Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1718406
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Cerhara, 
Joseph. 
Ceresa, 
Carl. 
Gerbara, JOSBpll, Edelsteinschneider und Medailleur zu Rom, wo 
er schon zu Anfang unsers Jahrhunderts mit dem obigen Iiiinstler 
seine Iiunst iilute. Er fertigte mehrere Miinzsteinpel und Medaillen, 
die aber nicht gleiches Verdienst haben. Von ihm sind noch die 
Stempel zu den neuen Silbcrkronen, die 1825 in Umlauf kamen. 
Das Brustbild des Pabstes ist blosse Copie eines menschlichen Ge- 
sichtes, ohne Geist und Charakter. Auch die Figur der Religion 
auf der Ilücltseitc ist schlecht gezeichnet und nicht besser in der 
Gewandung. Nicht viel besser sind seine Medaillen. Verdienst- 
voll ist jedoch die, welche bei Veranlassung der unterdrückten 
römischen Revolution geprägt wurde, auf welcher man das Bild- 
niss Grcgofs XVI. sieht, der die Medaille im. zweiten Jahre seines 
Pontificates fertigen liess. 
Cerbara, NlßülmlS, Medaillenr zu Rom und Professor der Stem- 
pelschneideknnst, ein liiitistler, der einen bedeutenden Ruf geniesst, 
und dem das Verdienst bleibt, durch Voigfs Einfluss die römische 
Münze gefälliger und ltunstgerechter begründet zu haben, obgleich 
die römische Gravirliutlst doch hinter dem höheren Streben zurück 
blieb. Von diesem Künstler ist die Medaille auf den Cardinal 
Gonsalvi, in grossein Formate. Diese Medaille unterscheidet sich 
von der gleichen des Girometti durch einen Cippus, während die 
des letzteren blosse Schrift hat. Von N. Cerbara ist auch die 
Denkniünze auf den Priifeltten Aloisio del Drago 1829, die des 
Generalschatzineisters Mario TVIattei, und jene auf den Cardinal- 
Ciimmerliilg GelelTi. Im Jahre 1850 schnitt er den Stempel zu dem 
50 Bajocstiick mit dem gelungenen Bildnisse Pius VIII. und dem 
heil. Exuperantius mit Sta. Speranza. Stellung, Haltung und Fal- 
tenwurf lassen hier nichts zu wünschen übrig. Auch die Sedcs- 
vacatiz-Miinzen dieses Künstlers und die Thaler Gregofs XVI. sind 
nett und fleissig gearbeitet. 
Cerceau, J. Androuet. s. AndrQuet, 
Cerdo, Vltrnvius. S. Lucius Vitruvius. 
Ceregetti, JOSCPlI, ein geschickter Historien- und Portraitmaler 
in Cliruclim, wo er 1722 geboren vvurde. Als der Sohn eines ver- 
möglichen k. k. Richters sollte er sich den Wissenschaften widmen, 
allein er zog die Kunst vor, fand aber nach dein Tode seines Va- 
ters, da er sich gezwnn en sah, das Gut und Vermögen desselben 
zu verwalten, nicht lllßgfll" Gelegenheit, im Auslande nach classi- 
schon Mustern sich zu bilden. Sein erster Lehrer in der Vaterstadt 
war ein gewisser Herrxnantx, den Ceregetti jedoch bald übertraf, 
und später waren es Gemälde guter Meister, Abgüsse von Antiken, 
deren Ankauf ihm sein Vermögen gestattete, nach vjelchen er sich 
zum geschickten Künstler bildete. Er verfertigte viele Kirchenge- 
iniilde und auch im Portraite erwarb er sich Beifall. Mehrere sei- 
ner Werke findet man noch in Böhmen. Einige verzeichnet Dla- 
bacz in seinem böhmischen Iiiinstler-Lexicon, und darunter nennt 
er ein Salvatorbild, das der Schriftsteller selbst busass, als Gere- 
gettPs bestes Stück. Dieser Künstler starb 179g, fast im Elende. 
Ceregetti, Franz, Histnrlenmaler zu Wien um 1821. Zu dieser  
Zeit hatte er daselbst eine Fabrik chemischer Waaren, wie uns A. 
Emmert versicherte. Näheres wissen wir über diesen Künstler nicht. 
001'053, 03T] , Maler von Bergamt), nach Lanzi ein beliebter und 
flt-issiger Künstler, in dessen Bildern man ein angenehmes C-olorit
        

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