Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1714191
Horch , 
Borcht , 
Heinrich 
van 
der, 
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von L. Orsi, begann 1614 im Minoritenliloster zu Mantua das Le- 
ben und die Wunder des heil. Franziscus zu malen, vollendete aber 
die Arbeit nicht. Er hatte einen grossen Ruf als liunstkenner. 
Borch, G- T-j soll nach IIeinecl-te Gerard Ter-Burg bedeuten. 
VBOrClIt, Peter van der, Maler und Iiupferätzer, geb. zu Brüssel 
um 1540, gest. 1608. Er malte anfangs Historien und auf Glas, 
verlegte sich aber nachher besonders auf das Landschaftsnialen, und 
lieferte hierin Bilder, die in Flandern sehr geachtet werden. Man 
glaubt, er sei aus der Familie des Heinrich van der Borcht. 
Peter radirte verschiedene Stücke nach eigener Eriindiingp Man 
tadelt die Magerkeit seiner Figuren und die Unrichtigkeit der 
Zeichnung, lobt aber die Leichtigkeit der Erfindung und den Aus- 
druck der Köpfe. Weniger glücklich ist er in der Ventheilung der 
Gru wen. 
Seliiie Arbeiten sind sehr zahlreich; als die vorziiglichsten be- 
zeichnet Rost V. 526 folgende: 
Die Geschichte von Elias und Elisa, oval in qu. 4. 
Dieses Werk ist mit einem Monogramnie bezeichnet und ge- 
stochen, wesswegen Brulliot Dict. des inonogr. I. Nu. 1095 
laubt, dass selbes nicht unserm Künstler angehöre, da alle 
glatter desselben eiitzt, und mit dem ausgeschriebenen Namen 
bezeichnet sind. iJieser Schriftsteller hält die Blätter für Ar- 
beit des Hieron. Wierix. 
Eine Folge von Landschaften mit Gegenständen aus dem alten 
und neuen Testamente, (i. 
Ländliche Belustigungen; Corn. van Tienen exc., qu. F0]. 
Ein Fest der Schützengesellschaft; qu. Fol. Id. exc. 
Eine Landschaft mit der Geschichte der Hagar und Ismaels, 1586, 
gr. qu. Fol. 
Emblemata sacra e praecipuis utriusque testamenti historiis cou- 
cinnata, et a Petro van der Borcht aeri incisa. Amst. Pol. 
Ovid's Verwandlungen, 178 Blätter, qu.  
Peter van der Borcht hat auch in Holz geschnitten, und er ist 
wahrscheinlich derjenige Formschneider, dessen Papillon I. 156 er- 
wähnt, und den Heller s. 149 erdichtet laubt. EP hatte ebenfalls 
einen Bruder oder Onkel Namens Paui, der die Hulzschneide- 
kunst übte. Einer von Beiden ist sicher der Graveur des Pa- 
pillon. 
Borßht; Helllflßh Van (lßf, der Vater, Maler und Iiupferätzer, 
geb. zu Brüssel 1585, gest. zu Frankfurt am Main 1660. Er kam 
schon frühe mit seinen Eltern nach Deutschland, die sich zu Frank- 
furt niederliessen und den Sohn in die Lehre zu Giles Valkenburg 
brachten. Später besuchte er Rom, um sich in der Malerei aus- 
Zubilden, und erwarb sich zugleich auch antiquarische Kenntnisse. 
Nach seiner Rückkehr in Deutschland arbeitete er einige Zeit zu 
Frankenthal, und liess sich 1627 zu Frankfurt nieder, nachdem er 
Siclrauch ziemlich lange in England aufgehalten hatte. 
Die Blätter dieses Künstlers sind von denen seines gleichnami- 
ge? Sohnes nicht leicht zu unterscheiden, da sich beide gleicher 
Zeichen bedienten. Die des Sohnes sind, nach Brulliot, nur mit 
einer zierlicheren und feineren Nadel gefertiget. Dem Vater eignen 
Hub" und Rost V- 528 folgende Blätter zu, aber das Verzeichnisi 
 ist nicht coinplet: ' 
Maria mit dem Iiinde, nach Parrnesano, zu Londonlöä? gesto- 
chen, kl. Fol. 
Dnelßrablegung, nach Rafael, 1645, 4. 
4a
        

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