Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719681
Clowes , 
Clowet, 
Alb ert. 
GlOWBS, 13-, Maler und Iiupferstecher in Schwarzltunst, der in 
der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts in London lebte. Er 
stach nach Hernslierlt, Stubbs, Collet und andern. Auch nach ci- 
gener Erfindung brachte er GCUtGSIllCliG und Theaterscenen in lin- 
pfcr. Aehnliche Gegenstände hat er Wahrscheinlich auch gemalt. 
Clowet, auch Clouvet oder Clovet, Pierre, tiupfcrstecher, 
der 1606 zu Antwerpen geboren wurde. Nachdem er die Anfangs- 
gründe seiner Iiunst im Vaterlantle erlernt hatte, begab er sich 
nach Italien, wo Pierre und Bloemaert sein Talent erkannten und 
es leiteten. Dadurch erltriiftiget verliess er Italien und ging nach 
Frankreich, fand es aber fiir besser nach Anttverpen zurückzukeh- 
ren, wo ihn anfangs die Reproduktion der Meisterwerke Rubens 
beschäftigte. Er stach mehrere Gemälde dieses Meisters, unter 
denen der Tod des heil. Anton als Clowets Meisterstiiclt angesehen 
wird, aber das Blatt ist sehr selten, so wie jenes, welches unter 
dem -Namen des Lusthofes der Venus bekannt ist; gr. qu. fol. Man 
hat davon mehrere Abdrücke, die aber nicht gleiches Verdienst ha- 
ben. Die besten sind die mit den. flamiinclischen Versen, und auch 
jene mit französischen Versen noch gut und gesucht; mitteltniissig 
sind die ohne Verse mit Merlens Adresse. 
Der Stichel dieses Künstlers ist rein und kraftvoll, die Taillen 
sind gut gelegt und das Ganze ist von schöner Wirkung. Er stach 
mit gleichem Erfolge Portraite, Historien und Landschaften. 
Besonders zu erwähnen sind noch: 
Die Iireuzabnahnie, nach Rubens, im Geiste des Originals; 
r. fol. 
SnglVIichael, der den Teufel bekämpft, nach demselben; ltl. fol. 
Das Epitaphiutn des Rubens; fol. 
Eine Landschaft nach Rubens, welche den Winter vorstellt, be- 
kannt unter dem Namen des Iiuhstalls (Plitable e. vaches). Die- 
ses Blatt gehört zu einer Folge von fünf grossen Landschaften, 
gestochen von Bolswert. 
Die heil. Jungfrau reicht dem Iiinde die Brust, nach Van Dyclt. 
Herodias mit dem Haupte des Täufers, nach Rubens; fül- 
Eine Gesellschaft bei Tische, nach A. DiepeHbßCli, die Familie 
des Grafen von Newcastle vorstellend; fol.  
Sehr gesucht sind auch seine Portraite, welche meistens historische 
 Personen vorstellen, wie:  
Ferdinand Cortez, Amerlcus Verspucius, Peter Aretin, Thomas 
a Kernpis, Malherbe, Cavendisch. 
Die Blätter dieses liiinstlers stehen noch im Werthe , so wurde 
der Lusthof auf Auktionen mit Ö  9 Hthlr. bezahlt, die Herodias 
bei Brandes mit 6 llthlr. und der heil. Antonius bei Winltler tiir 
5 Rthlr. 23 gr. erstanden. Der Kuhstall galt bei Brandes 4 Rthlr. 
Clou-et starb 1677 zu Antwerpen. 
CIOWGII, Albert, Iiupferstecher, Neffe des Vorhergehenden, wurde 
zu Antwerpen 1624 geboren. Er bildete sich in Rom unter G. Bloe- 
maert, und hielt sich lange in dieser Stadt auf, wie er neben an- 
dern die Portraite Van Dyclfs und  ?oussin's in! Bellori's Vite 
de' nittori 1672 stach. Auch stach er daselbst fllßußtldnlg5e der 
Cardiniile, Azzolini, Rospigliosi, Rosetti etc., das beruhuiteste Werk 
aber, das er in Rom fertigte, ist die BIUPliIIIgQISS Martä, nach 
"Pietro da Cortona, wo der ewige Vater die Jungtrau segnet. Die- 
ses grosse Stück besteht aus ztvei Platten; es ist sehr gesucht, aber 
selten zu finden. 
Albert erreicht zwar seinen Onkel nicht, er ist aber correltt und
        

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