Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1718421
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Cerquozzi , 
Michel Angela.  Certain , 
Joh. Bapt. 
Cerqvezll, Mmhel Angele, genannt Michelagnuolo dalle 
Battaglie (der Schlachteninichelangelo), auch M. A. delle Bam- 
boeciate, geb. zu Rum 1600 oder 1602, gest. IÖÖO. Er sah sich in 
mehreren Schulen und auch bei P. da Cortona um, blieb aber zu- 
 letzt bei der Nachahmung des P. von Laar, dem Bamhocciaden- 
Maler, und erreichte ebenfalls in dieser Gattung eine grusse Stärke. 
Er wusste alle Begebenheiten des gemeinen Lebens darzustellen, 
und mit vielem Geschmacke und mit leichtem Pinsel auszuführen. 
Auch Zeichnung und Colorit sind vortrefflich. Die Figuren in 
seinen Schlachten, Jahrmärkten, Schäferscenen, sind mit Geschmack 
behandelt und Vull Leben, vorzüglicher, als je in den YVerlaen 
seiner Zeitgenossen. Er entwarf selten Zeichnungen zu seinen 
VVerl-aen und hesass eine so lebhafte Eiiibiltlungslirnft, dass er 
oft eine Schlacht, einen Schiffbruch nach der blassen Erzählung 
darstellte. 
Cerquuzzi ist auch in Darstellung von Blumen und Früchten 
gut, er war aber nicht iin Stande, historische Gegenstände in einem 
edlen Style darzustellen, denn die Gewohnheit hatte ihm jenen 
niedrigen Geschmack so sehr eingeprägt, dass er ihn nicht mehr 
ablegen keimte. Eines seiner vorziiglichsten Gemälde stellt Ma- 
saniello (lar, wie ihm ein Haufen Lazzarnni Beifall zuruft, ehe- 
mals in der Gnllerie Spada zu Rum. Fiir die Bfllnllßlllitll" zu Aqua 
acetusa wurde 1777 zu Paris einem Tapezierer, dein Besitzer dieses 
Bildes, vergebens 500 Louistfur geboten. Lanzi I. 488. d. Ausg. 
Fiorillo I. H5. 
Es wurde nach ihm auch Mehreres gestochen; neben andern die 
Schlachten in Stradzfs Werk de belle Gallien. 
Die von ihm selbst geiitzten Blätter, nach Malpe 15 an der Zahl, 
sind mehr selten als schön. 
Ein kleines Blatt mit der heil. Familie ist bezeichnet: Mic. A. B. 
und die Versuchung des Herrn: Michel Angele fecit. 
CGITHII, GICIIIdOmBIIICO, genannt il Cav. Perugino, geb. zu 
Perugia 1609, gest. 1681. Er lernte bei J. A. Scaramuccia, Guido 
Beni und Dominichinu, und wird zuweilen fiir Guido genommen 
in Bildern, welche ihm der Meister iiberging, und die darum sehr 
gesucht werden. In den übrigen ist er sehr verschieden; in den 
besseren aber sind schöne Iiöplc und vortreffliche Wendungen. 
Er galt zu seiner Zeit für einen tüchtigen Meister, dessen Werke 
selbst Dichter besangen. 
Heinecke führt mehrere nach ihm gestochene Blätter an, und wie 
er glaubt, ein von Cerrini selbst geätztes: eine heil. Familie mit 
drei Heiligen vorstellend, mit Domus. Pernus. Anconae f. 1661 be- 
zeichnet. Heinecke ist hier im Irrthum, denn das Blatt gehört 
dem Dom. Peruzzini an. 
Cßrnnl: LOTCIIZO, ein florentinischer Maler, Schüler von _Ch. Al- 
lori, malte kleine Bildnisse auf Kupfer, auch einige Historien und 
Copien nach seinem Meister. 
Lorenzo war Iileiderbewahrer des Cardinals Johann Garl von 
Medici, eine Bedienstigung, die er der Iiunst Vorzug. 
Cerruti- s. Ceruti. 
Certain, JOhBIIII BaPtlSlI, ein Edelstßiuschneider zu Paris um 
1730. Man kennt von ihm eine schöne Copie von dem berühmten 
Bacchapale, welches unter dem Namen des Siegelringes von Nlich. 
Angele bekannt ist.
        

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