Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1718808
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Chereau , 
Jakob. 
Chäron , 
Elisabeth Sophie. 
Die schöne Gärtnerin. nach demselben, fnLI Rec. de Grozat.  
David mit Goliaths Haupt, nach Darm. Fetti, grf fol. jiec. de 
Crozat.  
Die Fusswaschung, nach N. Bertin, gr. qu. fol.  
Die Iircixzalznehmung, nach Charpentier, fol. 
David betrachtet von seinem Hause herab die Büthseba im Bade, 
nach Raoux; gr. qu. ful. 
Iphigenia in 'I'auris, nach N. Bertin, fol. 
Vertumnus und Pumona, nach F. Marot, fol. , u. s. w. 
Die Gemahlin dieses Künstlers copirte das schöne Blatt-von 
Wille: la clevideuse, nach G. Dow.  
Sein Sohn Franz war nur Iiunstliännller. 
P 
GIICTOYI; HÜTI, Medailleur, geb. zu Imneville 1635, gest. zu Paris 
169g. Dieser talentvolle Künstler lebte einige Zeit in Rom als er- 
ster Meclailleur des Pabstes, bis ihn Ludwig XIV., von Chdronß: 
"Trelliliclxlseit unterrichtet, nach Frankreich berief. Er leistete die- 
sem ehrenvollen Rufe sogleich Folge, und nun fertigte er all: Me. 
claillen, welche die Siege seines Monarchen verherrlichen. In Rom 
schnitt er 16714 eine Denlaniiinze auf Bernini, die bei Iiöhlcr IX. 
28g abgebildet ist. Dieser Schriftsteller erwähnt auch noch einer 
andern mit dem Brusthilcle des A. J. Bouthellier de Ilance, von 
16 3. 
glheron hatte eine Wohnung im Louvre und eine bedeutende 
Pension. 
Chdfün, EllSabßtll SOPlIlG, Malerin und Iinpferstecherin, geb. 
zu Paris 1648, gest. 1711. Dieses ausgezeichnete VVeib erlernte 
von ihrem Vater Heinrich die Email- und Miniatur-llllalerei, sie 
malte aber auch in Oel mit Geschmack und Einsicht, besonders 
sehr ähnliche Portraite. Ihre Gemälde verrathen eine eorrekte 
Zeichnerin und grosse Stärke im I-Ielldunkel. Dabei sind sie gleich 
trePFlich im Colorite, wie in der Draperie. Sie wurde ihrer Ge- 
schicklichkeit wegen sogar in die französische Akademie aufgenom- 
men, der sie Lebrun vorstellte. Auch jene der Ilicovrati zu, Padua 
nahm sie 169g unter dem Namen der Muse Erato zum Mitgliede 
auf. (Jheron glänzte auch als Dichterin, und dabei verstand sie 
Hebräisch und Latein geläufig. Selbst in der Musik war sie stark. 
In ihrem 60. Jahre heirathete sie den k. Ingenieur Lehay, der im 
gleichen Alter stand; aber nur gegenseitige Achtung schloss dieses 
Band. 
Diese Künstlerin zeichnete viel nach der Antike und wenige 
konnten den Charakter und die Zartheit der Steine so wie sie 
wiedergeben. 
Ihre vorziiglichsten Werke in Kupfer sind: 
Die Iireuzabnahme, nach Zumbu, fol. 
St. Cäcilia, nach Rafael, kl. ful. 
Ferner die 56 Blätter in ihrem Zeichenbuche, unter dem Titel: 
Iiivre de principes in dessiner. Paris 1706. fol. 
Andere sind in dem Werke: Pierres gravees, tirees des princi- 
paux eabinets de France, ohne Ort und Jahr. 41 B1. ful. 
Gedruckt von diesem berühmten Weihe ist ein Essai de Psaumes 
et de Cantiques, Paris 1691, in 8. mit Iiupfern ihres Bruders; 
les cerises renversöes, ein geistreiches Werk in 3 Gesängen, das 
erst 171? erschien, mit Homers Batrachomyoxnachia von Boivin, 
u. s. w.
        

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