Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1714140
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Bonone, 
Bnrtolomeo. 
Bonvicino, 
Alessandro. 
BOUOYIO, BälPtOlOlUeO, ein Maler in Pavia zu Anthng des 16. Jahr- 
hunderts. Er arbeitete noch griisstentheils im Style der Nleistei- des 
vorhergehenden Jahrhunderts, und lieferte mehrere Bilder, deren 
sich noch einige erhalten haben. 
BOIIOIII, 1111010, ein italienischer Iiupferstecher des 17. Jahrhunderts. 
Man hat von ihm geätzte Blätter nach verschiedenen Meistern sei- 
nes Vaterlandes, neben andern eine Folge von fünf Darstellungen 
aus dem neuen Testamente, nach L. Baldi. i 
BOIIOHiOUSIS SCUlPIOP, bedeutet Jul. Bonasone. 
BOUOTa; Dolnlnlclls: Maler von Cavalese, Schüler von J. v. Al- 
berti, malte schöne kleine llistorien und ähnliche Portraite, die 
alle gut gezeichnet sind; nur Schade, dass er schlechte Farben 
wiihlte. Er malte auch in Freseo. 
BOIISI, DOIIICUiCO, ein Maler von Pietra Santa, der 1532 l" (lßf 
Iiirchc des heil. Nicolaus zu Pisa malte. WTan hält ihn für l'erin 
del Vagzfs Schüler, weil er ihm in der lVianier iihnelt. 
Er ist sicher Eine Person mit D. Bongi. 
BOIIHIlGUILi, Bernhard Timanthes, genannt delleGiranrlole, 
ein seltener vielseitiger Geist, geb. zu Florenz 1536, gest. 1603. 
Frühe seiner Eltern beraubt, lernte er die Miniaturmalerei bei 
Giul. Clovio, die Oelmalerei bei Aug. llronzino und Salviati, die 
Baukunst bei Vasari und das Bildhauen bei M. Angele. 
Seine VVerlie waren so tüchtig, dass sie Franz l. an denliaiscr, 
und an den König von SpllDiCl] schickte, sie sind aber nicht zahlreich, 
da er sich mehr auf Baukunst und Hydrostatik, als auf die Malerei 
legte. In der {lorentinischen Gallerie ist sein (eigenhändig gemaltes 
Bildniss, und im grossherzoglichen Pallaste ein sehr reiches liiist- 
chen (Studiolo), mit Basreliefs und Miniaturen]vortremich verziert. 
Seine VVerkstätte wurde von Fürsten und Edelleuteu besucht. Er 
soll das Geheimniss besessen haben, den Berglsrystall zu schmel- 
zen, und G-efeisse und Bilder daraus zu giessen. 
BOIWICIIIO, AlBSSQIIÜPO, genannt il Morettn da Brescia, geb. 
zu Rovate nach Einigen 1514, was jedoch unrichtig ist, denn er 
malte bereits 1515, und lebte noch 1547. 
Bonvicino ging aus Titiaxfs Schule hervor, und befolgte in der 
Heimath ganz seines Meisters Verfahren, wie aus seinem heil. Ni- 
colaus in Madonna de' Miracoli von 15.33 erhellet. In der 
Folge verliess er, entzückt über die VVerke RafaePs, den Styl des 
Titian, und bildete sich eine ganz eigene, so neue und einneh- 
mende Weise, dass Freunde der Iiunst, blos um seine Werke zu 
Sehen, nach Brescia gingen. Er hat von Rafael holdselige Gesich- 
ter, leichte und freie Haltung, manchmal wohl etwas Dünnleibig- 
lseit; Studium der Bewegung und des Ausdrucks, welche in reli- 
giösen Gegenständen cwissermassen die Zerlmirschuilg, die Fröm- 
migkeit, die Liebeshuiiid selbst scheinen. Diedileidung ist mannig- 
faltig, die Beiyverlte prächtfg, der Pinsel fein und fleissig, und was 
ihn am ltenntlichsten macht, ist ein höchst anmuthiges Spiel von 
VVeiss und Dunkel in nicht grossen, aber wohl unter einander ge- 
sänftigten und gegen einander gestellten Massen, ein Kunstgriff, 
den er bei Figuren sowohl, als bei Gründen braucht. Meistens 
liebt er sehr helle Griiinle, aus denen die Figuren wunderbar her- 
vorspringen. Seine Fleisehtheile erinnern oft an Titian. In Ge- 
wändern braucht er Blau wenig; lieber vereint er auf einem Hilde 
mehrere Arten von lioth oder Gelb und andern Farben. Vasari er-
        

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