Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1718785
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Chemant. 
Mdc. 
Chenadame , 
Cllemßnty ein jetzt lebender Maler, der aus der riihmlich bekannten 
Düsseldorfer Schule hervor-ging. Er malt schöne Architekturbildcr. 
Ghßmln. Catharlnß du 2 eine geschickte Blumenmalerin zu Paris, 
Gattin des berühmten Bildhauers Girardon. Sie lernte bei Bopsom 
und brachte es in ihrer Iiunst so weit, dass sie die Akademie un- 
ter ihre Mitglieder aufnahm. Starb 1693 im 68. Jahre. 
Chenavard, ein junger französischer Künstler, der sich in Italien 
bildete, welcher aber jetzt wieder in Paris lebt. Im Jahre 1'335 
wollte er ein Gemälde, welches die Verurtheilung Ludwigs XVI. 
vorstellt, in den Salon geben, es wurde aber auf höheren Befehl 
verweigert. Kenner versichern, dass das Bild Lob und Aufmunte- 
rung verdiene. 
Chenda, AUOIISO, mit seinem rechten Namen Bivarola, Maler 
und geehrter Schüler Bononds, in dessen Styl er arbeitete. Man 
schätzt seine Arbeiten in St. Agostino zu Ferrara, dem Geburtsorte 
des Künstlers. besonders die Taufe dieses Heiligen, wegen der 
meisterlichen Einsicht in das von Unten nach Oben (sotto in six). 
Im Lanclhause Trotti malte er schöne Bilder nach Guarienti und 
Tasso. Besonders gerne stellte er die damals gewöhnlichen Kampf- 
spiele dar. Eines derselben war Anlass zu seinem frühen Tode. 
 Er arbeitete da entweder mit wenig Beifall und starb vor Gram, 
oder, wie andere vermuthen, mit zu viel Beifall und an Gift. Sein 
Tod erfolgte 1640 im 35. Lebensjahre. Mit ihm ging Carlo Bono- 
ne's Schule ein. Lanzi SIII. 227. d. Ausg. 
Chßflll , Plerre; Stecher mit der Nadel und dem Grabstichel zu Paris, 
wo er 1750 geboren wurde und zur Zeit der Revolution starb. Er 
war ein Schuler Le Bas und stach in einer leichten Manier eine 
grosse Anzahl Blätter nach verschiedenen Meistern, und zwar in 
allen Gattungen; mehrere für das Dresdner (Sellerie-Werk und 
für die Sammlung des Grafen von Brühl. 
Zu den vorzuglichsten gehören:  
Die Anbetung der Hirten und die Vertreihun aus dem Tempel, 
nach Fr. Bassands Gemälden in der Gaiglerie zu Dresden. 
Letzteres stach er mit Ph. A. Hilian, gr. qu. fol. 
Der Tempel zu Ephesus, nach B. Breemberg. 
Die Ruinen von Ephesus, nach demselben, fol, 
La Campagxäe, nach A. van der Velde, aus der Gallerie Brühl, 
r. qu. fo . 
Leg Forgeroil militaire und lcs Amusemexis des matelots, 2 B]. 
nach D. Teniers; gr. qu. fol. 
Der holländische Bäcker auf dem Horn blasend, nach Ostade, 4. 
Die Dorfschule, nach demselben, ltl. fol. 
Vue du Chateau St. Auge, nach Vernet; qu. fol. 
Franz I. von Frankreich, nach Nicole del Abbate, fol. 
Das Brustbild Diclerofs, lt.  
Der Cardinal Anton Perrenot von Granvelle, lt. 
Das Grabmal des Grafen Caylus in St. Germain PAuxerrois , gr. 
. Fol. u. s. w.  
Zu der Zeit dieses Künstlers beschäftigten sich auch zwei Damen: 
T. E. und Victoria Chenu zu Paris mit der Kupferstecherlsunst. 
Cheradame, Mdmßq gehurne Bertrand, geschickte Malerin, die 
gegen 1824 ztrParis starb. Ihre Gemälde bestehen in Portraiteix 
und Genrestiicken, von denen Gabet in seinem Dictionnaire des 
artistes einige verzeichnet.
        

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