Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719667
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Cloos. 
Clostermanu , 
Johann. 
 in der fächerfdrmigen Eintheilung. Auch erfreut die Anordnung, 
dass im Chor die siinlenförniigen Pilaster sich erst in einer gewis- 
sen Höhe von Tragsteinen aus erheben, um nicht, hinter den Chur- 
stühlen verborgen, so zu sagen verloren zugehen. 
Cloos ist der Vater von Nicolaus Cloos, der zu einem der ersten 
Fellows des Collegs durch Heinrich VI. im Jahre 1x14?) ernannt 
wurde; nachmals ward er Bischof von Litchfield. Zu ihm hatte 
 der Iiönig so unbegräixztes Zutrauen, dass er ihn zum Obcrinlen- 
danten aller k. Bauten machte; auch entwarf er alle Plane für das 
Iiönigscolleg. Passavanfs Iiunstreise S. 201.  
CIOOSS, JOSBPiI, Blumemnaler an der k. k. Porzeilanmanufnlitur zu 
Wien, um 1821. 
0109135; ein Iiandschaftsinaler zu Mastricht, dessen Fiissiy erwähnt. 
Dieser Künstler ist wahrscheinlich der unten folgende Valentiu 
Clotz. 
Clßppellbllfg, ein niederländischer Iiupferstecher, der, nach Hei- 
necke, Landschaften und Prospekte gestochen hat. 
GIOPPBP, Jühanll, ein Künstler, von welchem Heinecke das Bild- 
niss des Theologen Isaak Benoit erwähnt. 
Glüqllet, JOhaUn 1331351513, ein französischer Zeichner, der bei 
Buusseau und L'Epinasse seine Kunst erlernte. Er bereiste um 
1777 Aßgypten und Libyen und zeichnete die merkwürdigsten An- 
sichten. Auch perspektivische Hisse verfertigtc dieser Iiiinstlcr, der 
 später die Stelle eines Professors der Zeichcnhunst in der Berg- 
werksschule zu Paris erhielt.  
 Im Jahre 1822 erschien zu Paris von ihln: Nouveau traitö exa- 
mentaire de persgective otc., in 4. mit einem Atlas von 34 B1. in fol. 
Clori, PFOSPGP, Musivarbeitcr zni Rom, von welchem man in S; 
Peter einige Werke sieht, nach Franceschinfs und NiccolinYs Zeich- 
nungen. Blühte um 1720.    
 Franz Ludwig, Miniaturynaleg una Medailleur, geb. ZU. 
 Berlin 175.3, zeichnete sich besonders in letztvirer Iiuust aus. Er 
liess sich zu Dresden nieder und luebte doft 1100i! 1804- Sein Va- 
ter War ebenfalls ein geschickter Iiqnstler 1m Fache der Miniatur- 
malerei.   
Clostermann, 301181111, nach Einigen ein Osnabrücker; nach An- 
dern ein Hanngverangr, befühmiiü? IPOFITEIlIIHRlCP, geb. 1'656, gCSlC. 
1715. Er wurde an den spanischen Hof berufen, wo er die Bild- 
nisse des Königs und der Iieinigm und vieler anderer ;Grossen 
malte, bis er nach London glllg, wo er sich so berühmt mach- 
te, dass man ihn sogar Iinellern gleichschätite. Seinen Ruf be- 
gründete vorzüglich ein Portrait des Bildhauers Giblmnsl Er malte 
auch die Kinder des Herzogs von Sonxerset, die ganze Familie des 
Herzogs von Marlborough und ihn selbst zu Pferde, das Portrait der 
Königin Anna in Lebensgrösse, das des ersten Herzogs von Rut- 
lancl und M. Saunders.   
Closterrnann sclimeichelte den Grazien nicht, 58111 Colorit aber 
ist kräftig, nur unnatürlich dunkel. In London nahm er eine Frau 
und starb auch daselbst nicht in glücklichen Umständen, denn sein 
Weib war eine Verschwenderin. Fiorillo V. 505.  
Smith, Faithorn, Sherwin u. a. haben nach ihm gestochen.
        

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