Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1721453
Creara , 
Santo. 
Credi , 
Lorenzo 
191 
welches dieser seinem Bruder Philipp IV. sendete. Crayer 111111110 
(lafiir mit einer goldenen Iiette und Medaille nebst einer jährlichen 
Pellßwll bßlvhnt. Dieses Bild hatte ihm am spanischen Hofe Ruhm 
Cfvimltßll, 11ml es ist nicht unwahrscheinlich, dass Crayer selbSl in 
ßläldfld War. Auf der llückreise ins Vaterland dürfte er sich einige 
Zeitin Burgos aufgehalten haben, wenigstens sind dort im Kloster (lCS 
hßll- Franelscus mehrere Bildnisse von Heiligen, von der Hand un- 
sere Iiiinstsers gemalt. Das vorzügliehste stellt die heil. Jungfrau" 
dar. Wie sie den heil. Bernhard triinkt. 
CüSpar de Crayer nähert sich Rubens, nach Schnaase am mei- 
sten in den Eigenschaften, die durch den Geist der Zeit besonders 
llegiinstiget wurden: in Iiraftänsserungen, in der kühnen Zeichnung 
in colossalen Compositionen. In der Zeichnung ist er jedoch oft 
regelmässiger, als jener fvleister und auch in clerComposition ist er 
nicht selten natürlicher und vernünftiger. Es ist sorgsam in der 
Ausführung, selbst in den grüssten Gegenständen; seinem Ausdru- 
cke liegt die Natur zum Grunde, doch meistens die flanxäindische. 
_Im Colorite erreicht er Rubens nicht oft; er fällt häufig ins Graue, 
und wenn er dem erwähnten Meister in der Kraft nahe kommt, 
so fehlt ihin Lebenstülle und Frische, und nach Schnaase beson- 
ders jener geistrolle scharfe Ausdruck von Rubens besten Werken. 
Creara; Salltü, lernte bei Brussarde die Malerei, wurde aber min- 
der berühmt. Er arbeitete zu Verona und hinterliess in rlieserStadt 
mehrere Werke in der Weise seines llvleisters, aber er ist nicht ei- 
ner seiner besten Schiller. Dieser Iiünstler malte schon 1605 und 
noch 162:). 
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Credl: LOVÜÜZÜ dl, aus dem Stamme der Seiarpelloni ein Ma- 
ler von Florenz, erlernte anfangs die Goldsehmiedekuxist bei M. 
Clone, trat aber, als er sich in der Zeichnung bereits hinlänglich 
fest fühlte, in die lVIalerschule des A. Verocchio über, wo er den 
L. da Vinci zum Ivlitschüler hatte. Eristnntcr den alten Florentinern 
ein entschiedener, ganz vorzüglicher Tvleister, vom beharrlichsten 
Streben, überall das Leben der Seele in uranfänglicher Unschuld 
und Schönheit mit der ganzen Fülle zur Anschauung zu fiirdern , 
wie Spelh Iiunst in Italien I. 217 sagt. Sein stiller und milder Cha- 
rakter bewegte sich in einem beschränkten Kreise; aber mit unsäg- 
lieher Liebe für die Vollendung. Seine Gemälde athmen Anmuth, 
Schönheit, Ruhe und Stille. Bald glaubt man reinen Leonardo, 
Bald Rafael vor sich zu sehen. Seine Grundsätze haben auch 
ziemlich Aehnlichkeit mit denen des ersteren, denn sie gingen ja 
beide aus der Schule Verrucehicfs hervor, und Leonardo galt ihm 
 später als beliebtes Vorbild. Früher schloss er sich an den Peru- 
gino an, der ebenfalls eine Zeitlang die Schule des Andrea Verruc- 
chio besuchte.  
In Italien finden sich noch mehrere Bilder von Credi, besonders 
{linde heil. Familien. Sein Gemälde des heil. Niecolo und Giuliünß 
in 5_I- Maria Maddalena nennt Vasari ein Muster reinlicher Ma- 
erei. 
In der Akademie St. Marco zu Florenz befindet sich eine wun- 
derschone Anbetung des Iiindes. Der geistige AHSÖPUCII, die Form 
und Bewegung sind von edler Natur, himmlisch zart, gediegen, 
9111151 11ml ruhig; alles mit Besonnenheit der Anordnung undilie- 
stimtntheit der Umrisse vorgetragen. Speth l. c. Im k. Museum zu 
Berlin 51ml mehrere schöne Mzidounen von ihm. Lorenzo starb 
Hilf? X551 in einem Alter von 78 Jahrenv W. Ilollar hat nach ihm 
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