Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1718976
Christal] , 
Joshua.  
Alexander. 
Christian , 
529 
Fiissly erwähnt eines Peter Christa, der um 15:80 zu Antwerpen 
gelebt haben soll. Dieses ist unser Christa des Vasari, so wie denn 
auch Füssly den V asari und Guicciardini citirt. 
chrlstau 2 JOshuag ausgezeichneter Aquarellist zu London , dessen 
Werke schon zu Anfang unsers Jahrhunderts Aufsehen erregten. 
Eir wählte den poetischen Styl der Landschaftsmalerei. Seine An- 
sichten italienischer und schottischer Gegenden sind mit kräftigem 
Pinsel ausgeführt, doch nicht immer von Manier frei, weil der 
Künstler eher nach Modellen, als nach der lebendigen und stets 
wechselnden Natur zu malen scheint. Auch wiederholt er sich oft. 
Christall ist Präsident der Gesellschaft der Maler in Wasserlarben- 
01111512611, JOSePll, geschickter Bildhauer, geb. zu Bucchs im Can- 
ton Unterwalden 176g, zeigte schon in früher Jugend Liebe zur 
Iiunst, welche durch seinen Vater, einen Bauersmann, der Thiere 
und Heilige in Holz schnitzte, geniihrt wurde. im Jahre 1783 ging 
er nach Luzern und lernte dort bei dem Bildnissmaler Wiirsch die 
_Zeichenkunst, wobei er sich auch in- der Bildnissmalerei versuchte. 
lVIehr als diese Kunst zog ihn jedoch die Scnlptur an, worin schon 
seine ersten Arbeiten ein grosses Talent verriethen. Diese waren 
ein sechs Fuss hoher hölzerner St. Nikolaus von der Flue, für eine 
Landkirche bestimmt, und vier grosse Löwenköpfe, welche an der 
Ennnenbriicke angebracht sind. 
Im Jahre 1788 ging er nach Rom und verweilte dort unter Trip- 
pels Leitung drei Jahre mit geringer Unterstützung, verliess aber 
dann desto reicher an Kenntnissen die Hauptstadt der liunst, um 
 im Vaterlande sich seinen Unterhalt zu verdienen. Er verweilte an- 
fangs in Zürich und zu Stanz, späterhin zu Bern, wo er sich ver- 
heirathete, und liess sich zuletzt in Basel nieder. Hier beschäftigte 
er sich, in Ermangelung wichtiger Aufträge, vorzüglich mit Büsten 
und Bildnissen in Nledailloils von lYIarmor, Alabaster und gebrann- 
ter Erde, welche sowohl in Hinsicht der Aehnlichkeit, als der Aus- 
führung vortrefflich zu nennen sind. Im Jahre 1791 vertertigte er 
das hlonument des vom Col de Balme zu Tod gestürzten Escher 
 von Berg aus Zürich, und später die schöne Gruppe in Ton, welche 
Angelica und Medor vorstellt, und ursprünglich für Burkard un 
Hirschgarten zu Basel bestimmt war, nachlier aber in grösseren 
und kleineren Formaten für Itiunstliebhaber ausgeführt wurde. Die- 
ses Werk ist voll Zierlichkeit und Aumuth, und zeigt das begei- 
sterte Studium nach den alten VVerken der Kunst, das sich in allen 
Arbeiten dieses Künstlers olfenbaret. Von vorzüglicher Schönheit 
und Reinheit der Ausführung ist auch die aus dem Ei sich hervor- 
arbeitende Cythere, welche Christen nach H. Iiellerfs Erfindung 
ausführte. 
Unter seinen Büsten verdienen ausgezeichnetes Lob: die des 
galomon Gessner und des Schweizerhelden Hans von Hallwyl, in 
uberuatiirlicher Grösse. Die Büsten von Pestalozzi und Pfelfel, die 
er für den König- Ludwig von Bayern wrrfertigte, gehören zu den 
besten Werken neuerer Sculptur; letztere befindet sich in der Glyp- 
tothek. Neben diesen verdienen auch noch mehrere andere Werke 
dieses Künstlers rühmliche Erwähnung. 
Ghnstl: Ascanio dei, ein sehr geschickter Bildhauer zu Venedig 
11111 1624- Er machte sich durch seine Schnitzwerke in Elfenbein 
 und durch Crucifixe berühmt, woher er auch den Beinamen hat. 
Chrlstiang Alexander, ein geschickter Baumeister von Innsbruck, 
de? sich um das Ende des 17. Jahrhunderts Ruhm erwarb. Er 
naglefs Künstler-Lax. 11. 13a. 34 
        

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