Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1721213
Coypel, 
Coypel, Anton. 
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P. de Coxcie unterschrieben habe, aber doch scheint hier nicht von 
zwei Künstlern die Rede zu seyu. Nach Nicolai's Angabe wird die- 
ser Meister unter einer 1712 nach ihm, gestochenen Ansicht der 
Gegend bei den Windmühlen vor dem Stralaue-rthore Cockx ge- 
nannt. Indessen wurde sein Name verstümmelt auch Koks, Cucci, 
309cm, Cocceje geschrieben.  
GOyPel! N06]: Historienmaler, nach Einigen geb. in der Norman- 
dje 1Ö28, nach Andern zu Paris 1629, lernte die Anfangsgründe der 
Ilunst bei Poncet zu Orleans, verliess aber diesen schon in einem 
Älter von 14 Jahren, begab sich nach Paris und brachte einige 
Zeit bei Quillerier und Ch. Errard zu. Nicht lange darauf erwarb 
CF sich durch einige Bilder, welche sein strenges Studium und 
seine glücklichen Anlagen offenbarten, einen entschiedenen Na- 
men, und musste nicht nur für den König malen, sondern erhielt 
auch im Jahre 1663 eine Stelle unter den Mitgliedern der Akade- 
mie. Im folgenden Jahre erwarb er sich durch ein Votivgeiniilde 
für Notre-Dame den Ruf eines der ersten französischen Maler, 
und bekam den Auftra , den alten Louvre und die Tuilerien mit 
Seinemiliinsel zu verschönern, und viele Sachen für das Parlament 
von Bretagne zu verfertigen. 
Im Jahre 1672 räumte ihm der König ein Zimmer im Louvre 
ein, und erwählte ihn hierauf zum Direktor der Akademie in Rom, 
Wohin er sich mit seinem ältesten Sohn Anton und einem Anver- 
wandten, Ch. I-Ierault, begab. Auch soll durch ihn die Akademie 
einen grösscrn Glanz erhalten haben, weil er sie in einen geräu- 
migeren Pallast verlegte. 
In Rom malte Coypel für den Rath zu Versailles vierBilder: So- 
lon, Trajan, Severus und Ptolomiius Philadelphus , welche die Be- 
wunderung des Publikums erregten, so wie diejenigen, Welche er 
nach seiner Rückkehr in Paris , nach dem Jahre 1676 für die Pal- 
läste des Königs vollendete. Die Frescomalereien in der gros-wzn 
Kapelle des Hötcls des Invalides fing er erst in seinem 78sten Jahre 
an, und strengte seine Kräfte dabei so sehr an, dass er in eine 
lange Krankheit verfiel, welche endlich 1707 seinen Tod nach 
sich zog. 
Seine vorziiglichsten Gemälde sind: die Marter des heil. Jakob 
in Notre-Dame, der Brudermord in der Akademie, die Dreieinig- 
läeit, und die Empfängniss der heil. Jungfrau, im Hötel der Inva- 
liden. Der Pallast der Tuilerien ist ebenfalls mit Bildern von ihm 
angefüllt; allein seine Malereien im alten Louvre sind nach den 
Cartons von le Brun ausgearbeitet. Er besass eine reiche, blii- 
hende Phantasie; seine Figuren zeichnen sich durch Ausdruck aus, 
die Zeichnung ist correkt, das Colorit lieblich und nicht grell, wie 
das von seinem Sohne. Fiorillo III. 245. 
Die vier Gemälde, die er in Rom malte, haben Duchange und 
Dupuis gestochen, er selbst aber hat folgende Blätter radirt: 
Eine sitzende Maria, mit dem kosenden Jesuskinde 1664- IPSC 
 _fe. aqua forti. P. Poilly exc. Oval.    
Dieselbe Compositicn in grösserem Formate, und eine drltlß W759- 
derholung ist mit den Figuren des heil. Joseph und des hell- 
Johannes vermehrt. Ipse inv. et sc. P. Poilly eX- 
Joh. Audran hat sein Bildniss gestochen.- 
Cßypel; Anton, der älteste Sohn von Noöl, geb. zu Paris 1661, 
gest. 1728- Er lernte bei seinem Vater und ging mit demselben als 
eilfjiihriger Knabe nach Rom. Geistreich und mit der zartesten 
Empfänglichkeit für das Schöne, suchte er sich nach den VVerken 
der grossen Italiener zu bilden und die venetianischcn Coloristen
        

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