Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1721141
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Coustou , 
Carl 
Peter. 
Coumnt, 
Jean 
Louis 
Denis. 
Bronzehasrelief mit der Heimsuchung in der Ylersailler-Capelle, die 
Bildsiiule Ludwigs XV. zu Neinours, das strahlende von Engeln 
kirigebetele Kreuz am Fronten der Genovefakirche u. s. w. 
Diesem Künstler gebrach es, nach YVatelets Urtheil, nicht an Er- 
findungsgeist, bei der Ausführung" aber verliess er sich auf andere 
geschickte Meister, die_ von _Uirist_and_en genöthiget, ihm ihr Talent 
verkaufen mussten. Dieses ist mit einem IJupre der Fall, der den 
obigen Ffünton ganz allein ausführte, und an mehreren Arbeiten 
Cuustou's Theil iatte, aber dennoch in Dunkelheit starb. 
Dülrgensville hat sein Leben beschrieben und seine Werke beur- 
theilt. Dieser Schriftsteller sagt, Coustou sei mit dem Geiste der 
Antike vertraut gewesen, er habe mit der Correlitheit auch öfter 
Festigkeit und Grazie verbunden, und man müsse sein Talent uin 
so mehr bewundern, da dieses allein ihn auf die Stufe seines Buh- 
mes hob. Unumschränkt darf man sich diesem Urtheile wohl nicht 
hingeben, aber immerhin muss man den edlen Mann achten, Ei- 
blieb ebenfalls unverlieirnthct, wie sein Oheim. In den letzten Ta- 
gen seines Lebens erhielt er noch den St. lYIichaelsorden, er trug 
ihn aber nur ein einzigesmal.  
 Coustou's Fronton der Genovefenliirche, das Basrelief mit dem 
strahlenden Iircuze von anbetenden Engeln umgeben, wurde bei 
der Verwandlung der Kirche in das Pantheou abgenommen, und. 
ein anderes von Moitte an die Stelle gesetzt. 
Cßllstou, Carl Peter, Wilhelm des jüngern Bruder, war k. Bau- 
" meister und Aufseher über die königlichen Gebäude. Er war Rit- 
ter des St. Michael-Ordens, eine Ehre, die sein Bruder nur kurze 
Zeit genoss. 
Dieser Künstler starb 1802. 
6011135111, Pälll. Alnlable, ein vorzüglicher Historienmaler zu Paris, 
wo er 1792 geb. wurde. Er bildete sich unter Baron Gros und 
machte die erfreulichsten Fortschritte. Im Jahre 1820 erhielt er 
den ersten Preis der Malerei mit einem Bilde, welches eine Epi- 
sode aus dem Leichenbegängnisse des Patroclus vorstellt. Hierauf 
ging er nach Rom, um durch das Studium der klassischen Muster 
seine künstlerische Bildung zu vollenden. Er führte von dieser 
Zeit an einige höchst schiitzbare Werke aus, unter denen folgende 
besonders erwähnt wurden:  
Das lebensgrosse Geuii-ilde mit Eresyclithon, der den Baum der 
Ceres umhaut, und dabei einen jungen Menschen tüdtet; Ceyx 
und Alcyune, in lebensgrossen Figuren, ein Bild, das in Hinsicht 
des Ausdruckes und der Farben und wegen der guten Behandlung 
in der Draperie grosses Lob verdient. Die Wirkung des Ganzen 
ist harmonisch. Arien, Philemun und Baucis, Themistocles bei 
Admet, Achill, der dem Nester den Preis der WVeisheit zuerliennt. 
Im vierten Sagl des Staatsrathes im Louvre ist von ihm auf dem 
Pfeiler der beiden Fenster der Genius der Künste gemalt, 
Coutan starb 1350 zu Paris. 
00111281112, Jean LOUIS Denlss. Iiupferstecher mit der Nadel und 
dem Grabgtichel und in Aquatinta, geb. zu Argenteuil 1776- Er war 
Schüler von Cl1.v0n Meclxel und lieferte einige Platten für das grossß 
Werk über Aegyptexi, die mit denen, welche er für HumbolclVs 
Reise in den Corclilliereil und cles B. Ferusarfs NIOllUSläBII fertigte, 
zu seinen besten Arbeiten gehören. Noch sind zu erwähnen, die 
für Cuviefs fossile Iizwchexi,  ene für Langenbeclfs anatolnisclies VVerlh 
und die für: Frcycinefs Reise um clic Welt. Von ihm sind auch
        

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