Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1720683
Cornelius , 
Peter , 
Bitter 
andeuten, dass die Gegenstände aus dein-Imben Peruginds, Frau- 
cia's, SignorellYs und Nlantegnzfs entnommen sind. Perueino ist 
dargestellt, wie er den Rafael liebevoll unterrichtet, undbin den 
allegorischen Gestalten der Pietas, Contemplatio, Verita; und Casti- 
gas spricht sich der Charakter seiner Kunst aus, 
In der neunten Loggia begegnen wir dem tiefsinnigen Leonardo. 
An der Mitte der Iiuppel sehen wir Helios, das Sylnbo-l des ewb 
gen Lichtes, dahinfahren; unter den Füssen der Bosse einen Fluss- 
gott, rings im Iireisedie zwölf ILIiIIIIIIGlSZClUhGII. In vier Bildern 
aus der Mythe sind die 'I'empera1.iieiite dargestellt, um die philo- 
sophische Bichtung Leonärdds zu berühren. Latona mit den in 
in Frösche verwan e teii auern deutet auf das hlerrmatisch 
mit Proserpina auf das melancholische,- Baccliius ii-iit Ariadiiflgiif 
das saiiguinische, Seniele, die im Feuep Jupiter verbrennt, auf das 
cholerische Temperament. In zwei Bildern aus seinem Leben ist 
der Meister näher bezeichnet. Einmal sehen wir ihn als Lehre,- 
der Archäologie, Anatomie, Chemie, Perspektive etc. unter seinen 
Schülern; dann ist er als Nlalcr der Mona Lisa vorgestellt bei 
weicht! Arbeit Flöten  und Zitherspielcr zugegen, deren Iiunist er 
beim Portraitmalen gern in" Anspruch nahm, um die sitzenden in 
angenehmer Stimmung zu erhalten. In der Liinette sehen wir in 
zwei BilderirGeburt und _Tod des grossen lYIeisters. liaum gebo- 
ren nehmen ihn die Grazien__in ihre Pflege, und Minerva schüttet 
ihr Fullhorn uber das kräftige Iiind aus. Auf dein Sterbelager 
liegt der schwache Greis in deir Armen des Königs Franz. von 
Frankreich, zu den Fussen sind die trauernden Freunde. 
In der zehnten Loggia sagt uns die Unterschrift unter dem Bilde 
eines Malers, den wir, von seinen Freunden und Gebülfen umge- 
ben, in der Mitte der Kuppel finden, „Anch' io sono pittdre" den 
Namen desselben. Correggio bezwang alles Natürliche mit An- 
muth und machte es sich dienstbar. Desshalb sehen wir die Sym- 
hole der Elemente, Adler, Löwe , Pfau und Delphin, von ArnOret- 
ten begleitet, in vier Bildern der Kuppel. In der Liinette schlum- 
mert Correggio, von den Grazien mit Blumen überschüttet. Die 
Begeisterung eines geflügelten Genius mit der Harfe deutet auf das 
hohe lyrische Talent des Meisters, wie die Satyrinaslie, mit der ein 
anderer spielt, auf seinen Iluiiior. 
Die eilfte Loggia macht sich durch den geflügelten Löwen in der 
Mitte der Kuppel als die venetianische kenntlich. Noch mehr den- 
ten darauf die Piostra, als Verzierung viermal wiederkehrend und 
die beiden Bilder aus der Mythe: die Geburt der Venus, die 
auf einer Muschel aus dem lVIeere steigt, und die Fahrt dcir Ar- 
gonairten. In zwei andern Bildern sehen wir die venetialjische 
Schule charaliterisirt. Gentile Bellini malt die Favoritin des Sul- 
tans an der Seite ihres Gebieters auf die Ottoinane hinge5t,.eckt_ 
Iin entgegengesetzten Bilde sehen wir in des Giovanni Bellino We,.k_ 
stätte den deutschen Meister Albrecht. 
Die Lünette, in deren Mitte, von Fruclitgehängen und Blumen 
umgeben, unter SPlClCBClCn und tanzenden Amoretten das Bild der 
Dimm von Ephesiis steht, zeigt uns den Meister der venetianiscilen 
Schule in zwei Bildern, _von _den Grossen der Kunst und des Le- 
bens geehrt. Links namlich finden wir Michel Angelo und Vasal-i 
in Tizian's Werkstatt seine Werke bevviiiideriid, rechts ist die 
bekannte Anekdote abgebildet, wie ihin Karl V., der ihm zuln 
Portrait sitzt, den Pinsel, der herabgefallen, aufhebt. 
In der zsvölften Loggia begegnen wir dein erhabenen Geiste Mi- 
chel Angeles Die drei Schwesterkunste, Architektur, Sculptur 
und Malerei, eng sich umfassend, wie im Leben des grossen Mei-
        

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