Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719341
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Clearchus. 
Cleef, 
VRIL" 
Wilhelm 
Greif in die Höhe getragen, sah. Dieser Cleanthes lebte Weit später, 
als der angebliche Erfinder des Zeichnens. 
Clearchus, ein Bildhauer aus Rhegium, Schüler des Euchir, unter- 
richtete den berühmten Pythagoras, lVIyr0n's Zeitgenossen. Er 
blühte nach Sillig O1. 68, nach Müller Ol. 72. 
Chef, MÜTÜTI Van, ein Historienmaler, lernte bei Fr. Floris und 
 hatte ein vorzügliches Talent, im Iileinen zu malen, wobei er von 
seinem Briicler Heinrich die Landschaft malen liess. Er selbst fer- 
tigte wieder die Figuren in den Landschaften verschiedener Maler, 
vorzüglich des (Joninxloo. Im Jahre 1551 wurde er in die Akade- 
mie zu Antwerpen aufgenommen, und starb in einem Alter von 50 
Jahren, aber es ist unbestimmt, in welchem Jahre. 
  Er hatte vier Sühne, von denen auch einer Martin heisst. 
Vasari verwechselt den ältern Martin mit Martin Schön. Man 
kennt auch ein Blatt mit der Geburt Christi, das mit M. C. be- 
zeichnet ist, und unserm Künstler angehören könnte. Nach Christ 
soll er mehrere Blätter gestochen haben, die mit einem Affen, der 
am Banche ein Medaillen mit den Buchstaben V. C. trägt, he- 
zeichnet sind. 
Gleef, Cornelis van, ein Maler zu Antwerpen, den van Mander 
lueriilnnt nennt. 
Cleef, Heinrich van, ein vbrziigllcher Landschaftsmaler zu Ant- 
werpen, geb. um 1520, gest. 1589. Er durchreiste Italien , um die 
schönsten Gegenden zu zeichnen, die er in seinen Gemälden an- 
brachte, und wurde dann nach seiner Rückkehr in die Vaterstadt 
1555 in die Akademie aufgenommen. Er malte auch die Hinter- 
gründe zu den Gemälden mehrerer Maler, besonders zu denen sei- 
nes Bruders Martin und des Fr. Floris.  
Seine eigenen Gemälde zeichnen sich durch leichten Ton und 
Harmonie der Farben aus. 
Ileinrich van Cleef hat sich auch als Iiupferätzei- ausgezeichnet. 
Seine Blätter sind mit einem Monogramme oder mit Henricus Cli- 
vensis bezeichnet. Zu den vorziigliehsten gehören: 
Das Stiergefecht zu Rom, H. van Cleef fec.; qu. fol. 
2 Landschaften, wo Leute in einer Höhle kochen und speisen; 
beide in qu. ful. 
Eine Sammlung v. 6 Landschaften mit römisch. Monurnenten; qu. fol. 
Eine andere von 4 Landschaften; kl. qu. ful. 
Die verschiedenen Iandschaften dieses Meisters wurden gesam- 
melt und unter dem Titel herausgegeben: Henriei a Cleve Ruinarum 
ruriuxnque aliquot delineationes, excutae per Galleuin, 58 Stiielse; 
qu. im. Fiorillu II. 4:4. Rost v. 91. 
Gleef, Vvllllelnl van, Bruder Heinrichs und Martins, zeichnete 
sich in gmssräumigen Gemälden aus, starb aber in jungen Jahren, 
doch weiss man nicht wann. 
 Man kennt einen sehr seltenen Knyferstich, welcher die heil. 
Jungfrau mit dem Rinde, welches einen Vogel an dem Faden hält, 
 darstellt, bezeichnet mit YV. C. I. E.  1586. H. 1Q  Br. 8 Z. 2L. 
Bartsch IX. 578 setzt dieses Blatt unter die anonymen Werke der 
deutschen Schule, aber Bflluiüt versichert, dass man in Holland 
die bezeichneten Initialen mit Wilhelmns van Cleef invcnit et fecit 
erkläre.  
Wilhelzn Clcef könnte um X586 gearbciket haben.
        

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