Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1718361
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Cels, Cornelis. - Cennini, Cennino 
efc. 
di Drea 
Paris, wo er von seinem Landsmanne Suvee gut auf enommen l 
wurde, mit welchem er 180i Rom besuchte. Hier erhicät er den 
Preis der Akademie von St. Lucas und wurde Drlitglied und Pro- i 
fessor derselben. Unter den Bildern, die er in Rom verfcrtigte,  
sind zwei grosse Altarstücke, von denen eines die Abnchmung vom  
Kreuze vorstellt und allgemeinen Beifall fand; so nicht minder  
Cincinnatus, der von Frau und Rindern Abschied nimmt, um der 
Diktatur zu folgen, ein Gemälde, das dem Urheber 1802 den ersten 
Preis gewann. Auch ein Gemälde der Prediger-Kirche zu Antwer-  
äen, das der Künstler ebenfalls in Rom ausführte, wird gcriihint. 
nter seinen früheren Werken ist der Besuch der heil. Jungfrau 
bei Elisabeth eines der vorzüglichsten und grazieusesten, in der Au- 
gustiner-Iiirche zu Antwerpen. 
Im Jahre 1307 kehrte er nach Antwerpen zurück und blieb da 
etliche Jahre, bis er nach Brüssel ging, um auch Hier seine Iinnst 
zu üben. Von zwei schönen Bildern aus dieser Zeit befindet sich 
das eine, der Tod Johann des Täufers, in der grossen Iiirche zu 
Lier, und das andere, die Nlarter der heil. Barbara, in der Salva- 
tors-Iiirche zu Brügge. 
Auf der Iiunstausstellung von 1816 fanden vorzüglich seine Sappho 
und eine Venus grossen Beifall. 
Einige Zeit darnach liess er sich in Gravenhaag nieder, wo er 
viele Portraite malte, eine Iiunst, die er auch in Rotterdam übte. 
Im Jahre 1818 sah man auf der liunstausstellung in dieser Stadt 
mehrere schöne Portraite, darunter auch das der Prinzessin von 
Oranien-Nassan. Van Eynden und van der Willigen Gcsch. der 
Vaterland. Schilderkunst III. 224. Später wurde der Künstler Pro- 
fessor an der Akademie zu Tournay, und malte dort mehrere histo- 
rische Gemälde, welche den Ruf bewahren, den er als Historien- 
maler geniesst. In De Bast's annales du salon de Gand ist seine 
Iirenzabxiehmung 11. 79 abgebildet. 
Cenßharmlsp ein Bildhauer, dessen Plinius erwähnt, und zwar unter 
denjenigen Künstlern, die Comödianten und Athleten am besten 
bildeten. 
Cencl!  Iiupferstecher zu Florenz, Schiller von Raf. Mor- 
ghen, in essen Manier seine Blätter ausgeführt sind. Er stach 
neben andern das berühmte Bildniss der Fornarina nach Rafael, 
in der Florentinischen Gallcrie, ein reinliches, lleissiges und mit 
zweckmässig abwechselnden Strichen ausgeführtes Blatt. 
Ein anderes Blatt stellt RalaePs Bildniss, nach dem Originale in 
der k. Pinakothek zu München vor. fol. 
Cennini, Cennino di Drea, von Golle di Valdelsa, 
 Maler aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhundcrs. Er lernte bei A. 
Gaddi, und war Gehülfe dieses Meisters zu Florenz. Indessen 
malte er auch eigene Bilder, von denen Lanzi einer lYIadonna im 
Spitale S. Bonifazio zu Florenz erwähnt, die, obwohl ziemlich 
änt colorirt, doch wverler Neid noch Erstaunen über einen 
iiinstler erregt, der selbst von den Farben geschrieben hat. Er 
hinterliess nämlich ein Werk, welches technische Vorschriften zu 
jeder Art der Malerei enthält, und das sich handschriftlich in der 
Mediceo-Laurenziana befindet. Der Ritter Tanibroni gab 1821 
diese wichtige Schrift heraus, unter dem Titel: Di Cenninu di 
Drea Cennini trattato della pittura, meso in luce la prima volta 
con annot. in 8. Der lzlerausgeber benutzte nicht den Codex der 
Laurenziana, sondern die Abschrift der Vaticana, eine uncorrelite 
und mangelhafte Copie. 
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