Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1718676
Chnsotl. 
Chateau , 
'Willx"ehn. 
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Ghaäon: ein enälischer Landschaftsmaler der neuesten Zcit- Man 
ruhmt seine Bi der wegen der schönen Stalfage und des lieblichen 
Colorits. 
81135591; ChÜTlCS, Bildhauer, geb. zu Nancy 1612, gehört zu den 
besten Künstlern seines Faches und Landes. Er war ein genauer 
Änßlölll, wie das Crucilix von Holz im Museum seiner Vaterstadt 
beweiset, welches von bewunderungswiirdiger Wahrheit des Aus- 
druckes ist. Man glaubt das Blut in den Adern circuliren zu sehen. 
Die Königin Mutter beschiifti te ihn viel für Ludwig XIV., der 
damals noch jung war. Er stellte ihm eine ganze Armee Infanterie 
und Cavallerie auf die Beine, aber nur in ausserordentlich künst- 
lich geschnitzten Holzfiguren, mit allen dazu gehörigen Kriegsma- 
fchinen. Der Dauphin ernannte ihn auch zu seinem Bildhauer, 
m welcher Eigenschaft Chassel zu Paris in vorgeriicktein Alter 
starb. Er hinterliess einen Sohn, der sich in demselben Fache 
Buszeichnete. Letzterer hiess Fbanz, und beide nennt Gueudevillc 
III. 15-1. vielberiihinte Bildhauer in Lothringen. 
ChaSSBlitt, Charles, Miniaturmaler ausViens Schule, dessen Werke 
zu seiner Zeit sehr beliebt waren. Seine näheren Verhältnisse sind 
uns unbekannt. Er starb 1814 zu Paris. 
GhQSSBlBII, Charles, Sohn des Vorhergehenden, Historienmaler zu 
Yaris, geb. 1782. Er lernte bei seinem Vater und bei Vincent, 
erhielt 1805 die erste Medaille von der ltönigl. Schule der Malerei 
und den Preis fiir den ausdriicksvollsten Iiopf, im nächsten Jahre 
endlich den zweiten grossen Preis der Malerei durch den Tod des 
Phocion, den Gegenstand der Bewerbung. Seit dieser Zeit verfep. 
tigte er mehrere Gemälde, worunter die Ruhe des Belisar und eine 
Himmelfahrt besonders erwähnt werden. Er ferti te auch eine 
grosse Anzahl Zeichnungen für die Werke von Vogltaire, Racine, 
Moliere, für die Tausend und Eine Nacht u. a. Auch schöne Se- 
piazeichnungen sah man auf den Anstellungen, z. B. das Innere 
der Iiirche von St. Denis, in dem Augenblicke des Eintrittes des 
Corteges bei den Obsequien Lugwigs XVIII. Eine andere schöne 
Aquarellzeichnung stellt die Krönung liarl X, vor. 
Chasselat ist Zeichner der königlichen Feste und Ceremonien. 
Mehrere seiner WVerhe verzeichnet Gabet in seinem Dictiüllllalfß 
des artistes de Pccole frane. an XIXine. siecle. 
Chfltaigner, AleXlS, Zeichner und Iiupferstecher, geb. zu Nantes 
1772, gest. 1817. Dieser Künstler lernte bei Qucverdo und widl 
mete sich besonders dem kleinen Genre. Von seiner Hand ist eine 
grosse Anzahl von Platten in der Gallcrie du Musöe Napoleon, 
Welche Filhol herausgab, und auch für die Collection des costumeä 
C Et uniformes arbeitete er. 
hateilll, Vvllllßlm, Iiupferstecher, geb. zu Orleans 1631 oder 1655, 
gest. zu Paris 1685 oder 1685- Er lernte die Anfangsgründe der 
Zeichenkunst zu Paris und entschied sich auf einer Reise in Italien, 
wo er mit dein liupferstecher Frierlrich Greuter Bel-iannlSChalt 
machtexfiir die liuust des letzteren, in welcher er Ruhni erlangte- 
Man hat von ihm mehrere Blätter in der Manier Poilly's und Bloc- 
Itiaerfs nach Poussin und nach grossen italienischen Meistern. El- 
nlge sind gestochen und andere stark vorgeätzt, in einer malerischen 
freien Manier, die Iienner schätzen, weil sie niit Geist und in einem 
Sehr guten Geschinacke behandelt sind. Von Rom begab sich Cha- 
man nach Paris, und bereicherte das Publikum mit seinen Werken- 
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