Anfang des 17. Jahrhunderts. Nach 
Einigen soll er schon um 1580 in Kupfer gestochen haben, und 
xman deutet die Initialen W. C. I. E. F. auf diesen Künstler. Sie 
finden sich auf einem Blatte, Welches die heil. Jungfrau mit dem 
Iiinde vorstellt, das einen Vogel an dem Faden hält. In Holland 
legt man dieses Blatt dem VVilh. van Cleef bei. Es ist überhaupt 
nicht ausgemacht, ob Coeberger in Kupfer gestochen habe. 
0065110. S. Coello. 
0081i oder HOCH, Pieter, ein Maler und Baumeister, geb. zu 
Alost 1490, nach Andern 1500 oder 1502, gest. 1550 orler isss. Er 
lernte bei Bernhard van Orlay und ging hierauf nach Italien, um 
die römische Schule kennen zu lernen. Hier beschäftigte er sich 
lange Zeit mit Messen und Copiren der herrlichen Denkmäler alter 
Baukunst, ging zuletzt auch nach Constantinopel, und zeichnete 
dort mehrere Ansichten der Stadt, die Trachten der Osmanen u. 
5. w., welche in I-Iolz geschnitten wurden und eine Sammlung von 
7 Blättern bilden. Dieser Holzschnitt ist sehr selten und selbst in 
wenig niederländischen Cabineten anzutreffen. Die Platten bilden 
zusammengelegt einen langen Fries, und haben die Inschrift: Les 
moeurs et fachom de faire des Turcz, avecq les liegioux y apar- 
 tenantes etc. 1535. Die letzte Platte hat eine zweite Inschrift: Ma- 
ria Ver-l-lulst veufve du dict Pierre d' Alost trespasse en 1' an 1550 
a faict irnprinner les dict {i ures etc. 1553. Er schrieb ausserdein 
mehrere Bücher über die äaukunst, Geometrie und Perspektive. 
und übersetzte den Vitruv und den Sebastianu Serlio meisterhaft in 
die flandrisclie Sprache. Auch die architektonischen YVCrlie gab 
seine Wittwe im Jahre 1585 heraus.
        

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