Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1721748
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Cuncgü , 
Domenico. 
sind die Medaillen zu dem Werke des Marquis Giacomo Museli; 
dann ginä er mit dem englischen Baumeister Adams nach Rom und 
stach dase bst die römischen Alterthiilner nach den Zeichnungen 
von Clerisseau. In dieser Stadt, wo er sich 1761 niederliess, gab 
er eine grosse Anzahl Iiupferstiche nach den berühmtesten Gemäl- 
den der italienischen Maler heraus und brachte dann 22 Blätter der 
im Jahr 1771 erschienenen trelTlichen älteren Scola imlica des Ga- 
vin Hamilton in Iiupfer. Um 1785 Ward 81' nach Berlin berufen , 
um in PascaPs Kupferstich-Institilte zu arbeiten. Während scingg 
vierjährigen Aufenthaltes daselbst stach er mehrere Portraite nach 
Cuningham, sowohl mit dem Grabstichel als in schwarzer Kunst. 
M; dieses Institut emging, kehrte er 178g wieder nach Rom zu- 
riich, Wo er bIS an seinen Tod arbeitete. Mit Volpato hatte er 
unternommen, die Gemälde der Sixtina zu stechen und schon la- 
gen mehrere meisterhafte Blätter da; aber die Künstler fanden nicht 
einmal liustenersatz, geschweige denn Belohnung fiir Iiunst, Zeit 
und Fleiss. 
Fernuw (Iiulturgeznälde von Ilom S. 280) hält diesen Künstler für 
den verdienstvollsten italienischen Kupferstechcr seiner Zeit, wenn 
er gleich in der Reinheit und Eleganz seines Stiches etlichen an- 
dern nachstehen musste. Seine Blätter sind wohl verstanden, weil 
er selbst ein tüchtiger Zeichner war und die Zeichnung zu seinen 
besten Arbeiten selbst vor-fertigte. Die Blätter nach Michel Angele 
hält Fernow für das Vorziigliehste, was bis zn jener Zeit nach die- 
sem Kleister gestochen vvortlen. Göthe nennt ihn in seinem Win- 
clielmann S. 285 den vorzüglichsten historischen Stecher des drit- 
ten Viertels des 18ten Jahrhunderts und rühmte seine leichte und 
malerische Behandlungsweise, bei welcher seine Arbeit weder an 
gefälliger Reinlichkeit, noch an Wirkung einbiisse. Er radirte, 
wie Volpato, dessen-Beispiel auf den weit älteren Cunego trefflich 
gewirkthat, rösstentheils seine Blätter nur, und arbeitete sie dann 
mit dem Gragstichel aus; allein er legte die Itadirung in geregel- 
ten Schraifirungexi an, obwohl er nicht völlig die Zartheit erreichte, 
welche Volpato erlangt hat. 
Cunegds vorziiglichste Blätter sind: 
Die Schöpfung des VVassers und der Sonne und des Mondes, 
nebst Erschaffung Adams, drei Stücke nach Michultngelds Ge- 
mälden in der Sixtina; tbl. 
Das jüngste Gericht und einzelne Gruppen daraus, nach dem- 
selben, fol.   
BafaePs Fornarina, im Pallaste Barberml,  
Die Galathea, nach Ilaiael, gr- ful- 
MuSßS die Gesetztafeln zerschinetternd, nach Muzzuoli, fol. 
Magdalena die Büsserin, nach H. Carracei 1772; gr. qu. fol., 
Brandes 2 llthlr.  
Maria mit dem Iiinde auf dem Arme, nach B. Mengs. 
Maria in himmlischer Betrachtung, nach G. Reni. _ 
Die Beschneidung und Anbetung der Könige, 2 Bl. nach Dgmi- 
 nichino, fol.  
Die Malereien des R. Mengs im Vatikan, 5 gr. B]. 
Die lireuztragurlg üaCll l-iüfae], 3T- qü- Fol. (Schneider 2 Rthlr. 
6 1'. 
Der ärexischvvenderischc Sohn , llüflh Gucrcino. 
'l'amerlan schliesst den Bajazeth In einen eisernen Käfig, nach , 
Celesti 1778- (1 llthlr. IÖ gr.) 
S. Blasilius und Kaiser Valcns in der Kirche, nach Subleyras, gr. 
fo . '
        

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