Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1720808
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Cort, 
Cornelius. 
C011, COTUCIIUS, Maler und Iiupferstecher, geb. zu Horn in Hol- 
land 1530, gest. zu Rom 1578. Er war ein Schüler des Hierony- 
mus Cock, für dessen Verlag er vieles gearbeitet, wovon aber der 
grösste Theil blos unter dem Namen des letztern erschien. Schon 
bekannt durch VVerke von VVerth nach mehreren niederländi- 
schen Malern, ging er nach Italien und hielt sich ziemlich lange 
zu Venedig auf, wo ihnfIyitian in sein Haus nahm und ihn einige 
seiner schönsten Coinpositirznen stechen liess. Von da ging er nach 
Rom und gründete dort eine Schule, aus welcher Aug. Cnrracci, 
Ph. Thomassin und andere Iiiinstler hervorgingen. Bis zu den 
Zeiten des C. Cort hatte man fast blos im Kleinen gearbeitet, 
er aber öffnete die_ Bahn der Stecherkunst im Grossen, d. h. er 
hatte neue VVege fiir die Kunst entdeckt, und neue Schritte zur 
Vollkommenheit gethan. Er stach eine Menge schöne): Blätter, 
welche die Freude der Kenner sind, und durch den Geschmack, 
durch ihre schöne VVirkung und durch die Richtigkeit der Zeich- 
nung ansprechen. Er führte sein Instrument mit Leichtigkeit, und 
wendete zuerst breite und genährte Taillen an, was ihn in den 
Stand setzte Gegenstände von grossem Umfange zu stechen, nur 
wusste er seinen Stichen noch nicht Farbe zu geben, denn diese 
Kunst wurde erst später von den Stechern nach Rubens erfunden. 
Indessen erscheint Cort in seinem Märtyrtorle der Unschuldigen die- 
ses Geheimniss schon mehr als geahndet zu haben. Zu seinen vor- 
ziiglichsten VVerken gehören: 
Nach Titian:  
Die Verkündigung Mariens, unten: Ignis ardens et non com- 
burens. 
Die Marter des heil. Laurentius; selten in guten Abdriicken. 
(Winkler 4 Bthha). 
Die Dreieinigkeit, la toussaint genannt. (Brandes 1 Rthlr. 8 Gr.) 
Der heil. Hieronymus am Eingange einer Höhle vor einem Cru- 
cifixe kniend; selten.   
Die heil. Magdalena in der Wüste vor einem Crucifixe. 
Lucrezia, ein meisterhaftes Blatt, 1571.  
Diana entdeckt die Schwangerschaft der Calisto, 1566, 
Prometheus, dem ein Geyer die Leber ausreisst, 1566, 
Roger auf dem Hippogryphen will die Angelwa von dem Drachen 
befreien. Lauter Folioblätter. 
Nach Muziano; ebenfalls im grossem Formate: 
Die Dornenkrönung. 
Die heil. Maria von Aegypten. 
Die Iireuztragung, 1566.  
Die Abnehmung vom Kreuze, 1566- 
Eine andere Abnehmung vom Kreuze mit vier Leitern, 1563. 
St. Hieronymus im Nachdenkens Er ist verschieden von demsel- 
ben Heiligen, der zu den Landschaften gehört, und ist vielleicht 
dem H. oek zuzuschreiben. 
Die sieben gFOSSCII Larldsßhnftßn, unter dem Namen der Biissen- 
den bekannt. (St. Johann der Tiiuler, St. Magdalena, St. Hie- 
ronymus, St. Onuphrius, _St. Hubertus, die Stigmatisation des 
heil. Antonius, derselbe in Entzuckuilg). Meisterstücke und 
selten in guten Abdrilßkßll- 
Nach Clovio: 
Die Bekehrung St. Pauls, 1576. 
Der heil. Georg tödtet den Drachen, 1577. 
Der ölgeichnam Christi, dem eine der Marien die Hand küsst, 
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Christus erscheint der Magdalena als Gärtner.
        

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