Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1718844
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Cheweuse , Albert. 
Chiari 
oder 
Clarus, 
Fabriz. 
CIIGVTBUSC, AlbCTt, Herzog von, zeichnete und ätzte einige Blät- 
ter, und vollendete sie dann mit der trockenen Nadel. Sie beste- 
hen in kleinen Landschaften , in 3. in die Breite. Auch die Biiste 
eines Mädchens, nach Boucher, hat er in Kupfer gebracht. 
Nach Heineeke soll auch sein Bruder, der Cardinal de Luynes, 
an diesen Arbeiten Theil haben. 
Mit der Bezeichnung dieser Blätter ist man nicht im Reinen; 
 denn Einige wollen sie auch auf den Herzog von Chartres deuten. 
Herzog Albert starb 1766 im 50. Jahre. 
Chlalll, VIIICGIIZO, Historienmaler zu Florenz und Professor der 
Malerei an der Akademie dieser Stadt. Dieser Künstler, der unse- 
rer Zeit angehört, malte mehrere lobenswerthe Bilder, sowohl hei- 
"Y ligen als profanen Inhalts. Irn Jahre 1828 kamen von seiner Hand 
vier Gemälde in die Cathedrale von Aquapendente, die der Bischof 
 Pier Leone verfertigen liess. Sie stellen die heil. Jungfrau von 
Heiligen umgeben, zwei Schutzheiliüe von Aquapendente, zwei 
Martyrer, denen Engel die Krone und Palme reichen, und den Er- 
löser mit vier andern Figuren dar. 
Clllälppe, Jülliltln BQEUSI, Maler von Novi, bildete sich in Rom 
zum gescliicktetrzeic nur und nachher in Mailand zum wackern 
Coloristen. Erfrnalte Kirchengemälde, neben andern fiir St. Ignaz 
zu Alexandria eine grosse Tafel, und Bildnisse, die man in seiner 
Geburtsstadt." sieht; starb aber schon 1765 im 42. Jahre. ltaui 
nennt ihn den letzten verdienstvollen Maler der gennesischen Schule. 
Lanzi III. 299._d. Ausg.   
Chiaramella, Franz, auch Charamel-la oder Giromclla genannt, ein 
Baumeister von Gandino, oder, wie"Nicolai angibt, aus Venedig 
ebiirtig, wurde 1562 zum Bau der Festung Spandau nach Deutsch- 
äand berufen. Nachdem er einige Jahre das Werk fortgeführt hatte, 
wurde er 1569 vom Churfürsten in den Ritterstaud erhoben, und 
1572 zum Churfiirstliehen Baumeister ernannt. Im Jahre 1578 be- 
kam er seinen Abschied, der für ihn sehr riihmlich in lateinischer 
Sprache verfasst war. Wann und wo er starb ist nicht bekannt. 
lVIehreres s. Nicolai's Nachrichten von Iiiinstlern, die sich in und 
um Berlin aufgehalten. S. 21. 
Chiarellu, Jakob: Maler von Bologna, der unter Piasinellfs Schii- 
ler gezählt wird. Näheres weiss man über ihn nicht. 
Chiari, JOSBPlI, ein Römer, einer der besten Schüler des Maratti, 
malte schöne Stalleleibilder und versendete viele derselben nach 
England. Auch in Wandgemälden war er gut. Besonderswerclen 
ihm die im Pallaste Barberini und jene in der Gallerie Colonna 
immer Ehre machen; denn er malte in dieser Art mit Fleiss und 
Ueberlegung. Er beendete auch viele Arbeiten seines Meisters und 
BerrettonYs. Eines seiner besten Bilder 1st die Anbetung der Ma- 
ier im Suffra io zu Ruin. Er starb 1727 oder 1735, 68 Jahre alt. 
ianzi I. 506.  A. 
Sein Sohn Thomas war nach Lanzi nur ein mittelmäßiger 
Künstler. Er war ebenfalls Marattak Schüler. 
Clllüfi oder Clarus, FilllrlZ, Maler und liupfbrstecher zu Rom, 
geb. 1621, gest. 1695. Er studirte nach den besten Meistern spi- 
nes Vaterlandes ohne besondere Unterweisung, und brachte es zu 
grosser Geschicklichkeit sowohl in Oel- als in Wandbildern. C. 
Bloemaert, F. Fariat u. a. haben nach ihm historische Gegenstände
        

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