Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1718634
Chardin , 
Cnrl 
Charito. 
495 
Talleyrand-Ferigord, 1822, des Königs Reue, des Bischofs Bel- 
znnce und des Bernardin de St. Pierre; ferner eine collossale Büste 
der heil. Jungfrau, eine Nymphe, die mit einem Schwane spielt, 
und eine Leda. Auch einige seiner Medaillen sind schiitzbar.  
Charcligny ist hlitglietl mehrerer gelehrten Gesellschaften und Dl- 
relstor der Bronzetabrili. Gabet. 
Chardin, Carl du. s. Jm-din, 
Chardln, Johann Baptist Simeon, einer zu Paris, geb. 1699 
oder 1'501, gest. HTQ. Dieser geschickte liiinstler zeichnete schon 
 in friiher Jugend alle Gegenstände, die ihm interessant schienen, 
hierauf copirte er Zeichnungen und zuletzt führte er auch solche 
in Farben aus. Später ertheilten ihm einige lxuxisterfahrne Freunde 
einigen Unterricht und mit diesen einzigen Mitteln kam er schon 
in jungen Jahren in den Stand, Gegenstände der Natur nach ihrer 
170mm und Farbe, und mit. den Wirkungen von Lieht und Schat- 
ten wiederzugeben, denn er befliss sich stets des eifrigsten Stu- 
diums der Natur und ihrer Erscheinungen. und zuletzt wurde es 
ihm möglich, dieselbe fast im Fluge festzuhalten. 
Chardin malte Thiere, Früchte, halbe Figuren, Familienscenen, 
alles mit ausserordentlieher Naturtreue, mit Zierlichlteit und lebens- 
warlner Farbe. Seine Werke Isind beliebt und in den besten Gabi- 
 neten zu finden; denn sie sind mit Treue und Amnuth der Natur 
nachgeahmt, sowohl im Ausdrucke, als im Colorite, und jedes mit 
zartem und feinen Pinsel behandelt. Die Iiuust, Gegenstände von 
einer und derselben Farbe durch die verschiedene Nuanc-irung der 
Töne vun einander abzusondern, besass er in hohem Grade. Er 
ist unter seinen Landsleuten der erste gewesen, welcher die seither 
so beliebte Gattung der Gesellschaftsstiiclse in Schwung brachte. 
Diderot und auch Watelet und Levesque sprechen mit grossem 
Lobe von ihm. Heineclie fiihrt eine Menge nach ihm von den 
besten Meistern gestochener Blätter an. Sein Bildniss mit der 
 Brille auf der Nase, welches er selbst noch in seinem siebenzigsten 
 Jahre gemalt hatte, hat Chevillet gestucliem 
Cllaftllnl , geschickter französischer Bildhauer, von dem man in 
Ivlarseille Arbeiten sieht. Er zierte dort neben andern die, Facatlc 
des Hotels des Commissariates mit einer colussalieu Statue Napoleons. 
Die näheren "Verhältnisse dieses Iiiinstlers sind uns unbekannt. 
Wahrscheinlich ist es jener Du Chardin des Fiissly, Welcher um 
1'190 zu Paris lebte, und vermuthlich noch später- 
Charßs 9 Bildner aus Lindus, Schüler des Lysippos , verfertigte den 
Sonnencoluss auf Rhodus, dessen Höhe nach der niedrigsten Diel- 
dung 105 Fuss betrug, dessen Finger, wie Plinius sagt, grösser 
vcaren, als die meisten Bildsiiulen. Dieses siebente WVundersverk 
der VVelt stürzte schon 56 Jahre nach der Aufstellung, Ol". 153, ein. 
Auf einer Münze von Rhodus erscheint das Haupt des Sonnengottes 
mit Flamrnenhaareu, wvozu nach lYIayerE Verlnuthung derßbßltilllmte 
 Coloss zum Muster gedient haben dürfteÜ  w     v"; 
 Von diesem Iiiinstler sah man auf dein Capitol zu Rom auclici- 
nen Iiopf, den P. Lentulns geweiht hatte. Letzterexßwai-"nach 
 Thiersch S. 70 jener Lentulus Spinther, der a. u. 967 Consul war, 
und die Bückberultmg Cicerds bewirkte.    ' 
 Chares blühte vor Ol. 122.    ' 
Üharitqo  ein Vasenmaler, dessen Millingen Peintures etc. tav. 11 er- 
Wü nt.   " s' i 
        

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