Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1718450
Ccsarei , 
Piero. 
Cesnri , 
Joseph. P 
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diesem Künstler, welches mit: OPUS MATHEI bezeichnet ist. Es 
stellt in der Mitte die thronencle Maria und zu den Seiten Heilige 
vor, in Tempera auf Goldgrnnd gemalt. Ein anderes Gemälde Mat- 
teo's in demselben Museum stellt ebenfalls die Madonna auf dem 
Throne mit den Symbolen der Evangelisten und zwei musicirentlen 
Engeln dar. Es ist auf gleiche Weise gemalt. 
Zu unterscheiden von diesem Iiiinstler ist jener Meister, der 
seine VVerke mit: OPUS lVLfYTEl DE SENIS bezeichnete. S. Mat- 
teo di Giovanni da Siena, unter: Sieno. etc. S. auch iYl. Cliiesa. 
08831131, PIBFO, IVIaIcr von Perugia, genannt Perino oder Perino 
da P erugia, malte die Chorbücher des Dnmes zu Siena mit schö- 
nen Miniaturen aus, und fertigte auch grössere Tafeln, deren zu 
Pascolfs Zeiten noch einige zu Spoleto und in anderen unmlie- 
gemlen Orten waren. Diese galten oft für Pietro Peruginoä Arbei- 
ten, obgleich sich Cesarei darauf Pcrinus Perusimxs oder Perinus 
Cesareus Perusinus unterzeichnete. Er starb zu Spoleto 1602, 
72 Jahre alt. 
Es gab auch einen Serafino Cesarei, der zu Anfang des 16. 
Jahrhunderts zu Perugia geboren wurde. Vbn ihm sah man in ei- 
ner Kirche dieser Stadt ein Gemälde von 1554. 
CCSQTI, JOSCPlI, genannt Josepin, Giuseppe Pin dükrpinas, 
L'Arpino und Cavaliere d'Arpin0, ein Beiname, der ihm je- 
doch nicht von seinem Geburtsorte zu Theil wurde, denn er er- 
blickte 1570 (nicht 1560) zu Rom das Licht der Welt, und starb 
auch daselbst 16,10 oder 1612. Die ersten Grundsätze der Kunst 
erhielt er von seinem Vater, einem inittehniissigen Wlaler, bis er zu 
Rafael Motta und Lelio Orsi kam, oder, wie Andere glauben, zu 
Boncalli. Er hatte Talent, das sich schon frühe iiusserste, denn 
er malte im 13. Jahre eine Faeade , die für dieses Alter Erstaunen 
erregte. Bald darauf arbeitete "er mit andern Meistern im Vatikan 
um die Wette, und nun galt er, nachdem er sich bereits auch 
durch einige nach Michel Angeltfs Zeichnungen ausgeführte Ge- 
mälde bekannt gemacht hatte, fur den griissten Meister Roms. Er 
erhielt jetzt alle beträchtlichen Arbeiten der Stadt. Unter diesen 
sind die Gemälde im Snale der Conversatoren auf dem Caßitvl die 
bedeutendsten. Der Iiünstler malte mit Unterbrechung im Jahre 
daran, his er endlich mit dem Kampfe der Horatier und Curlatier 
den Cyclus schloss. Während dieser Zeit malte er auch in der 
Kapelle Pauls V., in St. Maria lnaggiore und an den lYIosailtcar- 
tons in S. Miehele, mit deren Ausführung er von Urban VIII, be- 
ziuftragt wurde. Er verfertigte auch eine grosse Menge Altarge- 
xnälde, und so konnten bei Josepiifs angeburner Langsamkeit 311er- 
dings 40 Jahre verfliessen, bis die VVerlie des Campidoglio voll- 
endet dastanden. Unter diesen zogen Einige die Schlacht zwischen 
den Römern und Sabinern allen seinen übrigen vor. Seine Vverlu: 
sind zahlreich, und in Rom, Neapel, in Monte Casino und in an- 
dern Städten verbreitet. Auch für das Ausland arbeitete er; aber 
die Grossen mussten ihn immer bitten  so stolz war der Künstler. 
Die Wandbiltlcr sind trefflich colurirt und auch in einigen Staffelei- 
bildern ist dieses zu rühmen, wie in dcr tWIadonna in S. Griso- 
gona. Höchst vollendet ist er in kleinen Bildern mit auf Holzauf- 
gesetzten Goldliehtern. Die Werke seines zweiten Styles sind sehr 
frei und nachlässig, und dieses ist_die grüssere Zahl. Er glaubte 
x die Gunst von zehn Piibsten, die er überlebte, dürfe ihn der 
grossen Aufmerksamkeit überheben, denn er sah doch sein Vermö- 
gen immer bedeutender wertlen. Damit wuchs auch seine Eigen-
        

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