Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1718699
Chateau , 
Ludwig 
Carl. 
Johann 
Chatelnin, 
Baptist. 
501 
Chateau: Ludwig Garl, ein Iiupferstecher zu Paris, der 1'157 ge- 
lmren wurde, und bei N. Punce die Kunst erlernte. Er stach 311ml; 
Zuccliarelli und andern neuem Meistern VCrSClUBdCDB Genrestucke. 
Chateauneuf; ein geschickter Architekt zu Hamburg, der aus VVein- 
bi-ennefs Schule her-verging. Er gab mit Ludolf den ersten An- 
stoss zuin Aiifstrehen der Baukunst in Hamburg, aber eines seiner 
grossartigsten Werke ist noch unausgefiilirh, Es ist dieses der Plan 
zu einer neuen Börse, der in jeder Beziehung ausgezeichnet "e- 
nannt werden kann. Ihm _verdanlit Hamburg mehrere schöne Fri- 
vathiiiiser, und auch die Villa des Syndikus Sieveking wurde nach 
seinem Plane erbaut. 
CllGlÖCl; Eiiranz du; ein Maler, geb. zu Brüssel 1626, war Schüler 
des jiingern 'I'eniers, dessen Manier er täuschend nnchahmte, mit 
welcher er iiberdiess noch mehr Adel verband. Ermalte gleich seinem 
Meister, der ihn wie seinen Sohn hielt, allerlei lustige Seenen, 
Biille, Miirktc, Uauernzgesellsehaften, mit gutem Culorite. Seine 
Zeichnung ist currekt und die Behandlung des Helldunkels und 
der Perspektive besonders zu rühmen. Dabei liess er es in der 
Ausführung nicht am Fleisse fehlen. 
Ausser seinen Cunversatious-Stiicken findet man von ihm auch 
Faiiiilienpurti-aite. 
Eines seiner schönsten Bilder, mit beinahe tausend Figuren, ist 
dasjenige, welches den König von Spanien darstellt, wie ihm iin 
Jahre 1666 die Staaten von Brabant und Flandern den Eid der 
Treue schwören. Das GGITIÄilClCA befindet sich iin Bathhause zu 
Gent; es ist 20 Fiiss lang und 1 hoch. Die Fiem-en im Vurgrundc 
sind einen Fuss hoch. Es wurde auch Einiges 2130i). diesem Iiünst- 
ler gestochen. Er lebte noch 1675. 
Ghatelam, Johann Baptist, Zeichner und Stecher mit der Nadel 
und dem Grabstichel, geb. zu London um 1710, gest. daselbst177l- 
Er war ein Dllann von bizarrem Charakter, aber ein Iiiinstler von 
hervorstechendem Talente, und besonders ausgezeichnet in der Land- 
schaft. Seine Blätter sind mit Geist und Freiheit behandelt, und 
die meisten nach fremden Meistern, besonders nach Puussin. Sie 
machen einen Theil der  Landschaften aus, welche Boydell 17-117 
herausgah. lYIeln-ere Landschaften hat er auch nach eigener Erfin- 
dung geiitzt, die dann Houstoxl in schwarzer Iinnst vollendete. 
Er hat auch einige Schiller gebildet, von denen ihm Vivares be- 
sonders Ehre nlacht. Mit diesem arbeitete er gemeinschaftlich, und 
liess mehrere seiner Blätter unter dem Namen des Schiilers 
erscheinen. 
Man schildert ihn als einen NIann von rauhem Charakter, der 
nicht eher arbeitete, als bis er Geld brauchte. Zu seinen besten 
Werken gehören, ausser den erwähnten Arbeiten für Boydell, noch: 
Die schöne Landschaft nach P. da Cortona, unter welcher die 
Worte stehen: Suivez-moi, je vous ferai pecheurs d'hoxnmes, 
1766; gr. qn. fol. 
Eine grosse Landschaft mit einem Landsturme und der Geschichte 
von Piramus und 'l'hisbe, nach Poussin, in gleicher Grösse. 
Eine andere schöne Landschaft mit der Ansicht vom Castel Gan- 
dolfo; Fr. Bolognese pinxit. 
Diese drei heroischen Landschaften kamen 1766 zu London bluSS 
mit dem Namen des Chatelaiil heraus; später hat man den von 
Vivares hinzugefügt. . 
Zu gfwdllflßll sind noch:  
        

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