Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1721087
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Courtois , 
Jacques. 
Conrtois , 
Guillaume. 
sind sehr zahlreich, und in den Cabinetten Europas zerstreut. Die 
vprzüglichsten sind die drei Bilder, welche in den Besitz des Iiö- 
nigs von Frankreich kamen: Josua, der den Lauf der Sonne hemmt, 
Moses, der um den Sieg ,i.iber die Amaletiker bittet, und die 
Schlacht bei Arbella. Mehrere schöne Stücke besitzen auch die 
Gallerien zu Dresden, München, Petersburg u. s. w. Zu Florenz 
stellte er die Iiriegsthaten des Erzherzog-s Matthäus in Bildern dar. 
In allen seinen Vvßrliell herrscht Eine feurige Einbildungsliraft, 
und die Wuth des Krieges ist oft mit allen Schrecken auf leben- 
dige Weise dargestellt. Dieses grosse Feuer trifft man aber nur 
in kleinen Cumpositioneix, und in diesen ist auch die Farbe warm 
und kräftig. In grusseil Bildern ist er seluvach als Zeichner, 11ml 
das Colurit fällt Zu stark in das Rothe. Die Eile und die Wuth, 
mit welcher er arbeitete, liessen ihm nicht Zeit, correkt zu seyn. 
 Oft haben seine Pferde nur drei Füsse und andere Fehler. Doch 
ertheilt ihm Lanzi ein hohes Lob, und dieser Schriftsteller glaubt 
sogar, Courtois sei in seiner Gattung durchaus von keinem Künst- 
ler übertrolifen werden. 
Buurguignun hat auch etliche Blätter geätzt: 
Eine Folge von 8 Bl. militärischer Scenen. H. 4 Z- 2 L. --4 Z- 
ll-L.,Br. 5Z. 11 L. -6Z.2L. 
Die ersten Abdrücke sind vor den Numern und dem Namen des 
Künstlers, der sich hier mit G. Cortese f. bezeichnete. 
Der Kampf bei dem Schlossthurnie. I. C. H. 7 Z. 1' L., Br. 12 Z. 
Verwundete Soldaten, vom Schlachtfelde gebracht, denen auf 
Befehl der Anführer Iliilte geleistet wird. Ohne Zeichen. 11. 
7 Z. 11L., Br.12 Z. 
Die Schlacht am Fusse des Berges. Ohne Zeichen, wahrschein- 
lich erste Idee zur Schlacht von Steenberg. H. 7 Z. 11 L., 
Br. 12 Z. 5 L. 
Der Iianxpf der Christen mit den Türken. Ohne Zeichen. II. 
e. z., Br.12 Z. 4 L. 
4 Bl. in Fabian Strada's VVerk de bello belgico, wovon die erste 
Ausgabe 1640 zu Rom erschien. Die zweite ist von 161i?- Die 
 Blätter sind im zweiten Bande und mit 168, 195, 567, [C77 nu- 
merirt. H. 10 z. 3  10 L., m. a4 Z. a L. _ 15 z. o L. 
Sie stellen dar: 
  Die Einnahme der Stadt Oudenaerde, 1537. 
 Die Schlacht von Steenberg, 158.3. 
 Die Eroberung von L' Ecluse, 1588. 
  Die Einnahme von Berca am Rhein, 1589. 
 Es wurde auch Mehreres nach ihm gestochen, von G. Audran, 
L. Vorstermann, Clouvet, Chatelain u. a. 
6911110131 Gulnallmß, lNInler und Iiupferiitzer, Bruder des vor- 
hergehenden Künstlers, wurde 1623 zu St. Hippolite geboren und 
 ebenfalls Bourguignon genannt. Dieser Iiiinstler kam frühzeitig 
nach Rom in Pietro BerrettinPs Schulegund auch mit C. Maratti 
stiftete er Freundschaft. Auch dieser jüngere Bourguignon fand 
mit seinenArbeiten ungemeinen Beifall, allein es gebricht ihm an jener 
Lebendigkeit und Bewegung, die uns in den Werken seines Bru- 
ders in Fülle entgegentreten. Er hatte einen Hang zur Melancholie, 
der sich auch in seinen Gemälden abpräget. Von seiner Hand sind 
in mehreren Kirchen Roms Bilder, und auch seinem Bruder lei- 
stete er thiitige Hülfe. 
Wilhelm Cuurtois, der 1679 zu Rom starb, fertigte auch einige 
Blätter mit breiter und sicherer Nadel: 
'l'obias, welcher die Todten begräbt (La peste d' Israel), bezeich-
        

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