Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719141
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Cimabxle , 
Giovanni. 
Cimbal , 
Jakob. 
gen aus, die ihm_bis zum März des bezeichneten Jahres entrichtet 
wurden. Nach dieser Zeit verschwindet seine Spur.  
Grosstentheils von Cunabne veriertiget halt Forster das Ebenbild 
 Christi auf dem Throne; doch dieser ist ganz in alter, typischen: 
'Weise dargestellt, ohne dass ein Bestreben sichtbar wäre, durch 
Zeichnung der Umrisse, oder gar durch Schattengebung den Schein 
des Natürlichen hervorzubringen. Bei Johannes hingegen sieht 
man deutlich, wie der Meister sich bestrebt hat, dem traditionel- 
len Charakter treu, doch der Form einige Ausbildung zu geben. 
Ohne im Geringsten der Meinung des Herrn Förster, die derselbe 
im Museum fiir bildende Kunst von Dr. liugler 1833 S. 158 be- 
kannt gemacht hat, nahe zu treten, möchten wir zum lluhine un- 
sers Künstlers nur die Figur des Johannes für das Werk des Ci- 
mabue halten, weil sich in derselben eine naturgeniiissere Gestal- 
tung olfenbarct, die gerade dem Cimabue eigen ist, wie wir bereits 
oben erwähnt. In den Documenten des Archives findet sich selbst 
eine Stelle, die dieses zu bestätigen scheint; es heisst nämlich: 
  . . . dictus Cimabue habere debebat de figura S. Johannis, quam 
fecit juxta magiestateln etc. I-lier ist Cimabue als Verfertiger der 
Figur des Johannes bezeichnet, und vielleicht ist nur dieseßallein 
von seiner Hand, wenn er in der Rechnung auch Pictor magiesta- 
tis genannt wird. Die Figur des Erlösers diirfte daher von andern 
Künstlern herrühren, vielleicht von denselben, deren Förster in 
den bezeichneten Documenten erwähnt fand. 
Die ersten Meister, denen das Bild aufgetragen wurde, hiessen 
U uccione di Gruccio und Jaco o Nuccio. Die ersten Zahluneen 
 wiirden an einen Magister Frzijnciscus de S. Simone, an Daiius, 
Tura u. a. geleistet, und vielleicht war Cimabue derjenige, der das 
Werk vollendete, und daher ist es nicht unwahrscheinlich, dass er 
als den beriihxrtelre für alle übrigen allein den Namen des Pictor 
magiestatis er iie t. 
Da nun, wie Vasari berichtet, alle diese Werke Cimabue zu sei- 
nem grosseil Nutzen einen berühmten Namen gemacht hatten, ward 
er zugleich mit Arnolfo Lapo zum Baumeister von Santa Maria 
del Fiäre in Florenz ernannt. Endlich aber, als er 60 Jahre alt 
_ewor en war, ine er, wie "ener Schriftsteller behau tet im 
Qifahre 1500 zu eiimfn andern Llebßll hinüber; allein er grbeitete, 
dem Pisauer Archive zufolge, daselbst noch 1302; mithin war er 
ein Zeitgenosse Duccio's und gewiss noch ein Nebenbuhler dessel- 
ben. Cimabue's Leichnam wurde in S. INTaria del Fiore begraben 
und ihm von einem der Nini folgende Grabschrift gesetzt: 
grediditnt fiixnabos picturae castra teäiere; 
1c tenuit vivens; nunc tenet astra o i. 
Das Bildniss dieses Iiiinstlers, im ProfiFgezeichnet, ist in dem 
Bilde der streitenden und triumphirenden Kirche von Simon von 
Siena im Kapitel von S. Maria Novelle zu sehen. Berichtigende 
Anmerkungen iibcrdiesen Künstler hat die deutsche Ucbersetzung 
Yasarfs, herausgegeben von L. Schorn I. B. S. 117. E.  S. auch 
den Artikel Buoninsegna (Duccio).  
Cimarolis GiÜV- Batlsta, Landschaftsmaler aus Salo am Garda- 
See, Calztfs Schüler, arbeitete in Venedig für Einheimische und 
Fremd?! ziemlich gcscehätzte Bilder. Er starb nach. 1720. Fiissly 
verwec se t ihn mit ignaroli.  
Clmatorl- s. Visacci. 
Cimbal, Jakob, ein akademischer Maler zu Wien um 1821. Nähe- 
res lmnnteix wir über diesen Künstler nicht erfahren.
        

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