Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1718602
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Chantfey, Kwncis L; 
Chziperon , Nicolaus. 
dieses'die Alten zu thun im Stande gewesen wären. Dabei herrscht 
überall Reinheit. Natürlichkeit und Würde im Style, und in allen 
seinen Werlien hohe Vollendung, worin er dein klassischen Alter- 
thume nahe kommt. 
VVei-lae von diesem Künstler sind in den zwei Hauptkirchen Lon- 
dons und auch sonst trifft man Viele Grabmonumente von seiner 
Iiand, worin immer die Portraitstatue der Hauptgegenstand ist. 
In einer Capelle der VVestminster-Alatei ist die Statue des James 
Watt, des Verbesserers der Dampfmaschinen. In derselben Kirche 
ist auch die Statue Cannings. Sie ist in einen römischen Senator- 
mantel gehüllt und die Stellung ist die eines Redners, der eben 
mit Ruhe und Besonnenheit zu einer Versammlung spricht. In der 
Rechten hiilt er eine Papierrolle und zu seinen Füssen liegen zwei 
starke Bünde. Eines seiner neuesten Werke ist die Statue J. lYIal- 
colms, die er für Bombay verfertigte, und die Reiterstatue Georg 
IV. von England, welche 18511. in Bronze gegossen wurde. Sie ist 
an der grossen Einfahrt des St. Jamespark aufgestellt. 
Ein früheres Werk ist die Statue des Sir Hyde East, für Calcutta 
bestimmt. 
Berühmt ist das Monument der schlafenden Kinder -im südlichen 
Flügel der Cathedrale von Lichfield, das in den lllustrations of 
modern sculpture IV. Heft abgebildet ist. In diesem Werke sind 
überhaupt mehrere Werke Chantreyk in liupfer gestochen. 
Sehr schön ist die Büste des Benjamin West, die er der Akade- 
mie, bei seiner Aufnahme in dieselbe, überreichte. Tretflich sind 
auch die des Königs und des Herzogs von Sussex, die von YValter 
Scott, Wellington etc. 
Schöne Werke von Chantrey sind auch im Besitze des Herzogs 
von Bedford zu Woobunl, und auch andere hohe Personen be- 
schäftigten diesen Künstler, welchen man Englands Cauova nennt. 
Chantry, l, ein mittelmässiger Iiupferstecher zu Oxford um 1650. 
Man hat von ihm verschiedene Portraitc, die mit seinem Namen 
oder mit J. Ch. bezeichnet sind. Selten ist das Bildniss mit der 
Unterschrift: Mary Carleton cugnom. the German Princess, in 12. 
Chanucls ein geschickter Ciseleur zu Nlnrseille, ein Iiiinstler unse- 
rer Zeit. Er verfertigte innerhalb vier Jahren mit dem Bunzen aus 
 Silberplatten eine colossale Statue der heil. Jungfrau mit dem Iiinde 
für die Kirche Notre-Dame de la Garde. 
Dieses VVerk sah man 1854 auf der Iiuustnusstcllting zu Paris. 
Man bewunderte daran die Einfachheit der Darstellung und die 
Schönheit der Ausführung. 
Cßparnißha, Cäsar, ein Römer, unter ("leasen 
Darstellung der Stadt Jerusalem finden soll. 
Namen 
man 
eine 
Chaperon, NlCOlauS, Maler und Iiupferätzer, geb. zu Chateau- 
dun 1596 oder gg, lernte bei Simon Vouet die Malerei, verlicss 
aber diese Kunst und widmete sich dem linpferätzen. Er hielt sich 
lange Zeit in Rom auf und radirte dort 1638 die Logengelniilde 
BafaePs, Welche unter dem Namen der RafaePschen Bibel bekannt 
sind.  Diese Folge besteht aus 52 Bl., welche, wenn sie auch die 
hohe Wahrheit des Ausdruckes und die Reinheit der Zeichnung 
der Originale nicht ganz erreichen, doch sehr schätzbar sind. 
Fiissly (raisonnir. Verz. I. 175) scheint von dieser Bibel eine zweite 
Aus abe von 164g in 54. Blättern zu kennen, und zieht diese den 
ähnächexi Werken der Badalocchio; P. Aquila u. a. vor. Er spen-
        

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