Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1714239
Box-ekens 
efc- n 
Matthäus. 
Boresum 
EH? 2 
Abraham 
van. 
55 
Dieser liiinstler, den einige für den Vater des berühmten J. C. 
Scaliger halten, wurde in S. Daniel zu Padua begraben, aberman 
ss-ciss die Zeit nicht, in welcher dieses geschah. 
Er gehört dem 15. Jahrhundert an. 
Borekens oder Borrehens, Matthäus, Kupferstecher zu A131. 
werpen, geb. um 1615, und blühend um 1644. Er stach besonders 
Portraite in der Manier von Pontius. aber nicht mit dem Geiste 
 dieses grossen lYIusters. Nach van Hulle stach er mehrere Bild- 
nisse der bevollmächtigten Minister bei der Friedensverhandlung 
zu Osnabrück, auch mehrere gute Blätter nach Rubens und an- 
dern, für den liupferstichhändler Martin van den Enden.  
Unter seine besten Arbeiten gehören: ;  
Die Portraite des August Carpzov, Gerhard Schepeler, des Präla- 
len Christoph Bulkens, alle drei in Fol. Die beiden ersteren 
nach A. van Hulle, das letztere nach Diepenbeck.   
Das grosse Crucifix, nach van Dyck, ein sehr grosses Stuck m 
die Breite.  
Die unbefleckte Empfangniss, nach Rubens, Fol. 
St. Franziscus und Ignaz von Loyola, beide in Feb, nach Clßlllr 
selben. 
Die heil. Barbara, ein sehr seltenes Stiick nach Piubenggr. Fol. 
Jesus gebunden und kniend, vor ihm zwei Engel, nach ieyeu- 
beck. Ein grosses Stück. 
Der gute Hirt, nach demselben, gr. Fol. 
Das Geheimniss der Messe, ebenfalls nach Diepenbeek, in gr. 
qu. F01. u. s. w. 
Bord; Anton, Maler, Zeichner und Stecher mit der Nadel und 
in der schwvarzcn Hllllätt, geb. zu Paris um 17115. Er hat mehreres 
nach seiner eigenen Erfindung gestochen, unter andern viele See- 
nen aus dem amerikanischen Kriege, dem er selbst beigewohnet, 
einige Allegorien, Portraite und andere Darstellunäzn. Nach sei- 
nen Compositionen arbeiteten die geschicktesten 'iinstler seiner 
.Zeit, und daher ist die Anzahl der nach ihm gestochenen Blätter 
bedeutend. 
Sein Sohn leiches Namens ist besonders als Zeichner zu erwäh- 
nen. Dieser lebte noch 1810. 
Boresum (Boresom, Borssum), Abraham van. Maler und 
Iillpferstecher, dessen Lebensverhältnisse unbekannt sind und den 
lieinecke irrig zum Schüler Rembrandts macht. Er ferti te Land- 
schaften und Ansichten von Städten u. s. w., Bilder, weiche meist 
IQ einem dunklen, braunen Ton und mit kräftigen Lichtern gemalt 
51Min Sie haben einige Aehnlichkeit mit denen Rembrandts, aber 
Sie Sllld minder kunstreich behandelt. Seine Zeichnungen haben- 
daller grösseren Werth. Es ollenharet sich darin Gefühl fürWahr- 
he" der Natur und eine geschickte Behandlung. In der Auktion 
dQS C. Ploos van Alnstel wurden einige dieser Zeichnungen, die 
lelCht Colorirt sind, um 400 f]. verkauft. 
_Auch Boresurtfs Aetzungen, im Geschmacke Potter's, werden von 
Liebhabern sehr geachtet. Man kennt von ihm: 
Einen Ochsen mit der Halfter angebunden, Boresum fec.; H. 4 
 Br. 6 z. 2 L. 
ZWEI 111418„ von denen eine sitzt; in gleicher Grösse. 
Abdrucke V01" der Adresse sind bei Weigel um 6 Thl. 12 gr. 
eusgeboten. 
Eine Eule mit einer Ratte in den Krallen, A. V. Ba; H- 2 z- 
 
        

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