Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719231
Cittadella , 
Alfonso. 
Cittadini , 
Pierfrancesco. 
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nehmen Rang, und schon im 13.Jahrhunderte blühte es unter dem 
Namen degli Jacopi. Vasari hat daher nicht ganz Recht, wenn er 
unserm Künstler seinen Luxus in der Kleidung verwirft mit der 
Bemerkung, dass dieses wohl Adeligen und reichen Leuten , aber 
nicht Künstlern zustehe. Einer adeligen Abkuuft kann sich Cit- 
tadella rühmen.  
Sein Geburtsjahr ist unbekannt, und auch Malvasizfs und Cicog- 
nara's Behauptung, dass Nicolo da Puglia sein Lehrer gewesen, 
ist nicht sicher. Der Verfasser des bezeichneten Werkes findet es 
wahrscheinlicher, dass Alfouso den Werken des M. Civitali und 
denen des J. della Qnercia in Lucca die ersten Eindrücke verdanke, 
und dass er später Gelegenheit fand, diese in FELTIIYCI unter einem 
der Lombardi auszubilden und zu entwickeln. lYIau hat unsern 
Künstler sogar zu einem Neffen jenes Pietro Lombardi gßlllilßhl. 
der um 11'160 blühte; wenigstens zeigt der Beiname: alias Lombardi, 
dass er mit einem der Lriinbardi in einem nlihern Verhältnisse ge- 
standen, und dieses mag allerdings Pietro gewesen scyn. Frcdißlli 
vermuthet, dass neben dem unabhängigen Zusammenarbeiten beide 
ein Familienband näher an einander geknüpft haben dürfte, dass bis 
an sein Lehensentle fortdauerte, denn Vasari sagt, dass Sigismondo 
Lombardi sein Erbe ward. 
Alfonso arbeitete 1526 in Bologna, denn in diesem Jahre nennt 
ihn schon eine Urkunde in S. Petronio dieser Stadt, indem sie ei- 
nes Basreliefs mit der Auferstehung Christi erwähnt, und Nlariette 
glaub]. in den lYlalerbriefen V1. 19. Ed. IWTih, dass Cittadella schon 
15m an der (Ionfession des Domes einige Arbeiten vollendet habe. 
Ein umfassendes "tVerk von 1519, mit höchst ausdrucksvollen Iiü-"i 
plcn, ebenso meisterhaft in den Gestalten als in der Draperie, ist 
das Bcgriibniss der heiligen Jungfrau im Oratorio della Vita zu Bo- 
logna, das bei Cicognara, Storia dclla scultura II. tav. LV. abge- 
bildet ist, und daselbst ist tab. 40. auch die oben erwähnte Aufer- 
stehung des Herrn in Kupfer gestochen. Sie befindet SiClI Übe? 
dem einen der Seitenthore von S. Petronio. IYIan wusste früher 
nicht, in welcher Zeit dieses Relief entstanden.  
Cittadella besass auch ausserorrlexitliche Kunst in Bildnissen von 
VVachs, Gyps und Prlarinor. In Marnxur arbeitete er die Büste Hai- 
ser Karl V., der sich 1550 zu Bologna krönen liess. Einige 
Jahre später führte er das Nlonumcntißlemeus VII. nach einem 
Modell des Michel Angele aus, dem er auch bei der Arbeit seiner 
grossen Statue Julius llwhalf. Ucberhaupt hatte Buonarotti einen 
grosseu Einfluss auf die Iiunst des Cittadella, wie dieses in seinen 
Arbeiten mehr oder weniger sichtbar ist. 
Clttä di Castello, Franzesco da, ein Maler, den man für Pe- 
ruginds Schüler hält. Lanzi sah in Citta di Castello auf dem Al- 
tare der Conventualen eine Verkündigung mit schönem Prospekte. 
In einem Wegweiser durch Rom wird er bei der Capelle des heil- 
Bernardino in Araceli genannt, XWÜ er mit Signorelli und Pintu- 
ricehio in Concurrenz gemalt haben soll. 
Clttßdella, BQTtOlOIIIEO, Maler zu Venedig, vielleicht Carpionds 
Schüler, aber geringer an Geschick. Dennoch erwarb er sich Ijlhre 
und Reichthum. Zu Venedig, in Verona und Padua sieht man Histo- 
rien von seiner Hand, in denen er sich als correlaten Zeichner und 
guten Coloristen heweiset. Er arbeitete schon 1,050 und noch 1690' 
Cltliildinl, PlCFFPQIICGSCO, genannt il Milanese. ein tremlcheqr 
BlülnClJ-, Früchte  und Thiermaler, der sich zu Bologna nieclet-
        

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